Samyang 2.0/12 CS (Fuji X) … Teil 1

Wie kürzlich hier bereits berichtet, habe ich nun – so hoffe ich – meine Weitwinkellösung für das Fuji-X-System gefunden.

Was folgt, sind ein paar Artikel in einer Art „rolling test“ zum neuen Samyang. In Teil 1 beschreibe ich das Objektiv und gehe auf Verarbeitung und Haptik ein.

front

Ein 12mm-Objektiv mit einer Lichtstärke von f/2.0 muss man lange suchen. Es zeichnet als APS-Objektiv den Bildwinkel auf, den ein 18mm-Objektiv am Kleinbild-Format beleuchten würde. Die Blende f/2.0 ist – was die Lichtstärke betrifft – eine echte Blende f/2, was das Freistellungspotential angeht, wirkt es, als würde man mit einem 2.8/18 auf Kleinbild fotografieren. Das ist schon beeindruckend.

sizeS12Ebenso faszinierend ist, in welch kompakter Fassung Samyang es geschafft hat, ein Objektiv mit diesen Parametern zu verbauen. Natürlich wird dies unterstützt durch die Beschränkung auf APS und das „Fehlen“ eines Autofokus – beides ist allerdings m.E. kein wirkliches Problem.
Zum einen gibt es zur Zeit Fuji-X-Kameras nur mit APS-Sensor und zum anderen brauche ich bei einem derart starken WW keinen AF. Weitwinkelfotos mache ich meist auf f/5.6 (oder noch weiter) abgeblendet und dann muss man ohnehin kaum mehr fokussieren. Falls mir doch einmal der Sinn nach offenblendigen WW-Foto steht – und die f/2.0 verführen schon ein wenig dazu – dann hilft das gut (X-E1) bzw. sehr gut (X-T1) funktionierende Focus-Peaking der Fujis hervorragend weiter.

Wie wirkt das 12er Samyang denn nun, wenn man es in der Hand hält?

Außerordentlich hübsch ist es nicht, aber auch nicht besonders hässlich.12er Der blanke Silberring hinten am Objektiv scheint mir eine Art Auflagemaßausgleich zu sein, der es ermöglicht, das Objektiv an die unterschiedlichen Systeme anzupassen. Das Bajonett klickt in die Kamera ein wie es soll, nicht zu wackelig und nicht zu fest.

Der Blendenring dreht sich satt und rastet deutlich ein. Das ist sehr angenehm. Der Fokusring bietet mehr Widerstand als ich für ein manuell zu fokussierendes Objektiv erwartet hätte. Das ist nicht direkt unangenehm – ein etwas steiferer Ring ist mir oft lieber, da man nicht so schnell unabsichtlich verstellt – man muss sich aber zunächst daran gewöhnen. Oder man blendet in der Tat auf f/5.6 ab und stellt die hyperfokale Distanz ein. Dann ist es ein Vorteil, dass der Ring mit stärkerem Widerstand dreht, denn er verbleibt mit hoher Wahrscheinlichkeit in der vorgewählten Position.

So ein wenig nach Plastik fühlt sich das Objektiv schon an. Es erinnert doch sehr an die anderen Samyang-Geschwister, die ich in meinen Fototaschen habe (2.8/14 und 3.5/8 Fisheye). Allerdings wirkt es keineswegs „billig“, sondern gut verarbeitet und recht griffig. Wer „normale“ AF-Objektive gewöhnt ist, wird auch beim 12er Samyang nichts an der Haptik auszusetzen haben. Wer viel mit Leica-Linsen oder alten Nikkoren unterwegs ist, der wird schon einen Unterschied bemerken.

12hood

Die stabile und sauber passende Streulichtblende ist ebenfalls aus Plastik, genau wie der gut sitzende Frontdeckel.

Alles in allem würde die Haptik als Schulnote eine „2“ bekommen. Eigentlich passt es ziemlich gut, wie Samyang das Objektiv abstimmt hat.

Schön finde ich übrigens, dass man jeden üblichen 67mm-Filter an diesem Objektiv nutzen kann und nicht auf die teureren „Super-Slim“-Modelle zurückgreifen muss, um Vignettierungen zu vermeiden. „Normaldicke“ Filter funktionieren.

 

 

4 Gedanken zu “Samyang 2.0/12 CS (Fuji X) … Teil 1

  1. Pingback: Samyang 2.0/12 CS (Fuji X) … | Carsten Schouler › By TOMEN

  2. stockografie

    Danke für die ersten Worte. Ich bin schon sehr gespannt was du weiterhin zu berichten hast. Auch für mich ist das Samyang interessant. Und dass obwohl ich schon das XF14 habe. Ich spiele halt auch immer wieder gerne mit neuer Ausrüstung.

    Ich werde das hier mal weiter verfolgen.

    Gruß
    Stockografie

    1. Ja, das 2.8/14 habe ich auch, mit Pentax-Bajonett. Doch soweit ich sehe, wird das wohl wieder gehen (denn für meine Pentax habe ich auch noch ein Sigma 12-24). Ich hätte schon gerne den Teil 2 geschrieben, doch leider stecke ich über beide Ohren in Arbeit zur Zeit und komme daher nicht zum fotografieren. Glaubt mir, das stört keinen mehr als mich selbst. 😉

  3. Pingback: Fotografie-Blog-Bühne 2015 | RetroCamera.de

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