Wenn ein Freund zu Besuch…

… in die Marburger Gegend kommt und die ältere Schwester der neuen Kamera mitbringt – und dann auch noch das Wetter passt! – dann MUSS man sich die Mittagspause einfach irgendwie freischaufeln.

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Meine neue A7II (linke) bekam Besuch von ihrer älteren Schwester, der A7 von Felix. 😉
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Wie sich das für die ältere Dame gehört, hatte sich die A7 „in Schale“ geworfen und ein kleines Ledermänntelchen angezogen. Sie wirkt direkt größer dadurch, nicht wahr? 😉

Da ich nicht so viel Zeit hatte, trafen wir uns an der Burgruine Frauenberg, um zu „schnacken“, zu „knipsen“ und um einen Kaffee zu trinken.

Am meisten haben wir mal wieder gequatscht, zum Kaffee sind wir auch gekommen, nur fotografiert haben wir nicht ganz so viel.

Immerhin habe ich mal ein paar manuelle Objektive an der A7II ausprobieren können.

Das Micro-Nikkor-P.C 3.5/55 macht – verbunden durch den K&F-Adapter – auch an der Sony eine hervorragende Figur:

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Daraus ein 100% Crop:

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Und das alte Meyer-Optik Göritz Primagon 4.5/35 (mit M42-Schraubgewinde) hat mich regelrecht aus den Socken gehauen:

Es zeigt nicht die Bilder, die man mit modernen Objektiven machen würde, aber es ist knackscharf und hat einem ganz besonderen Charakter!

Ich muss meinem guten Freund Jörg mal wieder zustimmen: Die Sony A7 II ist zur Zeit die beste Kamera für das Adaptieren von manuellen Objektiven! So toll die Fujis auch sind, die kommen da nicht ran…

Felix, sowas müssen wir öfters machen!!

Winter-Shooting mit Jessica

“Winter is coming“

(George R.R. Martin, A Game of Thrones)

Ich weiß, ich weiß, da bin ich ziemlich genau eine Jahreszeit zu spät. Doch leider sind diese Fotos noch nicht auf der Website von Meyer-Optik erschienen – und noch länger warten möchte ich nicht.

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Bereits vor einiger Zeit durfte ich – nicht das erste Mal – mit zwei Meyer-Objektiven spielen, diesmal mit einem Trimagon 2.6/95 (für Nikon F)…

und einem Nocturnus 0.95/35 (für µ4/3):

Besonders gespannt war ich natürlich auf das extrem lichtstarke 35er, denn eine Offenblende von f/0.95 ermöglicht auch am relativ „kleinen“ µ4/3-Sensor eine schöne Freistellung.

Doch dieses Mal hatte ich keine Lust auf irgendwelche „Testfotos“ und auf einen „Testbericht“ über die beiden Objektive, die schon einen „besonderen“ Charakter zeigen. Vielmehr hatte ich die Idee, die Fotos mit dem schönen (aber kalten) Winterwetter und einem direkten Bezug zum Modell zu verknüpfen. Die bezaubernde und superliebe Jessica – die schon einmal hier im Blog erschienen ist – studiert u.a. Englisch. Daher suchte ich passende Zitate aus englischen Büchern und versuchte eine Symbiose aus Fotografie und Literartur.

Bitte sehr…

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Meyer Nocturnus 0,95/35; Olmypus PEN E-P3

In winter with warm tears I’ll melt the snow
And keep eternal spring-time on thy face.”
Shakespeare, Titus Andronicus; Act 3, Scene 1

 

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Meyer Nocturnus 0,95/35; Olmypus PEN E-P3

“I wonder if the snow loves the trees and fields, that it kisses them so gently? And then it covers them up snug, you know, with a white quilt; and perhaps it says, „Go to sleep, darlings, till the summer comes again.”
Lewis Carroll, Alice’s Adventures in Wonderland & Through the Looking-Glass

 

 

 

 

 

 

 

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Meyer Trimagon 2.6/95, Nikon Df

“What good is the warmth of summer, without the cold of winter to give it sweetness.”
John Steinbeck, Travels with Charley: In Search of America

 

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Meyer Trimagon 2.6/95, Nikon Df

“Snow flurries began to fall and they swirled around people’s legs like house cats. It was magical, this snow globe world.”
Sarah Addison Allen, The Sugar Queen

 

 

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Meyer Trimagon 2.6/95, Nikon Df

 

“My old grandmother always used to say, Summer friends will melt away like summer snows, but winter friends are friends forever.”

George R.R. Martin, A Feast for Crows

 

 

 

 

 

 

Lieben Dank, Jessica. Das hat mal wieder sehr viel Spaß gemacht. Ein weiteres „Dankeschön“ geht an Benedikt Hartmann von Meyer-Optik, der mir die beiden Objektive zur Verfügung gestellt hat.

