Es gibt nicht vieles,…

… das mehr Spaß macht und besser die Akkus auflädt als einen Abend mit einem richtig guten Freund zu verbringen. Das habe ich letzten Mittwoch wieder einmal erfahren. Relativ spontan hatten mein (inzwischen langjähriger) Freund Jörg und ich uns für den Mittwoch-Nachmittag bei Leica verabredet. Da dies der erste freie späte Nachmittag seit Wochen für mich war, freute ich mich sehr darauf. Als wir – trotz Schneefall und dusseligen Verkehrsteilnehmern, die ab sieben Schneeflocken Panik bekommen – bei Leica ankamen, wunderten wir uns ob des großen Betriebs dort. Im Gespräch mit Stefan Daniel, Leiter des Produktmanagements bei Leica, erfuhren wir, dass genau an diesem Tag ein Weihnachtsmarkt für die Belegschaft stattfand – für uns eher ungünstiges Timing, grundsätzlich aber eine wunderbare Idee einer Firma. Es zeigt sich wieder einmal, dass es schon etwas Besonderes sein muss, ein „Leitzianer“ (oder heute „Leicanianer“?) zu sein.

Wie auch immer, wir entschieden uns dann, da wir beide ohnehin hungrig wurden, etwas Essen zu gehen. Unsere Wahl fiel auf das „Paulaner“ in Wetzlar, da das „Tasch“ noch nicht geöffnet hatte und man direkt am Lokal an der Lahn gut parken kann.

Es wurde ein überaus angenehmer Abend voller interessanter, fröhlicher wie auch ernster Gespräche zwischen zwei Mittvierzigern, die sich nun schon eine ganze Weile und inzwischen auch ziemlich gut kennen und unterschiedlichen Biografien zum Trotz geradezu erstaunlich dicht auf „einer Welle“ schwimmen. Soetwas – man hat das Gefühl, sich wirklich alles erzählen zu können – ist in der Tat selten.
Lecker zu essen, stört einen solchen Abend außerdem auch nicht. 😉

Natürlich kam es auch mal wieder zu einem Fototechnik-Begrabbeltisch, der sogar die Aufmerksamkeit der anderen Gäste weckte. Ein Herr  vom Nachbartisch, der früher wohl bei Leica arbeitete, verwickelte uns in ein ausgedehntes Gespräch, in dem wir viel über seine berufliche Biografie erfahren durften. 😉

Diese tollen Eindrücke in S/W sammelte Jörg mit seinem iPhone. Ich zeige sie hier mit seiner Erlaubnis:

Die „Würze des Lebens“

Mit diesem etwas pathetisch klingenden Titel melde ich mich nach gut zwei Wochen wieder im Blog. Schon wieder gibt es derzeit so viel zu tun, dass mir nicht viel Zeit für Hobbys bleibt – und dabei haben die Korrekturwochen noch nicht einmal angefangen! Was soll das nur geben?

Aber genau darum geht es hier! Ich möchte mich nicht mehr von beruflichen Pflichten derart einnehmen lassen. Ich möchte Zeit haben für meine Familie, für meine Freunde und für meine Hobbys. Muss immer erst ein naher Bekannter schwer erkranken, bevor man sich selbst wieder daran erinnert? Die „Würze des Lebens“ ist nicht das „Geldverdienen“. Klar, es ist heute wichtig, vielleicht wichtiger denn je, doch es darf nicht zum Wichtigsten werden.
Ein Essen wird erst dann schmackhaft, wenn man es würzt – und im Leben besteht diese Würze aus den vielen kleinen Momenten mit der Familie und guten Freunden, die man genießen kann, die einen vom Alltag entfernen und die die eigenen Akkus besser aufladen als drei faule Stunden auf der Couch. An diesem Wochenende habe ich mich nicht nach der Arbeit gerichtet, die bei mir schon wieder auf dem Schreibtisch liegt, sondern habe mir zwei „Auszeiten“ gegönnt: eine, die schon etwas länger geplant war und eine, die sich gestern ganz sponten für heute ergeben hat. Was will ich sagen? Das hat sooo gut getan!

