Fujifilm Instax 210

Instax210

 

Es lässt sich vortrefflich darüber streiten, ob eine Sofortbildkamera heute noch zeitgemäß ist, hat man doch mit einer Digitalkamera auch sofort ein Bild – allerdings hält man es nicht in den Händen. Und wenn man unterwegs ist hat man auch nicht immer einen Fotodrucker dabei.

Natürlich kann und soll solch eine Kamera kein Ersatz für eine „richtige“ (im Sinne von universell nutzbare) Kamera sein. Sie kann aber zum Beispiel in Gesellschaft für den einen oder anderen Spaßmoment sorgen – man darf nur nicht so lange über die Kosten pro Bild nachdenken.

Zweimal schon (2010 und 2014) wurde ich mit dem Instax-System auf der Photokina von netten Hostessen mit einem Freund zusammen fotografiert. Das aber stets mit dem „Instax Mini“-System, bei dem die Bilder etwa in Visitenkartengröße ausgegegen werden. Das war witzig, aber echt ein bisschen zu klein. Dennoch hat mich der Gedanke an eine Sofortbildkamera nie ganz losgelassen, gerade weil man ein absolutes Unikat erstellt. Das finde ich spannend.

Wenn man, wie ich in den letzten Tagen krankgeschrieben, viel Zeit vor dem PC verbringt, kommt man auf die blödesten Ideen und eine davon war, einmal zu schauen, was es denn sonst noch im Bereich „instant photo“ gibt. Klar, es gibt „Impossible Project“ in Wien und ich habe auch noch einige Polaroid-Kameras, doch die Filme, die dort angeboten werden, tun nun wirklich in der Geldbörse weh.
Nach einer Weile fand ich dann das „Instax Wide“-System mit Fotos, die in sogar noch etwas größer sind als die typischen Polaroids und eben nicht quadratisch, sondern rechteckig. Das fand ich sehr angenehm. Und so dauerte es nicht lange, bis ich herausfand, dass die Fujifilm Instax 210 im Moment in einem Sonderangebot zu haben ist. „Gut“, dachte ich mir, „das soll dann wohl so sein.“

Und ich muss sagen, sie macht einen Heidenspaß! Man muss zwar seine Ansprüche an Gestaltungsmöglichkeiten und Bildqualität deutlich zurückschrauben, doch immerhin sind die Bilder besser als z.B. mit dem 600er System von Polaroid, besser belichtet und reproduzierbarer, nicht ganz so überraschend jedesmal auf’s Neue.

Die Kinder jedenfalls finden es Spitze, nach den „Klick“ in kürzester Zeit ein Foto in den Händen zu halten!

Was man sich aber klar machen muss ist, dass die Instax 210 ein ziemlicher „Trümmer“ ist. Sie passt eher in die Kategorie „Mittelformatkamera“.
Hier einmal zum Größenvergleich mit einem AA-Akku und einem Kleinbildfilm dargestellt:

instax210verg

 

Das Teil ist größer als eine Semipro-DSLR!
Aber, wenn man man genau drüber nachdenkt, ist das auch kein Wunder, denn es werden ja direkt Bilder im Format 6,2×9,9cm belichtet, also noch ein Fitzelchen mehr als Mittelformat 6×9.

Wenn die Kamera angeschaltet wird, fährt das Objektiv aus und das Ganze wird nochmal mächtiger:

Instax210schr

 

Und hier einmal im Vergleich aus/an:

Instax210ausInstax210an

 

Auf diesem Bild erkennt man auch die Bedienelemente der Kamera.

  • Das erste unter dem Blitz ist das Status-Dislay, auf dem die Einstellungen durch Pfeile und die Anzahl der verbleibenden Fotos angezeigt wird.
  • darunter, in rot, der An-Aus-Knopf
  • darunter dann der Knopf zum umstellen der Fixfokus-Einstellungen (Nahbereich, Fernbereich)
  • darunter die minimalistische Belichtungssteuerung (2/3 Blenden heller, normal, 2/3 Blenden dunkler)
  • und schließlich den Anschalter für den Aufhellblitz (komplett ausschalten lässt sich der Blitz nicht).

Auf der rechten Seite der Kamera findet man den Auslöser (siehe Bild oben).

Die Filme, die zwar nicht billig aber deutlich preisgünstiger sind als die Polaroid-Filme, sind alle ISO800, und das muss auch so sein, denn das Objektiv mit 95mm Brennweite (also eine leicht weitwinklige Normallinse) bietet nur Blende f/14. Dafür funktioniert aber auch der Fixfokus.

Energie zieht die Kamera aus 4 AA-Batterien oder AA-Standard-Akkus.

Ach ja, sehr nett ist ein mitgelieferter, anklickbarer Spiegel für „Selfies“. Genau sowas zeigt schon an, welche Zielgruppe man mit der Instax 210 wohl finden möchte.

Im Grunde heißt es: mitnehmen, draufhalten, Foto schenken, gemeinsam daran freuen…

Hier findet man weitere Informationen.

3 Gedanken zu “Fujifilm Instax 210

  1. Pingback: Was für eine verrückte… | RetroCamera.de

  2. Pingback: Ich fange an, die Fuji Instax richtig zu mögen! | RetroCamera.de

  3. Pingback: Faszination Sofortbild – RetroCamera.de

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