Abschließend eine kleine Galerie mit obigen und weiteren Fotos dieses Tages:

 

 

Drei Posts in einem…

Zur Zeit muss ich  mit meinen Kräften arg haushalten, hat mich doch diesmal die „echte“ Grippe erwischt. Also nicht so ein läppischer grippaler Infekt, nein, die wirklich Influenza und ich kann jetzt jeden verstehen, der davon berichtet hat und erzählt, dass es ihn total umgehauen hat. So elend habe ich mich seit Jahren nicht gefühlt.

Aber genug davon. Gerade im Moment habe ich ein kleines Paracetamol-begründetes Hoch und will das ausnutzen, um mal wieder etwas für den Blog zu schreiben. Dafür aber eben drei Themen in einem Artikel. Hat auch was Gutes. So müssen Sie meine Wortverwindungen nicht allzu lange ertragen, zumal ich im Moment ohnehin keine wirklich Garantie über Stil und Inhalt übernehmen will kann. Sie erinnern sich, Grippe und Medikamente.

Nun ja, ich fange einmal damit an, das mein sehr guter Freund Jörg mich neulich in Kommentaren völlig zurecht darauf hingewiesen hat, dass man an einer Leica D-LUX keinen Neoprenhandgurt nutzen darf sollte. Also habe ich mir Gedanken gemacht, welcher Gurt denn wohl am besten zur „109“ passt – die mitgelieferten Gurte finde ich in der Regel nicht so gut. Da kam mir die Idee, dass ich ja bis vor einiger Zeit den dunkelgrünen Leica-Ledergurt an meiner M8 hatte und der natürlich hervorragend an die D-LUX passen würde.

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Da ich aber eine schicke Leder-Tasche speziell für die D-LUX habe und die Kamera nur ohne Gurt dort hinein passt, brauchte ich noch eine Lösung, um den Gurt schnell und effektiv an- und abnehmen zu können. Da kamen mir die Schnellverschlüsse von Eddycam sehr zu pass, die ich bis dahin an der Nikon Df hatte (allerdings unnötigerweise, da ich daran ohnehin nur den schwarzen Elchgurt nutze).

Besser so, Jörg? 😉

OK, zweiter Teil.
Ich habe schon eine ganze Weile nach einer stilvollen Möglichkeit gesucht, meine Akkus zu transportieren. Da ich irgendwie ein Freund von Zweckentfremdungen bin, habe ich mir jetzt eine kleine Ledertasche besorgt, die ursprünglich als „Tabak-Tasche“ konstruiert wurde, die sich aber hervorragend für Akkus und durch einen kleinen Reisverschlusseinsatz innen für SD-Karten eignet.

Diese kleine Tasche ist von „Gusti-Leder, wird in Handarbeit unter fairen Bedingungen in Indien genäht und besteht aus Ziegenleder, das von Tieren stammt, die für die Nahrungs-Produktion gezüchtet werden. Das Leder ist daher eigentlich eine Art „Abfallprodukt“. Zudem wird es nur mit pflanzlichen Produkten bearbeitet. Alles in allem klang das für mich sehr gut. Die Tasche ist sehr gut verarbeitet und fühlt sich sehr gut an. Überrascht war ich allerdings, dass der Tasche ein handgeschriebener Brief beilag von der Person, die diese Tasche eigenhändig genäht hat.

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Das ist übrigens näher an der echten Farbe der Tasche. 😉

Ob dieser Brief, in dem dafür gedankt wird, dass man mit dem Kauf einer Familie hilft, die Kinder zur Schule zu schicken, in erster Linie ein Marketingtrick ist – was ein Zyniker bemerken könnte – kann ich nicht beurteilen, gefallen hat es mir sehr.

Damit komme ich zum dritten Teil:

Wenn ich das nächste Mal auf einen Kurztrip gehe, dann sieht mein „Travel-Set“ folgendermaßen aus:

Mit der Leica D-Lux 109 (inkl. Blitz) und der Nikon S7000 (vor allem für den extremen Telebereich) sowie der Gusti-Tasche habe ich so ziemlich alles dabei, was ich brauche. Was ich damit nicht aufnehmen kann, kann ich eben nicht fotografieren. Ist aber nicht viel. 😉

Hach, jetzt freue ich mich schon auf den nächsten Ausflug, wird aber noch ne ganze Weile dauern…

 