Gestern, am späten Nachmittag, hatte ich eine kleine Fotosession SVGirls_FB_Motiv-1bmit den Fußballdamen des SV Großseelheim, des Nachbardorf-Vereines, für den mein Sohn auch Fußball spielt. Die Mädels feierten ihr 5-jähriges Teamjubiläum und ihre „Kapitänin“ (heißt das so?) hat heimlich mit mir diese Fotosession ausgemacht. Gruppen- und Einzelportraits der Spielerinnen in Spiel- als auch in „Party“-Kleidung waren angesagt. Ladies, das hat einen Riesenspaß mit euch gemacht!

 

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Die Fotos in groß und die Portraits bleiben den Damen vorbehalten.

Und wenn die Damen mir später am Abend, als ich ihnen die ersten schnellen Ergebnisse geschickt habe, per WhatsApp noch ein „Trullala“ singen, dann ging es ihnen wohl ähnlich. 😉

 

Kurz vorher erhielt ich eine Nachricht von meinem guten Freund Jörg, der Name ist den Blog-Lesern hier ja schon bekannt, ob ich denn nicht Lust hätte mich morgen (also heute) früh mit ihm zu treffen. Es sei doch schließlich Fotobörse in Frankfurt und wenn die nicht interessant wäre, dann könne man doch gemeinsam einen Kaffee trinken.
Kurz in den Familienkalender geschaut, einen ungewöhnlich leeren Sonntagmorgen gesehen und zugesagt. „Spontan geht immer am besten„, nicht wahr mein Freund?

Entgegen aller Erwartungen, schließlich ist IAA in Frankfurt, kamen wir problemlos in die Innenstadt und fanden sogar unmittelbar vor dem Gebäude einen Parkplatz. Frankfurterfahrene wissen, wie hoch die Chancen dafür stehen!

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Solch eine Börse hat ja so einen gewissen Charme und erinnert mich immer irgendwie an eine Amtsstube aus den 50ern. 😉 Immerhin habe ich meine beiden Lieblings-Fotobörsenhändler getroffen. Ansonsten war die Börse zunächst wenig, dann aber etwas besser besucht. Es gab ein paar interessante Angebote, doch außer bei drei kleinen Kleinigkeiten konnte ich mich echt zurückhalten. Gut, wenn man zu einer Börse geht, ohne etwas zu suchen. Noch besser, wenn am Tag zuvor die Mastercard-Abrechnung im Briefkasten lag. 😉

Das, was mich gereizt hätte, war mir viel zu teuer. Das ist wohl typisch dann, wenn man das „Normale“ schon hat. Ein paar hochspannende Dinge gab es aber zu sehen…

IMG_20170917_103331Eine 6x12cm Messsucherkamera komplett im Set-Koffer sieht man nicht alle Tage. Das Teil erspart einem das Hanteltraining.

Richtig angenehm waren aber vor allem die zwei Stunden, die wir danach in der Nähe der Hauptwache beim Brunch und beim „Fotozeugsbegrabbeln“ verbracht haben.

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Von Top-Ausrüstungsteilen bis hin zu DIY-Objektiven lag da mal wieder eine Bandbreite auf dem Tisch, die die Bedienung ungläubig den Kopf wackeln lies. 😉

Diesmal konnte ich alles das zeigen, das sich bei mir im letzten Viertaljahr (und zum Teil schon lange davor) so angesammelt hat, Jörg aber bisher noch nicht ausprobieren konnte. Ich glaube, dabei hatte er seinen Spaß. LOL
Bin gespannt auf seinen Blogartikel…

Mein Freund, liebe SV-Ladies! Besten Dank für diese beiden langen „Momente“. Besten Dank für die Würze dieses Wochenendes. 🙂

 

 

Es gibt nicht viele Freunde…

…mit denen man sowas machen kann!

