Es gibt nicht viele Freunde…

…mit denen man sowas machen kann!

Als ich heute am Karfreitag um 6:45 Uhr aufwachte, früher als geplant, aber ausgeschlafen und runter ging, um mir einen Kaffee zu machen – ich wollte unsere Kinder abholen, die ein paar Tage bei ihrer Oma Ferien gemacht hatten – und das sonnige Wetter draußen sah, kam mir der Gedanke, einen Zwischenstopp bei Leica in Wetzlar einzulegen (liegt gewissermaßen auf dem Weg). Von diesem Gedanken war der Weg zur Idee nicht mehr weit, meinen Freund und Foto-Kumpel Jörg per WhatsApp eine Nachricht zu schicken, ob er nicht völlig spontan Lust auf ein Treffen hat.

screenshJetzt mal ehrlich, wer kann sofort und ohne lange zu überlegen einen Menschen nennen, der auf so eine verrückte Idee am Karfreitagmorgen (!) nur antwortet: „Ja. Wann?“ Dafür mag ich ihn so! 😉
Danke für deine Spontanität, danke für deine Freundschaft!

Also habe ich meine Kameratasche gepackt, zwei Thermostassen mit Kaffee befüllt – als erfahrener Leitz-Park-Besucher wusste ich, dass das Café Leitz an Feiertagen geschlossen ist – und los ging’s.

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(C) Jörg Langer

Nun, Leser, die diesem Blog schon länger folgen, wissen, dass sich ein Treffen mit dem Taschenfreak Jörg nicht nur auf angenehme Gespräche beschränkt. Mindestens einer von uns beiden hat mindestens ein neues „Spielzeug“ dabei, das er dem anderen zeigen will. Meist aber beide. 😉 So auch heute.
Mehrere Leicas, diesmal vor allem ältere digitale Modelle, eine Minolta SR7 mit dem wunderbaren 1.4/58 und eine Agfa Isoly (die ich im Moment als Toycamera liebend gerne nutze und mit der ich heute ein Experiment gemacht habe, dazu später mehr) lagen dort auf der Granitsitzgelegenheit.

So ähnlich sieht es fast immer aus, wenn wir irgendwo einfallen.

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(C) Jörg Langer

Jörg, auch Stativfreak, hatte ein ganz besonderes Gimmick dabei: einen DJI Osmo Gimbal. Faszinierendes Teil, das wir bei Sonnenschein im Leitz-Park ein wenig ausprobiert haben.

Natürlich habe ich das super Wetter auch genutzt, um ein wenig mit dem Leica Fisheye Elmarit-R 2.8/16 an der Leica Digilux 3 zu fotografieren, da ich mal sehen wollte, wie sich dieses Kleinbild-Fisheye als Weitwinkel am 4/3-Sensor nutzen lässt. Antwort: sehr gut!

Ein Fisheye-Effekt ist kaum zu sehen, da man ja ohnehin nur ein zentrales Viertel des Bildes nutzt. Es lässt sich zudem mit wenigen Klicks der letzte Rest der Fisheye-Verzerrung entfernen, wobei man natürlich etwas an Bildinformation und Bildwinkel verliert:

Digilux3fe16adf

Auch meine Digilux 1 mit „Franken-Akku“ wollte ich kurz ausprobieren:

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Klappt in der Tat! 🙂

q1Nachdem ich Jörg von dem Gurt vorgeschwärmt hatte, den er mir Anfang März geschenkt hat, musste ich ihm mitsamt Langer-Gurt und meiner Leica D-Lux 109 Modell stehen. Eigentlich stehe ich ja hinter der Kamera – und das Sakko hätte ich auf der Fahrt besser ausgezogen. Außerdem hatte ich doch tatsächlich den Gurt verdreht umgehängt. Nun ja. Es ist jedenfalls ein toller Gurt, der vor allem genau die richtige Länge für mich hat.