Durchsicht…

Ich muss mich wirklich entschuldigen. Es ist nun über einen Monat her, dass ich hier etwas gepostet habe. Das darf nicht sein. Doch in diesem Jahr ist es seit September der absolute Wahnsinn! Nicht nur, dass die Zeit nach den Herbstferien ohnehin für Lehrer an einer Schule unfassbar arbeitsintensiv sind – die ganzen Korrekturen rauben Stunde um Stunde – nein, in diesem Jahr kommt noch dazu, dass das Schulhalbjahr in Hessen extrem kurz ist, sich die Arbeit daher zusätzlich verdichtet und dass wir zuhause anbauen und ich ziemlich viel in Eigenleistung mache (was wiederum aufgrund des Jobs, für den 50 Stunden von Montag bis Freitag zur Zeit nicht ausreichen, nur am Wochenende geschehen kann).
Ich habe also kaum noch Zeit für irgendwelche Hobbys – leider auch kaum für die Familie 😦 .
In den letzten 8 Wochen habe ich mir einen Samstagvormittag für die Solmser Fotobörse und einen Freitagabend für ein Treffen mit Leica-Freunden auf dem Marburger Weihnachtsmarkt freigenommen. Ansonsten habe ich die ganzen Wochen regelrecht durchgearbeitet und vom Advent kaum etwas mitbekommen.

Aber auch diese Zeit geht irgendwann vorbei und unser Arbeitsplan ist noch bis zum 23.12. gefüllt, danach ist erst einmal etwas Freizeit über Weihnachten angesagt, bevor es wieder weitergeht mit der Einrichtung der Zimmer.

Wie auch immer, jetzt, kurz vor 9 am Abend, die Korrekturen für heute sind erledigt, möchte ich unbedingt über ein kleines Gadget schreiben, bei dem ich mich frage, warum ich es nicht schon viel länger habe.

Es ist ja bekannt, dass ich völlig begeistert von meiner Nikon Df bin – das bin ich noch immer. Ich finde an dieser Kamera so ziemlich alles fantastisch, auch den Sucher, den ich von Anfang an als angenehm groß empfand. Kürzlich jedoch stolperte ich über diesen Artikel: Nikon DK-17M Review und war überrascht wie begeistert dort über dieses Vergrößerugsokular geschrieben wird. Also habe ich es mir bestellt.

 

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Es fällt kaum auf, dass ein Vergrößerungsokular an der Nikon steckt.

 

Nachdem es geliefert wurde und ich an die Df geschraubt hatte, wollte ich zunächst meinen Augen nicht trauen. Ich montierte es wieder ab, das normale Okular und dann den DK-17M wieder an. Es war wahr! Das ohnehin schon große Sucherbild der Df wird nochmals deutlich vergrößert, ohne jedoch etwas abzuschneiden. Ganz großartig – vor allem für mich als Fan der „manuellen“ Nikkore!

 

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Der Effekt lässt sich eigentlich nur richtig erkennen, wenn man durch den Sucher schaut, doch diese Fotos, die ich durch den Sucher mit der kleinen Leica C-Lux 2 gemacht habe, geben einen ersten Eindruck von der Veränderung.

 

Der DK-17M bleibt nun definitiv an der Nikon Df! Das originale Okular wird nur noch als Ersatz aufgehoben.

Merry Old England…

… OK, ganz so alt ist sie nun doch nicht, die schnuckelige Kodak Brownie 127, die ich heute in einem kleinen Fotogeschäft in den „Pantiles“ gefunden habe.

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Was macht man mit solch einer Kamera denn?„, fragen Sie? Nun, man kann ja immer noch versuchen, damit zu fotografieren. Der Verschluss läuft noch einwandfrei, etwa mit einer 1/60 Sekunde. Den Film (Format 127) wird man wohl kaum mehr finden, aber ich habe da schon eine Idee, wie ich einen Kleinbildfilm da hinein bekomme. Das wird wohl mein nächstes lomographisches Projekt. Außerdem konnte ich an diesem Bakelit-Schmuckstück einfach nicht vorbei gehen. Es handelt sich um die erste Version der wohl am weitesten in Großbritannien verbreitetn 127er Kamera. Für einen Englandfan wie mich, ist das beinahe ein „must-have“. 😉

Ach ja, im gleichen Geschäft fand ich noch einen kleine Kamera für einen unfassbar günstigen Preis – das Pfund steht im Moment für Euro-Zahler sehr gut. Meine kleine „Hexe„, die Sony HX20V, welche ich als Hosentaschenreisekamera gekauft habe und die mir hier bereits sehr gute Dienste geleistet hat, wird nun an meine Tochter weitergeben, die in London damit liebend gerne fotografiert und sie geradezu sehnsüchtig immer wieder in die Hand genommen hat. Die HX20V hat ihren Nachfolgerin in meiner Hosentasche gefunden:

Ab jetzt muss die noch kompaktere Nikon Coolpix S7000 als „Immerdabeireisekamera“ ran. Ich hoffe, dass sie sich ebenso gut bewährt wie die kleine Sony. Nur ‚mal drei aktuelle Beispiele (mit der „Hexe“ fotografiert“:


Nun muss ich nur noch einen Kosenamen für die S7000 finden. Hmmm…. „Nicky“ vielleicht. 😉

(Ich bitte die Qualität der Kamera-Fotos zu entschuldigen, die ich bei extremem „Lowlight“ – eine kleine Nachttischlampe –  in unserer Cottage mit dem Handy gemacht habe.)