Als ich heute am Karfreitag um 6:45 Uhr aufwachte, früher als geplant, aber ausgeschlafen und runter ging, um mir einen Kaffee zu machen – ich wollte unsere Kinder abholen, die ein paar Tage bei ihrer Oma Ferien gemacht hatten – und das sonnige Wetter draußen sah, kam mir der Gedanke, einen Zwischenstopp bei Leica in Wetzlar einzulegen (liegt gewissermaßen auf dem Weg). Von diesem Gedanken war der Weg zur Idee nicht mehr weit, meinen Freund und Foto-Kumpel Jörg per WhatsApp eine Nachricht zu schicken, ob er nicht völlig spontan Lust auf ein Treffen hat.

screenshJetzt mal ehrlich, wer kann sofort und ohne lange zu überlegen einen Menschen nennen, der auf so eine verrückte Idee am Karfreitagmorgen (!) nur antwortet: „Ja. Wann?“ Dafür mag ich ihn so! 😉
Danke für deine Spontanität, danke für deine Freundschaft!

Also habe ich meine Kameratasche gepackt, zwei Thermostassen mit Kaffee befüllt – als erfahrener Leitz-Park-Besucher wusste ich, dass das Café Leitz an Feiertagen geschlossen ist – und los ging’s.

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(C) Jörg Langer

Nun, Leser, die diesem Blog schon länger folgen, wissen, dass sich ein Treffen mit dem Taschenfreak Jörg nicht nur auf angenehme Gespräche beschränkt. Mindestens einer von uns beiden hat mindestens ein neues „Spielzeug“ dabei, das er dem anderen zeigen will. Meist aber beide. 😉 So auch heute.
Mehrere Leicas, diesmal vor allem ältere digitale Modelle, eine Minolta SR7 mit dem wunderbaren 1.4/58 und eine Agfa Isoly (die ich im Moment als Toycamera liebend gerne nutze und mit der ich heute ein Experiment gemacht habe, dazu später mehr) lagen dort auf der Granitsitzgelegenheit.

So ähnlich sieht es fast immer aus, wenn wir irgendwo einfallen.

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(C) Jörg Langer

Jörg, auch Stativfreak, hatte ein ganz besonderes Gimmick dabei: einen DJI Osmo Gimbal. Faszinierendes Teil, das wir bei Sonnenschein im Leitz-Park ein wenig ausprobiert haben.

Natürlich habe ich das super Wetter auch genutzt, um ein wenig mit dem Leica Fisheye Elmarit-R 2.8/16 an der Leica Digilux 3 zu fotografieren, da ich mal sehen wollte, wie sich dieses Kleinbild-Fisheye als Weitwinkel am 4/3-Sensor nutzen lässt. Antwort: sehr gut!

Ein Fisheye-Effekt ist kaum zu sehen, da man ja ohnehin nur ein zentrales Viertel des Bildes nutzt. Es lässt sich zudem mit wenigen Klicks der letzte Rest der Fisheye-Verzerrung entfernen, wobei man natürlich etwas an Bildinformation und Bildwinkel verliert:

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Auch meine Digilux 1 mit „Franken-Akku“ wollte ich kurz ausprobieren:

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Klappt in der Tat! 🙂

q1Nachdem ich Jörg von dem Gurt vorgeschwärmt hatte, den er mir Anfang März geschenkt hat, musste ich ihm mitsamt Langer-Gurt und meiner Leica D-Lux 109 Modell stehen. Eigentlich stehe ich ja hinter der Kamera – und das Sakko hätte ich auf der Fahrt besser ausgezogen. Außerdem hatte ich doch tatsächlich den Gurt verdreht umgehängt. Nun ja. Es ist jedenfalls ein toller Gurt, der vor allem genau die richtige Länge für mich hat.

