Belichtungsmesser

Ja, ja, ich weiß. Mit modernen Kameras muss man sich um sowas ja nicht mehr kümmern … obwohl … so ganz ist das auch nicht richtig. Es gibt durchaus Situationen, in denen ein externer Belichtungsmesser auch bei modernen Kameras nützlich ist.

Wer aber, wie ich, gerne auch mit älteren Kameras fotografiert, muss entweder eine Menge Erfahrung mitbringen, sich nach „klassischen“ Merksätzen („Sonne lacht, Blende 8“, „Sunny16“ usw.) richten oder eben einen Belichtungsmesser mitnehmen.

Kürzlich startete eine Umfrage im Rangefinderforum (in dem ich mich als Messsucher-Fan immer mal wieder gerne aufhalte) in der gefragt wurde, womit man als Fuji 690 Nutzer die Belichtung misst. Das habe ich zum Anlass genommen, mal abzulichten, was ich hier an externen Geräten so liegen habe.

Von diesen Modellen, nutze ich den LunaSix gelegentlich, den Sekonic regelmäßig und die Handy-App am meisten (weil ich dann doch mal wieder den Messer zu Hause vergessen habe…) Die anderen beiden anderen nutze ich kaum noch, obwohl sie noch super funktioieren!

Mich würde jetzt interessieren, wie die Mitleser hier die Belichtung messen. Ausschließlich mit/in der Kamera? Oder auch mit externen Belis?

 

„Retro“ Belichtungsmesser … Teil 2

Vor kurzem habe ich per Zufall einen NOCH rudimentäreren Belichtungsmesser gefunden: ein „Belichtungs-Zählwerk“.

Auch dies möchte ich hier kurz vorstellen:

BeliZW1

Über seine Funktionsweise muss ich gar nicht viel schreiben, denn es wird alles in herrlich-anachronistischem Deutsch auf seiner Rückseite erklärt:

BeliZW3Und das funktioniert tatsächlich!!

„Retro“ Belichtungsmesser… Teil 1

Bisher habe ich, wenn ich mit meiner Leica IIIa syn fotografiert habe, entweder nach „Sunny 16“ geschätzt (meist nicht sooo schwierig, manchmal aber doch) oder den Gossen Lunasix 3 genutzt, der mich nie im Stich gelassen hat. Doch er ist schon ein ziemlicher Klotz, der eine Hosentasche ganz gut ausbeult.

Per Zufall habe ich vor einiger Zeit einen dieser klassischen Durchsichts-Belichtungsmesser entdeckt, der trotz des ausgezeichneten Zustands zu einem kleinen Preis angeboten wurde. Er harmoniert einfach wunderbar mit der kleinen IIIer: kompakt und ausgezeichnet verarbeitet.

Und er wird, solange kein Auto drüber rollt, noch für eine ganze Zeit funktionieren, gerade weil er keine Batterie braucht und auch keine Selen-Zelle hat.
beliklassik
Ein sehr schönes Teil!

In aller Kürze eine Funktionsbeschreibung:

1. Einstellen der richtigen DIN-Zahl am Ring vorne.
2. Man schaut durch das Okular (mit Augenmuschel).
3. Stellt scharf durch vor- oder zurückschieben des Tubus.
4. Um das Bild herum sind Zahlen zu sehen, die letzte gerade noch sichtbare Zahl liest man ab.
5. Diese Zahl überträgt durch Drehen eines Rings auf die verschiebbare Tabelle und
6. schon kriegt man in einem Sichtfenster die richtige Blenden/Zeitkombination angezeigt.

Klingt kompliziert und langwierig, geht aber echt flott.

(Man versuche mal zu beschreiben, wie man sich einen Schuh mit einem Schnürsenkel zubindest und dann macht man es. Man wird verstehen, was ich meine.)

Hier noch die wunderbaren Beschriftungen auf dem Belichtungsmesser selbst:

Beli1 Beli2 Beli3 Beli4