Die D-Lux kam naürlich auch zum Einsatz:

Jörg hat auf seinem echt Bookmark-würdigen Blog das Treffen auch beschrieben: „Spontan ist am besten…

Und seit einiger Zeit hat er auch einen Vlog auf Youtube! Unbedingt ansehen und abonnieren!!

Ein mal wieder wunderbarer Vormittag bei tollem Wetter mit einem guten Freund, mit dem ich eines meiner Hobbys teile. Mehr darf man für einen Karfreitag kaum erwarten. Dass dann noch das Essen bei meiner Mutter ganz vorzüglich war, sei hier nur am Rande erwähnt. 😉

Ach ja, ich schrieb oben ja etwas vom Isoly-Experiment. Heute hatte ich einen abgelaufenen Kodak Portra 160 in der Kamera, deren Bildfenster ich zuvor mit teiltransparentem Tape maskiert hatte:

isolymaske

Auf diese Fotos bin ich sehr gespannt. Leider wird die Entwicklung gut zwei Wochen dauern. Also, Geduld ist angesagt.

Ich wünsche allen „Followern“ frohe Osterfeiertage!

„Franken-Akku“

Vielleicht weiß es der eine oder andere schon, ich recherchiere gerade im Auftrag von Leica Historica über die Geschichte der Leica Digitalkameras. Da es inzwischen seit 20 Jahren digitale Kameras von Leica gibt, und ein Digitaljahr gut und gerne 5 Analogjahren entspricht – ist so ähnlich wie mit Hunden 😉 – wird es Zeit, die digitalen Fotoapparate in das Blickfeld aufzunehmen. (Der erste Teil wird sich im Vereinsmagazin VIDOM mit der Leica S1 beschäftigen. Aber das nur am Rande. Dazu im Sommer dann mehr…)

Wenn man also Nachforschungen zu Digitalkameras von Leica betreibt, möchte man natürlich nicht nur darüber lesen, sondern auch selbst mit welchen fotografieren. (Auch dazu später mehr.) Spannend wird die ganze Sache zudem, da es von den digitalen Leica-Kompaktkameras fast immer „Schwestermodelle“ von den Kooperationspartnern – zunächst Fujifilm, dann Panasonic – gab (und gibt).

Inzwischen hat sich bei mir ein recht umfangreiches Set an „alten“ Digitalmodellen angesammelt: Digilux Zoom, Digilux 4.3, D-Lux, D-Lux 2, C-Lux 2, Digilux 3, D-Lux (109) (fast meine derzeitige Lieblingskamera!). Die Digilux 2 hatte ich mal und die M8 habe ich ja schon länger. Außerdem stehen mehrere Schwesterkameras von Fuji und Panasonic (Lumix) hier.
Natürlich möchte ich kein Vermögen für diese Kameras ausgeben und dummerweise werden selbst ältere Modell von Leica noch hochpreisig gehandelt. Mit ein weig Geduld aber findet man diese Kameras für bezahlbares Geld. 🙂

Hin und wieder ist so eine Digitalkamera auch regelrecht günstig – vor allem dann, wenn man bereit ist, den einen oder anderen kleinen Fehler in Kauf zu nehmen. Vor einiger Zeit hatte ich die Gelegenheit, eine Leica Digilux 1 (deren Schwestermodell, die Panasonic Lumix LC5 ich schon lange habe) sehr günstig zu erwerben. Der Verkäufer hatte deutlich gemacht, dass die Kamera nur noch am Netzteil funktioniert, nicht aber mehr mit Akku. „OK„, dachte ich, „dann ist die Kamera an sich ja noch in Ordnung. Es wird also entweder am Akku selbst liegen oder es ist eine Leitung kaputt, die die Energie vom Akku in die Kamera überträgt.“ Um die Kamera zu fotografieren und ein paar Testfotos zu machen, ist das kein Problem. Also griff ich zu.

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Die Kamera ist in einem ansonsten sehr guten Zustand und funktioniert tatsächlich so, wie der Verkäufer es beschrieben hatte: wunderbar am Netzteil, gar mit Akku – egal, mit welchem.