Die D-Lux kam naürlich auch zum Einsatz:

Jörg hat auf seinem echt Bookmark-würdigen Blog das Treffen auch beschrieben: „Spontan ist am besten…

Und seit einiger Zeit hat er auch einen Vlog auf Youtube! Unbedingt ansehen und abonnieren!!

Ein mal wieder wunderbarer Vormittag bei tollem Wetter mit einem guten Freund, mit dem ich eines meiner Hobbys teile. Mehr darf man für einen Karfreitag kaum erwarten. Dass dann noch das Essen bei meiner Mutter ganz vorzüglich war, sei hier nur am Rande erwähnt. 😉

Ach ja, ich schrieb oben ja etwas vom Isoly-Experiment. Heute hatte ich einen abgelaufenen Kodak Portra 160 in der Kamera, deren Bildfenster ich zuvor mit teiltransparentem Tape maskiert hatte:

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Auf diese Fotos bin ich sehr gespannt. Leider wird die Entwicklung gut zwei Wochen dauern. Also, Geduld ist angesagt.

Ich wünsche allen „Followern“ frohe Osterfeiertage!

Herbsttreffen von Leica Historica e.V.

Wie in jedem Jahr trafen sich die Mitglieder von Leica Historica auch diesen Oktober in Staufenberg zum Herbsttreffen, und wie in jeden Jahr war auch dieses Treffen ein überaus angenehmes mit vielen interessanten Gesprächen.
Nachdem ich im Burghotel angereist war, empfing mich zunächst eine freundliche Dame an der Rezeption und dann mein sehr nettes Zimmer mit tollem Ausblick:

Da das Wetter am Samstag nicht ganz so mitspielte, traf man sich auf einen ersten Kaffee im Burgkeller, bevor das offizielle Treffen im Rittersaal begann.

Die Sonne bemühte sich aber redlich, durch die Wolken zu dringen und produzierte ein faszinierendes Lichterspiel am Himmel:

 

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Wer entdeckt das Gesicht in den Wolken?

 

Einem leckeren Abendessen folgte ein interessanter Vortrag von Ralf Niggemann über den „Neubau“, das 1957er Verwaltungsgebäude der Firma Leitz in Wetzlar, und schließlich ein sehr netter Abend, an dem viel gefachsimpelt, geschwärmt und noch mehr miteinander gelacht wurde. Besonders erfreut waren wir über das Kommen von Stan und Dan Tamarkin, zwei unserer US-amerikanischen Mitglieder.

Am Sonntagmorgen, noch was es neblig draußen, leitete unser Ehrenpräsident Georg Mann in gewohnt unterhaltsamer Weise die Vereinsauktion, in der von Mitgliedern gespendete Dinge intern versteigert werden.
Diesmal habe ich sogar „zugegriffen“ und war beim Bieten erfolgreich. Neben einigen spannenden alten Leica-Firmenzeitschriften, einem 105er Hektor-Projektionsobjektiv und einem M-Fokussiertubus wohnt nun eine Überraschung bei mir zu Hause, über die ich demnächt schreiben werde, sobald ich sie mal ausprobieren konnte. 😉

Pünktlich zum Nachmittagskaffee in der Oberburg mit vereinsinterner Kamerabörse – wo ich ein witziges kleines Teil erstehen konnte, das aus einem M39-Schraubgewindeobjektiv ein Mini-Fernrohr macht, war der Nebel verschunden und die Sonne schien am blauen Himmel:

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Ein weiteres echtes Highlight war diesmal ein weiterer kurzer Vormittags-Vortrag von unserem Mitglied Harmut Slomka, der über seine selbstgebaute Lochkamera berichtete. Selbstverständlich hatte er die wunderschöne Kamera (und auch ein paar Bilder, die er damit auf 6×9 Rollfilm gemacht hat) dabei:

Beim Bau dieser Kamera bediente er sich nicht nur edlem Holz und Messing, sondern auch einiger Teile der besten deutschen Objektivmarken:

 

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… und der Deckel war von Schneider-Kreuznach. 😉

Auf diese Treffen von Leica Historica freue ich mich immer schon lange vorher – und das schreibe ich nicht nur, weil ich im Vorstand bin. 😉

 

Wer Interesse an Kamerageschichte und Spaß an spannenden Gesprächen mit freundlichen Menschen in angenehmer Atmosphäre hat, der kann sehr gerne als Gast dazu kommen. Termine sind auf der Website der Leica Historica zu sehen…

„Foto-Fuzzy-Futter-Klön-Treffen“

Wie meinen? Na, ein „Foto-Fuzzy-Futter-Klön-Treffen“.
Ähm… wie bitte?

Ach einfach weiterlesen…

Nachdem es hier im Blog jobbedingt eine Weile etwas ruhiger war und bevor es kommende Woche ebenfalls berufsbedingt wieder ruhig sein wird (danach wird es aber wieder besser!), kommt heute ein kleiner Bericht über ein Treffen, das am vergangenen Freitag stattfand –  ein „Foto-Fuzzy-Futter-Klön-Treffen„.
Wenn wir diesen Namen einmal analysieren kommen da also – über Social Media organisiert – ein paar „Foto-Fuzzys“ (= Fans von Foto, Kameras und allem, was damit zusammenhängt) zusammen, um zu „futtern“ (= gepflegt zu speisen) und zu „klönen“ (= angeregt Konversation zu treiben). Doch diesmal war es weit mehr als das!

Ort des Geschegens war diesmal das Brauhaus Bad Homburg.

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Eine tolle Location für unser vierteljähriges Treffen, das meist – so auch diesmal – vom Taschenfreak  Jörg organisiert wird.

Angefangen, zumindest für mich, hat es bereits gegen kurz nach drei am Nachmittag, hatte ich mir doch tatsächlich einmal einen Nachmittag freinehmen können und endlich mal dem Vorurteil entsprochen, das Lehrern nur allzugerne entgegengeschleudert wird. Hach, tat das gut!

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Zunächst war auch das Wetter noch wunderbar:

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Kurze Zeit später dann nicht mehr:

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Dennoch blieb vor dem Regenschutt ein wenig Zeit für Impressionen, mit einem 21er Elmarit an meiner M8 aufgenommen.

Als dann nach und nach alle „Foto-Fuzzy“ eintrudelten, machten schon die ersten Objektive und Kameras die Runde. Das ist nämlich einer der schönsten Gründe zu solch einem Treffen zu kommen. Jede(r) bringt etwas mit, das die anderen dann mal „begrabbeln“ dürfen.

Recht schnell weckte das Leica Apo-Telyt-R 2.8/280 Interesse und wurde natürlich auch an eine Sony Alpha 7R II geflanscht.

Doch dann war erst einmal Zeit für’s Essen („futtern“). Dies ist immer die ruhigste Zeit solch eines Abends. Man hört nur noch ein gelegentliches Klappern von Messer und Gabel und hier und da ein zärtliches Schmatzen. 😉

Danach ging’s dann aber „rund“!

Es ist für Außenstehende beinahe unfassbar, was da alles so zum Vorschein kommt, wenn sich ein paar Fotofreaks treffen. „Alles Bekloppte“, meint man manchmal auf den Lippen der anderen Gäste oder der Bedienung lesen zu können. Doch ganz ehrlich, solche „Verrückten“ sind mir die Liebsten: trocken-humorvoll, begeisterungsfähig, liebenswert wahnsinnig. 😉

Christian, der gleich mehrere Stunden (!) Anfahrt hinter sich gebracht hat, brachte einen absoluten Top-Monitor von EIZO mit, auf dem später dann auch Fotos, die mit Spitzenobjektiven an Megapixel-Boliden gemacht wurden, begutachtet und verglichen wurden.