 

Tamron SP 3.5-5.6/24-135 …

Kann ein Zoom denn Sünde sein?
Als bekennender Fan von Festbrennweiten (als Leica-M-Liebhaber bleibt einem ja ohnehin kaum eine andere Wahl) greife ich dennoch hier und da gerne auf ein Zoom zurück: bei Veranstaltungen an der Schule, im Urlaub usw. ist ein ordentliches Zoom-Objektiv schon nützlich und, wie man so schön auf neu-deutsch sagt, „echt convenient“.

Kürzlich habe ich hier im Blog  ein paar Universal-Zooms vorgestellt. Eines davon war das Tamron SP 3.5-5.6/24-135 Aspherical IF AF, dass ich erst seit sehr kurzem habe (weil ich es sehr günstig finden konnte) und dass sich vor allem durch eine überaus nützliche Brennweitenspanne auszeichnet. Mehr Weitwinkel als 24mm benötigt man ja nicht so oft und mit 135mm ist man im mittleren Telebereich auch schon ganz gut bedient. Im Grunde ersetzt solch ein Zoom sieben „klassische“ Brennweiten (24, 28, 35, 50, 85, 105 und 135mm), von der Lichtstärke, die bei Festbrennweiten natürlich höher ist, mal abgesehen.

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Klar, ich höre jetzt den Einspruch, den ich völlig nachvollziehen kann, dass ein Zoom ja nie die Leistung eines Objektiv mit fester Brennweite erreichen kann. Doch es kommt ja beim Fotografieren immer darauf an, ob „gut“ auch „gut genug“ ist. Und da kann ein ordentliches Zoom-Objektiv eben eine ausreichend gute Leistung bringen, ganz je nach Erwartungshaltung.

Die Nikon Df hat – und das ist fasziniert mich an ihr – die Fähigkeit, auch aus Objektiven, die man nicht zur Top-Klasse zählen würde, eine sehr ordentliche Bildqualität herauszuholen, woran das auch immer liegen mag.
Das scheint ihr auch mit dem Tamron 24-135 zu gelingen. Oder ist das Objektiv vielleicht einfach ein sehr gutes?

Nun ja, es ist zumindest ein echter Preis-Leistungs-Sieger! Ich habe keine €100,- dafür bezahlt, für ein Exemplar in sehr gutem Zustand. Die Verarbeitung und die Haptik sind völlig in Ordnung und die Leistung? Nun, sehen Sie selbst…

Ich denke, da gibt es nicht viel zu meckern. Das Bokeh gefällt mir für ein Zoom sogar außerordentlich gut!

Das Tamron SP 24-135 kann ich wirklich empfehlen für jeden, der ein Zoom dieser Brennweitenspanne sucht und kein Vermögen ausgeben möchte. 🙂

„Studis aus Marburg“

Vor einiger Zeit habe ich ja bereits über eine Kooperation zwischen RetroCamera und Meyer-Optik geschrieben: „Der beste Kaffee in Marburg„.

Inzwischen sind auch meine „Studi-Portraits“ auf der Meyer-Optik-Website online: >>deutsch<< und >>englisch<<.

Da aber für die Website nur jeweils ein Foto pro Person ausgesucht wurde und ich auch nicht so 100% zufrieden mit der Darstellungsqualität dort im Blog bin – die Fotos wirken auf mich ein wenig unscharf – möchte ich hier mehr Fotos aus dieser Session in meinem Blog zeigen.

Aufgenommen wurde die Bider ausnahmslos mit einem Meyer-Optik Somnium 1.5/85 an meiner Nikon Df, meist bei Offenblende oder abgeblendet auf höchstens f/2.8, da die Besonderheit des Objektivs bzgl. der Bokeh-Highlights herauskommen sollte.

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Alles passiert bei natürlichem Licht, lediglich unterstützt durch einen Goldreflektor. Die Nachbearbeitung erfolgte per Lightroom CC, Photoshop CC und ein kleinwenig mit PortraitPro für die Feinheiten.

Einen lieben Dank an meine Studierenden! Es hat enorm viel Spaß gemacht mit dieser tollen Truppe!