Ein zwei Tage später kam mir dann die Idee, dass es da doch auch einen Workaround geben müsse und zwar, ohne die Kamera aufzuschrauben. Wenn man die Digilux 1 mit dem Netzteil betreiben kann, müsste man nur eine Art mobiles Netzteil bauen.
Nach ein wenig Recherche, wusste ich, wie ich es angehen wollte.

Da die Kamera am Netzteilanschluss 9V benötigt, bestellte ich mir kurzerhand einen Clip für einen 9V-Block und einen passenden Netzteiladapter, mit dem ich den zu dicken Stecker auf den Anschluss in der Kamera verjüngen konnte. Diese beiden Teile haben mich keine €6,- gekostet.

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Als ich aber die erste 9V-Batterie (eine billige „Aerocell“) ausprobierte, ging die Kamera zwar an, flackerte allerdings nur kurz und war umgehend wieder aus. Die 9V waren da, doch an der Leistung der Batterie mangelte es. So ein üblicher 9V-Block liefert zwar die 9V-Nennspannung, aber gerade einmal 300 mAh (als Zink-Kohle-Version) bzw. 500-600 mAh (als Alkali-Mangan-Zelle). Die 9V-Blockbatterie ist ja gemacht für die Geräte, die eine recht hohe Spannug benötigen aber nicht so energiehungrig sind. Defintiv also zu schwach für eine Digitalkamera!

Immerhin fiel mir ein, das es seit einiger Zeit, speziell für Rauchmelder, leistungsfähigere 9V-Block mit Lithium-Technologie gibt. Da diese bis zu 1200 mAh liefern können und die Digilux 1 eigentlich Akkus nutzt mit 7,2 V und 1400 mAh (allerdings im Akkuschacht), könnte das also reichen.

Daher besorgte ich mir ein paar Varta Industrial 9V-Lithium-Blocks und siehe da: es funktionierte!

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Per Klettband unten befestigt und angeschlossen an der 9V-Netzteilverbindung der Kamera, kann man nun die „defekte“ Leica Digilux 1 mobil nutzen.

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Man sollte aber unbedingt, nach der Nutzung die Batterie von der Kamera trennen. Dann vergisst die Digilux zwar das Datum, doch ansonsten wird der 9V-Block über Nacht leer gesaugt.

Ist das nun nicht echt teuer? Und zudem nicht gerade umweltveträglich?
Teuer ist es nicht unbedingt. Solche Varta-Blöcke gibt es im Angebot für etwa 1€ pro Stück. Gut für die Umwelt ist es hingegen sicherlich nicht. Aber das ist ja auch keine Dauerlösung, sondern soll mir nur ermöglichen, ein paar Fotos mir der Digilux 1 zu machen. So richtig möchte man solch eine Kamera ja ohnehin kaum mehr nutzen, oder?

„Nu‘ isse wech…“

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Ja, ich habe es in der Tat getan. Ein Teil von mir weiß auch noch immer nicht warum. Ich habe meine Fuji X-T1 verkauft!

(An dieser Stelle bitte gedanklich das „Waaaas? Wieso das denn??“-Emoticon einfügen…)

Wer diesen Blog zum ersten Mal besucht, wird sich nun vermutlich ebenso wie ein treuer Leser die berechtigte Frage nach dem Grund stellen. Wiederholt habe ich die X-T1 als eine meiner „Kameras des Jahres“ bezeichnet und dennoch verkaufe ich sie?

Um ehrlich zu sein, hatte das zwei Gründe.

109aZum einen habe ich mir durch den Verkauf meinen lange geträumten Traum einer Leica D-Lux (109) erfüllen können, ohne meine angetraute, bessere Hälfte völlig in den Wahnsinn zu treiben.

Und zum anderen wurde mir immer klarer, dass ich die X-T1 – so toll ich die Kamera auch finde – kaum mehr benutzt habe.

Da stellt sich natürlich bei beiden Feststellungen die Frage nach dem „Warum“, sozusagen dem „Warum zweiter Ordnung“.