An anderer Stelle betrachtete man Drucke und versuchte, Unterschiede in der Qualität zu entdecken oder man spielte ein wenig mit analogen „Klassikern“ herum, denn auch, wenn heute die meisten digital fotografieren, so kann man sich der Faszination dieser alten mechanischen Meisterwerke einfach nicht entziehen.

Nicht nur die mitgebrachte Ausrüstung ist es aber, die begeistert, es sind die Gespräche, die am meisten Spaß bereiten. Es kommen überaus interessante Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen zusammen, die alle das eine Hobby teilen. Solche Unterhaltungen werden einfach nie langweilig.

Natürlich fangen Foto-Fuzzy irgendwann auch an albern zu werden und so muss sich eine Olympus schon mal gegen fünf Leicas wehren. 😉

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Als der Regen zwischenzeitlich aufhörte, gingen einige nach draußen, um etwas Luft zu schnappen…

… oder, um die wunderbare Atmosphäre nach einem Regenguss aufzunehmen:

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Dass ich zudem noch die Gelegenheit hatte, ein Voigtländer Ultron 1.8/21 (!) an meiner M8 auszuprobieren, war ein weiteres „i-Tüpfelchen“ an diesem Abend. (Danke, Peter!) Dieses Objektiv hat mich echt begeistert. Einige der Fotos oben sind mit diesem Set entstanden.

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Freunde, es war mal wieder ein echt gelungener Abend. Ich habe gelacht, gestaunt, geschlemmt und die Zeit durch und durch genossen. Danke!

Ich freue mich schon auf das nächste Mal…

(Die Fotos auf dieser Seite sind meist mit einer Leica M8, einer Fuji X-E2 oder einem Sony Xperia Z3 entstanden. 😉 Die Fotos, auf denen ich zu sehen bin, wurden von anderen Anwesenden der Gruppe zur Verfügung gestellt. Danke!)

 

 

Warum geht man auf eine Kamera-Börse…

… wenn man heutzutage doch alles, was man braucht, in Internet-Auktionen finden kann?

Nun, ich muss gestehen, dass ich €BAY nicht (mehr) wirklich mag. Ja, ich nutze es immer noch recht häufig, da ich in der wunderschönen aber strukturschwachen Gegend, in der ich wohne, kaum eine andere Möglichkeit habe, an interessante Kameras und Objektive zu kommen. Hier und da kaufe und verkaufe ich auf Online-Fotoforen, da man dort in vielen Fällen auch die Gebühren spart. Das Angebot ist aber oft nicht allzu groß oder es werden ähnliche Mondpreise verlangt wie häufig bei Sofort-Kauf-Angeboten in der „Bucht“. Gelegentlich findet man aber doch ein gutes und bezahlbares Schätzchen.

Wenn man auf €BAY verkauft, wird einem der Spaß durch die m.E. extrem hohen Gebühren ziemlich genommen. Außerdem weiß man nie, ob der Käufer sich nicht einen Spaß daraus macht, Leute zu ärgern und einen Artikel in sehr gutem Zustand als unbrauchbar definiert und dann über PayPal sein Geld zurückholt. Als Verkäufer hat man nicht viele Möglichkeiten dagegen vorzugehen, in jedem Fall ist das PayPal-Konto erst einmal eine Weil gesperrt. Zum Glück bin ich bisher davon verschont geblieben.

Wenn man bei €BAY einkauft, dann weiß man nie wirklich, was man bekommt. In den meisten Fällen passt es, doch in meinem Freundeskreis habe ich schon so manches Erlebnis mitbekommen, das einen nur fassungslos dem Kopf schütteln lässt. Auch ich habe die eine oder andere unschöne Erfahrung mit – nun ja – nicht ganz zuverlässigen Verkäufern sammeln können. Artikel, die mit deutlicher Verzögerung verschickt wurden oder gar aus einem ganz anderen Land als angegeben (z.B. HongKong statt London) sind da nur harmlose Beispiele. Einmal wurde mir eine teildefekte Kamera als „voll funktionsfähig“ verkauft. Immerhin konnte ich da einen deutlichen Preisnachlass erwirken.

