Ein Teleobjektiv für eine Polaroid?

Geht sowas? An der SX-70?? Die hat doch ein fest eingebautes Objektiv!

Ja, hat sie. Doch Polaroid war ja nie um kreative Lösungen verlegen. (Na ja, fast nie. Als die Verkausfzahlen letztlich den Bach runter gingen, fanden sie keinen Weg weiter zu machen.)

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Meine – gut genutzte, aber noch voll funktionierende – Polaroid SX-70 Model 2.

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Die SX-70 ist ausgerüstet mit einem 116mm-Objektiv, das ein Bildfläche bedient, die knapp 7 Mal so groß ist wie ein Kleinbildnegativ. Somit entspricht das 116mm-Objektiv in etwa einer leicht weitwinkligen „Normalbrennweite„.

Es gab aber von Poalroid einen „Tele-Vorsatz“, der die Brennweite um das 1.5fache verlängert und somit aus dem Objektiv (sozusagen) eines mit 174mm (etwa einem KB-Äquivalent von 70mm) macht – und es damit in den Bereich eines Portraitobjektivs rückt.

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Dieser Vorsatz ist nicht leicht zu finden. Ich hatte (mal wieder) auf der Leica Historica Benefiz-Auktion Glück und habe einen erstehen können – auch noch in exzellentem Zustand.  🙂

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Leider kann ich keine Fotos zeigen, die ich damit gemacht habe, denn der Impossible-Film, den ich in der SX-70 habe, ist „beyond usable“ abgelaufen. Mehr als „Kunst“ kommt da nicht mehr heraus. 😉

Mal sehen, wenn die vier Fotos entwickelt sind (das dauert ja bei den alten Impossible-Filmen immer eine ganze Weile), dann reiche ich sie hier nach…

Treffen mit Überraschung

Als neulich ein Foto-Treffen in Idstein wetterbedingt abgesagt werden musste, habe ich mich ganz spontan mit meinem guten Freund und Fotofuzzy Jörg in Limburg getroffen. Es ist jedesmal eine echte Auszeit vom Alltag, wenn man Zeit mit ihm verbringt.

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So, oder so ähnlich sieht es immer aus, wenn wir eine Rast in einem Café machen. 😉

Diesmal haben wir aber nicht nur (mal wieder) viel gelacht, über „Gott und die Welt“ gequatscht (das sollte ja in Limburg besonders gut gehen 😉 ) und Fotozeugs begrabbelt, nein es gab für mich eine tolle Überraschung von Jörg.

Kurz vorher hatte ich ihm erzählt, dass die „modernste“ Polaroid meines Vaters, eine Spectra, leider defekt ist, ich aber noch einen uralten Film dafür hier herumliegen habe. Daher hatten wir uns geeinigt, dass er seine Polaroid aus dem „Image System“ (also kompatibel mit diesem Film) mitbringt und wir sehen, ob da noch was auf den Fotos zu sehen ist.

Er hat sie nicht nur mitgebracht, er hat sie mir geschenkt! Einfach mal so! (Wo ist der „da bin ich baff“-Smiley?)

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Was für eine tolle Überraschung, Jörg. Vielen Dank!

Die Kamera funktioniert noch bestens. Leider war der Film nicht mehr zu gebrauchen:

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Hat ja beinahe etwas Künstlerisches… 😉

Hmmm…. Ob ich mich wohl mal bei Impossible nach den passenden Filmen umschauen sollte?

Neues „Futter“ für die SX-70

Eifrige Leser wissen es ja bereits: Ich finde Sofortbild-Fotografie „hat was“. (siehe zum Beispiel hier, hier und hier.) Aus diesem Grunde halte ich immer mal wieder die Augen auf, um besondere Angebote für Impossible-Filme zu finden. Kürzlich war es so weit.
Mit etwas Verspätung kamen dann heute die drei Filme für die SX-70 auch an:

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Jetzt freue ich mich darauf, endlich mal wieder zwischen Schule, Konferenzen, Korrekturen und Anbau etwas Zeit zu finden und die „alte Dame“ ein bisschen auszuführen. 🙂

Eine alte Lady am Hafen…

Vorgestern in Eckernförde war ich mit „kleinem Besteck“ unterwegs: ich hatte nur die Sony HX20V und die Polaroid SX-70 dabei, die „HeXe“ und die „Senior Lady“. Zur HX20 komme ich später.