Die Leica D-Lux ist nicht die „bessere“ Kamera im Vergleich zur X-T1, ganz sicher nicht. Ich würde sogar sagen, dass rein objektiv, die Fuji in so ziemlich allen Belangen „besser“ ist. Die D-Lux ist aber nochmals kompakter und kann etwas, das die Fuji X-T1 nie so ganz erreicht hat: sie hat mich ins Herz getroffen.
Ich habe ja schon des öfteren geschrieben, dass es bei mir mit Kameras ist wie mit Jeans: entweder man merkt sofort, dass sie passt, oder man wird nie ganz damit warm.
Das ist wohl der Grund, warum ich die X-T1 habe gehen und die D-Lux einziehen lassen.

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Eine letzte Aufnahme der X-T1.

Noch immer bin ich von der X-T1 begeistert. Was sie alles kann, was sie alles sehr gut kann, ist so ziemlich alles, das man als Fotograf braucht.

Der Sensor ist großartig, die Kamera liegt sehr gut in der Hand (vor allem mit dem Extra-Griff) und sie ist eine echte „Retro“-Kamera! Durch die Räder auf ihrer Schulter kann man mit ihr fotografieren und muss nur sehr selten ins Menü, um Einstellungen zu verändern.

Doch warum habe ich die Fuji X-T1 denn so selten benutzt? Die Antwort ist so lapidar wie logisch: eine Kamera ist immer nur so gut wie die Objektive, mit denen man sie nutzt.
Mein Fuji-System habe ich nie so richtig ausgebaut. Mein Nikon-Set ist über-komplett, für die Leica M8 habe ich alles, was ich brauche. Doch um mein Fuji-Set „rund“ zu machen, hätte ich mir das 1.4/16, das 1.4/23 und das 2.0/90 kaufen müssen. Das hätte mich dann so um die 3000€ zurückgesetzt – und das wollte ich einfach nicht. Wenn einem aber die richtigen Objektive „fehlen“, nutzt man eine Kamera einfach nicht. Eine sehr einfache Rechnung.
Wer nur das Fuji-System nutzt, geht eben diesen Weg und wird sicherlich sehr glücklich damit werden. Die Objektive sind mindestens so toll wie die Kameras. Wer aber, wie ich, außer mit Fuji noch mit Nikon und Leica M fotografiert (ohne Geld mit dem Hobby zu verdienen), für den werden die Fuji-Objektive einfach zu teuer.
Was mir von Fuji bleibt, ist eine Art „Kern“: meine X-E2, das 18-55 und das 1.4/35 – sowie zahlreiche Adapter für M- und F-Objektive. Das reicht für ein „Drittsystem“ völlig. Zumal ich mir vor kurzem auch eine Olympus PEN E-P3 angelacht habe und diese kleine Kamera mir – ein wenig überraschenderweise – einen Heidenspaß macht. (OMG, welch ein Luxus-Problem!)

So habe ich also die X-T1 heute in sehr gute Hände bei einer leckeren Tasse Kaffee persönlich übergeben. Die Stelle, die die Fuji inne hatte, nimmt nun die PEN ein und als „Ich-nehme-nur-eine-kleine-Kamera-mit“-Kamera spielt die Leica D-Lux (109) eine große Rolle in meinem „Fotohobby-Leben“.

Bevor mir aber jetzt noch die Anführungszeichen ausgehen, schließe ich mit diesen Bildern der Leica D-Lux und ihrer Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Großmutter den Artikel – nicht ohne eine kleine Träne in den Augenwinkeln. 😉

„Fake News“? Nö, „Fake Leica“!

Nein, das wird kein Rant über die „Fake News“-Bewegung, die sich immer breiter zu machen scheint – wenn selbst die USamerikanische Regierung sich dessen bedient und seriöse Medien damit „abwatschen“ will, dann ist eine Grenze überschritten. Nein, das wird es hier nicht – obwohl es mir schon unter den Fingernägeln brennt, darüber zu schreiben. Sie merken das. Doch das gehört nicht in einen Foto-Blog.