Nun mag man denken, diese beiden Absätze passen nicht so ganz zusammen. War ich so ein Käufer wie ich ihn oben beschreibe? Nein, denn solange der „gesunde Menschenverstand“ angelegt wird, lässt sich ziemlich klar sehen, ob ob es sich z.B. um einen kosmetischen Mangel handelt oder ob man von einem „Defekt“ reden muss.

Wie auch immer. Aber all diese Bedenken, das oft unnötig lange Warten auf ein Paket, der Ärger mit den Lieferdiensten, die schlechte Kommunikation und die Abzock-Gebühren haben mir den Spaß an €BAY teilweise verdorben.
Daher gehe ich sehr gerne auf Foto- oder Kamera-Börsen. Dort redet man direkt mit dem Verkäufer. Mit ein wenig Menschenkenntnis kann man das Gegenüber gut einschätzen. Preise lassen sich verhandeln und man kann – das ist ein Riesenvorteil – die Artikel anfassen und meist auch ausprobieren. Zudem nimmt man sein neues Schätzchen nach dem Kauf direkt mit.  Und die Preise? Die liegen meiner Erfahrung nach zwischen dem, was man in einer „normalen“ Online-Auktion und bei einem Sofort-Kauf zahlen würde.*

Inzwischen ist ein hoher sozialer Aspekt hinzugekommen: Ich fahre jetzt auf Kamera-Börsen, weil ich mich dort mit Fotofreunden treffe. Mindestens 50% der Zeit verbringen wir mit „Schnacken“ und Kaffeetrinken.

Auf geht’s! Fahren Sie mal zu einer Kamera-Börse, schnuppern sie die Luft, die nach alter Technik riecht und tauchen Sie ein in die Faszination von Feinmechanik und echtem Glas in Objektiven. 😉

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* Es gibt natürlich auch Auktionen, die ins exorbitant Hohe gesteigert werden und günstige Sofort-Kauf-Angebote.

Das war mal wieder sehr, sehr nett…

Sich mit einem Foto-Kumpel zu treffen ist immer toll. Und wenn es sich dann auch noch um einen Fotofreund handelt, zu dem man irgendwie einen echt guten Draht hat, dann ganz besonders.
Wie das Leben so spielt, verhindern Beruf und Privatleben durch eine konstante Füllung des Terminkalenders sehr oft, dass man sich häufiger sehen kann. Manchmal aber passt dann doch noch ein gemeinsames Mittagessen hinein. So wie heute. Es tut gut, so ausgiebig gemeinsam zu lachen und die Geschichten der letzten Zeit zum Besten zu geben.

Der Autor dieses Blogs "testet" das 90er Sony-Macro an der A7R. (c) Jörg Langer
Der Autor dieses Blogs „testet“ das 90er Sony-Macro an der A7R.
(c) Jörg Langer

Natürlich bringen dann Fotofans ein paar Sachen zum „Begrabbeln“ mit. Und so manch eine Bedienung schaut dann etwas zweifelnd, wieso da plötzlich eine Pentax 645, eine Polaroid 630, eine Fuji Instax 210, eine Nikon Df, eine Fuji X-T1, eine Sony Alpha 6000 und eine Sony A7R mit mehreren Objektiven nacheinander oder zeitgleich auf dem Tisch liegen, wo eben noch der Teller mit dem Burger stand. 😉

(c) Jörg Langer
(c) Jörg Langer

Wie auch immer, wir hatten jedenfalls unseren Spaß – und diesmal haben wir es nicht digital, sondern ganz analog per Sofortbild dokumentiert.

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Man beachte die geschickt eingesetzte „Bild-im-Bild“-Technik. 😉

Schön, Jörg, dass du heute die Zeit gefunden hast, mal wieder nach Marburg zu kommen!