 

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(Foto: Sony HX20V)

 

Die Lady macht, auch wenn man ihr ihr Alter ansieht, noch eine gute Figur vor dem netten Hintergrund.

Technisch ist sie noch völlig in Ordnung und sie zaubert ganz besondere Bilder auf den Impossible-Film:

 

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Leider nur abfotografiert. Aber die Wirkung kommt „rüber“, denke ich.

Am Schönsten sind aber immer die Blicke der Passanten, wenn sie sehen, dass jemand mit einer SX-70 fotografiert … oder das „klick…rrrrschrrrrr“ hören, wenn die Polaroid den Film ausfährt. 😉

 

 

 

Faszination Sofortbild

Vielleicht liegt es mir in den Genen. Schon mein Vater war von den Polaroids fasziniert. Er hatte zahlreiche verschiedene Kameras:

Die „image system“ war seine letzte Polaroid, irgendwie das „Kronjuwel“. (Bedauerlicherweise ist ausgerechnet die defekt). Seine erste, eine „zip„, habe ich auch noch, doch sie ist leider so tief in den Archiven verstaut, dass ich da jetzt nicht so leicht herankomme. Die „Land 2000“ und die „630 SL“ lagen dazwischen. Er hatte auch noch eine „Land 1000„, doch die habe ich vor ein paar Jahren zusammen mit einer weiteren „zip“ an eine Polaroid-Fotografin in Australien geschickt.

Auch mein Schwiegervater hat übrigens, neben seiner Rollei 35, – wie vermutlich fast jeder Familienvater früher – mit einer Polaroid fotografiert: mit einer „Impulse“.

impulse

Es lassen sich die jeweilen Design-Vorlieben der Zeiten an diesen Kameras herauslesen. 😉

Nachdem mich die Fuji Instax 210 ja wieder zum Sofortbild zurückgeführt hat…

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… ist in mir eine ähnliche Faszination für diese Art der Fotografie erwacht, die ich noch von meinem Vater kenne. Als „ambitionierter“ Hobby-Fotograf, wollte ich aber natürlich etwas mehr Kontrolle über meine Kameras und damit auch über meine Bilder. Also kam zunächst eine Polaroid 330 für den Packfilm FP-100c (der leider von Fujifilm eingestellt wurde und zur Zeit ums Überleben kämpft) zu mir:

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Und schließlich vor ein paar Tagen – endlich! – eine Polaroid SX-70 (II):

Also, dachte ich mir, ich könnte doch den sonnigen Tag heute (der erste nach einer ganzen Weile!), bevor ich meine Tochter vom Reitunterricht hole, ausnutzen und mit den Sofortbild-Kameras das gleiche Motiv fotografieren, für die ich jeweils einen Film hier habe: Fuji Instax 210, Polaroid 330 und Polaroid SX-70 – drei Kameras, drei verschieden Filme.

Der Film aus der Fuji Instax 210 ist ein Fuji-Instax-Sofortbild-Film, der mit relativ neutralen Farben und einer recht guten Schärfe Fotos produziert, die gar nicht mehr an das klassische Polaroid erinnern wollen:

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Auch die Bedienung ist überaus einfach. Viel falsch machen kann man eigentlich nicht.
In der Polaroid 330 hatte ich den Trennbildfilm Fuji FP-100c. Dieser Film gefällt mir von seiner Anmutung her am besten. Eine richtig gute Schärfe und schöne, satte und dennoch sehr neutrale Farben zeigen, dass dieser Film nicht für Amateur-Knipser ausgelegt ist, sondern eher auf den Einsatz in der professionellen Fotografie abzielt, vor allem als Belichtungskontrollmöglichkeit bei Mittelformat-Shootings.

inst_330_fp100c

 

Das Foto ist leider etwas zu dunkel belichtet worden, weil ich die Helligkeit leicht unterschätzt habe und die Kamera auf „dunkler“ nachregelte. Hätte ich gar nicht machen müssen.

Die Polaroid SX-70, die sich als Spiegelreflexkamera sehr genau fokussieren lässt und ein mehr als ordentliches Objektiv bietet, musste ich mit einem SX-70-Film von Impossible Project laden, der einen ganz eigenen Charakter zeigt und an die – positiv formuliert – „künstlerische“ Art des klassischen Polaroid-Films erinnert:

inst_SX70_Impossible

Wie gesagt: gleiches Motiv, gleiches Licht!