Hier geht es auch um Fakes, aber um welche, die gerade (und wohl noch für einige Monate) im Leitz-Park in Wetzlar ausgestellt werden. Dort findet man ja wechselnde Ausstellungen und die derzeitige, von meinem Vorstandskollegen und Leica-Freund Lars Netopil aufgebaute und kuratierte, behandelt „Fake Leicas“. Ein, wie ich finde, hochspannendes Thema!

Da ich am letzten Wochenende nach Wetzlar zur Vorstandssitzung von Leica Historica musste durfte (und wollte), habe ich das natürlich mit einem erneuten Besuch im Leitz-Park verbunden. Ganz im Ernst, wer noch nicht dort war, sollte das schleunigst einmal nachholen. Es lohnt sich!

fakeleica1

Wo sonst kann man – völlig kostenlos – verschiedene Foto-Galerien, die Leica Geschichte und immer die eine oder andere interessante Ausstellung zum Thema „Leica“ anschauen?

In der „Fake Leica“-Ausstellung findet man Nachbauten (also keine wirklichen Fakes, da diese nicht die Bezeichnung „Leica“ oder „Leitz“ tragen) …

fakeleica7 … aus China…

fakeleica5… von Nikon …

fakeleica4… von Minolta…

fakeleica6… mit „Lunar“-Objektiv und zahlreiche andere.

Ebenso werden wirkliche Fälschungen gezeigt:

fakeleica3Von den dreisten russischen Fake-Versionen von Sondermodellen über völlig absurde „Leica“-Modelle, die nicht im Entferntesten Ähnlichkeit mit irgendeiner Leica haben…fakeleica2

… bis hin zu…

fakeleica9… überaus edlen Nachbildungen, wie dieser „Red Flag“ aus China, für die sogar Objektive 1:1 kopiert wurden…
fakeleica8
… und die heute zu extrem hohen Preisen (fünfstellige €-Beträge!) gehandelt werden.

Eine absolut lohnenswerte Ausstellung!

Selbstverständlich war danach noch Zeit für einen Espresso bei meinem Wetzlarer Lieblingsröster. (In Marburg gehe ich ja immer in die „Bohne„, in Wetzlar zu Kaffee Danin.)camcoffwetzlar

Die Fotos für diesen Artikel habe ich übrigens – Asche über mein Haupt – mit meinem Handy gemacht. 😉

Drei Posts in einem…

Zur Zeit muss ich  mit meinen Kräften arg haushalten, hat mich doch diesmal die „echte“ Grippe erwischt. Also nicht so ein läppischer grippaler Infekt, nein, die wirklich Influenza und ich kann jetzt jeden verstehen, der davon berichtet hat und erzählt, dass es ihn total umgehauen hat. So elend habe ich mich seit Jahren nicht gefühlt.

Aber genug davon. Gerade im Moment habe ich ein kleines Paracetamol-begründetes Hoch und will das ausnutzen, um mal wieder etwas für den Blog zu schreiben. Dafür aber eben drei Themen in einem Artikel. Hat auch was Gutes. So müssen Sie meine Wortverwindungen nicht allzu lange ertragen, zumal ich im Moment ohnehin keine wirklich Garantie über Stil und Inhalt übernehmen will kann. Sie erinnern sich, Grippe und Medikamente.

Nun ja, ich fange einmal damit an, das mein sehr guter Freund Jörg mich neulich in Kommentaren völlig zurecht darauf hingewiesen hat, dass man an einer Leica D-LUX keinen Neoprenhandgurt nutzen darf sollte. Also habe ich mir Gedanken gemacht, welcher Gurt denn wohl am besten zur „109“ passt – die mitgelieferten Gurte finde ich in der Regel nicht so gut. Da kam mir die Idee, dass ich ja bis vor einiger Zeit den dunkelgrünen Leica-Ledergurt an meiner M8 hatte und der natürlich hervorragend an die D-LUX passen würde.

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Da ich aber eine schicke Leder-Tasche speziell für die D-LUX habe und die Kamera nur ohne Gurt dort hinein passt, brauchte ich noch eine Lösung, um den Gurt schnell und effektiv an- und abnehmen zu können. Da kamen mir die Schnellverschlüsse von Eddycam sehr zu pass, die ich bis dahin an der Nikon Df hatte (allerdings unnötigerweise, da ich daran ohnehin nur den schwarzen Elchgurt nutze).

Besser so, Jörg? 😉

OK, zweiter Teil.
Ich habe schon eine ganze Weile nach einer stilvollen Möglichkeit gesucht, meine Akkus zu transportieren. Da ich irgendwie ein Freund von Zweckentfremdungen bin, habe ich mir jetzt eine kleine Ledertasche besorgt, die ursprünglich als „Tabak-Tasche“ konstruiert wurde, die sich aber hervorragend für Akkus und durch einen kleinen Reisverschlusseinsatz innen für SD-Karten eignet.

Diese kleine Tasche ist von „Gusti-Leder, wird in Handarbeit unter fairen Bedingungen in Indien genäht und besteht aus Ziegenleder, das von Tieren stammt, die für die Nahrungs-Produktion gezüchtet werden. Das Leder ist daher eigentlich eine Art „Abfallprodukt“. Zudem wird es nur mit pflanzlichen Produkten bearbeitet. Alles in allem klang das für mich sehr gut. Die Tasche ist sehr gut verarbeitet und fühlt sich sehr gut an. Überrascht war ich allerdings, dass der Tasche ein handgeschriebener Brief beilag von der Person, die diese Tasche eigenhändig genäht hat.

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Das ist übrigens näher an der echten Farbe der Tasche. 😉

Ob dieser Brief, in dem dafür gedankt wird, dass man mit dem Kauf einer Familie hilft, die Kinder zur Schule zu schicken, in erster Linie ein Marketingtrick ist – was ein Zyniker bemerken könnte – kann ich nicht beurteilen, gefallen hat es mir sehr.

Damit komme ich zum dritten Teil:

Wenn ich das nächste Mal auf einen Kurztrip gehe, dann sieht mein „Travel-Set“ folgendermaßen aus:

Mit der Leica D-Lux 109 (inkl. Blitz) und der Nikon S7000 (vor allem für den extremen Telebereich) sowie der Gusti-Tasche habe ich so ziemlich alles dabei, was ich brauche. Was ich damit nicht aufnehmen kann, kann ich eben nicht fotografieren. Ist aber nicht viel. 😉

Hach, jetzt freue ich mich schon auf den nächsten Ausflug, wird aber noch ne ganze Weile dauern…

 

Alte Tasche reaktiviert…

… zumindest vorübergehend. 😉

Seit kurzem habe ich ein neues Juwel in meiner Sammlung: die Leica D-Lux (109). Ich schreibe ganz bewusst „Juwel“, denn ich bin völlig begeistert von der Kamera. Doch dazu in einem anderen, späteren Artikel.

Da ich meine Kameras ungern einfach so herumtrage, sondern sie am liebsten in einem Half-Case, mindestens aber in einer Tasche transportiere, habe ich mir beides für die D-Lux bestellt. Auf die Lieferung warte ich aber noch, also habe ich einmal in meiner nicht wirklich kleinen Taschensammlung gesucht und eine Tasche gefunden, in welche die „109“ richtig gut hereinpasst. Und was das Beste ist, diese Ledertasche stammt auch von Leica (Leitz):

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Es handelt sich um die Tasche für die „alte“ Leica CL.

Diese schöne Ledertasche scheint wie für die „109“ gemacht zu sein:

taschecl109ab

Sie passen richtig gut zusammen, die beiden:

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Und dennoch, sobald ich speziell für die D-Lux angefertigten Taschen hier sind, wird die CL-Tasche wieder abgelöst, denn gepolsterten Schutz bietet sie leider nicht.

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Hier schonmal drei Berichte zur D-LUX 109:
LEICA D-LUX (TYP 109) REVIEW
Leica D-LUX (Typ 109) – The ‚Pocket Rocket‘
LEICA D-LUX (typ 109) User Report