Aber gerade das macht meines Erachtens die Sofortbild-Fotografie aus (die bei dem Farbfilm von Impossible mit der Bezeichnung „sofort“ schon sehr großzügig umgeht, bei einer Entwicklungszeit von einer dreiviertel Stunde!). Man kann seinen Film wählen, je nach Bedienungsniveau und Bildergebnis. Schon spannend!

„Vielen Dank“ Fuji(not)film!

Es ist gar nicht so leicht, ein „Vielen Dank“ im Internet sarkastisch zu schreiben…

So gut ich die Firma Fuji finde, wenn es um die Kameras der X-Serie geht, so ätzend finde ich die Art und Weise wie Fuji(not)film* mit den Fans analoger Fotografie umgeht.
Da werden Filme unverschämt teuer gemacht, damit man dann einen Grund hat, aufgrund des schlechteren Abverkaufs die Reihe ganz einzustellen. Das ist nichts anderes als perfide!

Ich habe mir kürzlich nochmal einen Pack Acros 100 Rollfilm gekauft, um wenigstens damit nochmal fotografieren zu können, denn ich bin sicher, sehr lange wird es auch diesen Film nicht mehr geben.

Und nun hat Fujifilm, sorry Fuji(not)film, das Ende des letzten „Peel-Apart“ Sofortfilms angekündigt. Es kam sogar heraus, dass dieser Packfilm schon seit 2012 nicht mehr produziert wird und seitdem nur noch abverkauft wird. Vor einigen Jahren wurde genau das mit dem 3000er Schwarz-Weiß-Packfilm gemacht und nun dies.
Ich kann mir gut vorstellen, dass sobald eine leichte Sättigung auf dem momentan so von Fuji gepushten Instax-Markt gibt, die Instax-Filme das gleiche Schicksal ereilt.

Was ist denn das überhaupt für ein Film?, mag jetzt manch einer denken. Es ist der letzte Trennbild-Sofortfilm auf dem Markt – überhaupt! Und genau das macht diese Abkündigug so tragisch. Wenn Fuji keinen analogen 120er oder 135er Film mehr verkauft. OK, blöde irgendwie, aber dann nutze ich eben andere Marken. Genau DAS ist beim FP-100c nicht möglich. Es gibt KEINE Alternative.

Fujifo100c
In dieser Woche habe ich nochmal ein wenig „aufgestockt“. 40 Fotos kann ich – auch wenn der Film, der zur Zeit in der Polaroid steckt verschossen ist – noch machen. Dann ist Schluss. Es sei denn, ich kaufe noch ein paar Packs mehr. Doch auf Dauer wird das teuer.

„Womit man auf diesen Filmen fotografiert“ fragen Sie? Nun, z.B. hiermit:

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Eine Kamera wie diese faszinierende Polaroid 330 wird bald nur noch als Briefbeschwerer dienen können.

… oder hiermit:

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Die Fotos mit diesem Trennfilm werden richtig gut. Kein Vergleich mit den typischen Polaroids, mit denen Familienväter in den 70ern gruselige Geburtstagsportraits machten. Von der Belichtung und von den Farben her sind sie mindestens so gut wie die modernen Instax-Filme, sie haben nur eine Menge mehr an Charme. Ich muss gestehen, ich bin froh, meinen Kindern diese faszinierende Fotografie noch zeigen zu können.

Die nächsten Fotos, die ich mit der Polaroid 330 mache, werde ich mir sehr gut vorher überlegen. Nicht nur, dass jedes Foto ohnehin etwa €1,50 kostet, nein irgendwann werden es die letzten sein, die ich jemals machen werden kann. Das erinnert ein wenig an den „Kodachrome-Blues“, an dem Fotografen litten als dieser legendäre Diafilm eingestellt wurde. Allein hier, beim Fuji FP-100c, fehlt mir der Glaube daran, dass es tatsächlich kaufmännisch nötig gewesen wäre. Ich denke eher, dass Fujifilm sich ganz aus dem analogen Markt zurückziehen will – also doch Fuji(not)film. Dann bitte streicht die Buchstaben „film“ aus eurem Namen!

Ihr Heuschrecken habt etliche Fotografen und viele treue Fans extrem enttäuscht!

„Vielen Dank!“ (Erneuter Sarkasmus)

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* Dieses Wortspiel habe ich vom Japancamerahunter „übernommen„. Es passt einfach zu gut.