„Auflösung statt Tele“

… oder 51,2 Megapixel im digitalen Mittelformat.

Kürzlich hatte ich auf einem Treffen mit befreundeten Profi-, Semi-Profi- und Amateurfotografen die einmalige Gelegenheit, mit einigem High-End-Equipment zu fotografieren.

Zunächst aber trafen wir uns in kleiner Gruppe auf dem Feldberg (Taunus). Dort wurden ein paar „neue“ analoge Schätzchen herumgereicht:

Abends dann traf sich eine große Gruppe aus annähernd 20 Fotofans zum Schnacken, Essen und Fotozeugsbegrabbeln. Einer dieser „Foto-Kumpels“ hat beruflich Zugriff auf die stets neuesten Modelle. Diesmal hatte er eine Sony A9, eine Hasselblad X1D und eine Fujifilm GFX 50S mitsamt zahlreichen Top-Objektiven dabei.

Um alles wirklich auszuprobieren hätte man gut und gerne drei Treffen gebraucht, daher habe ich zunächst ein wenig „befingert“, ein bisschen herumgespielt und mich dann für zwei Schwerpunkte entschieden: den AF der Sony A9 spüren und mit der Mittelformat Fuji fotografieren. Mit der Hasselblad habe ich mich nur kurz beschäftigt.

 

Die X1D liegt gut in der Hand und ist für eine digitale Mittelformat-Kamera unglaublich kompakt. OK, manch einer sagt, es sei ja eigentlich gar kein „richtiges“ Mittelformat, da dies erst bei einer Größe von 6×4,5 cm beginne, doch der Sensor der Hasselblad ist mit 44×33 mm auf jeden Fall größer als das standard-liefernde „Kleinbild“ (36x24cm).
Die Bedienung der X1D ist … anders. Manchmal erinnert sie mich mehr an die Bedienung eines Smartphones, doch ich denke, wenn man sich einmal daran gewöhnt hat, geht alles zügig von der Hand. Das gilt allerdings nicht für die Kamera an sich. Stets scheint sie sich für das, was sie tut ein wenig Zeit zu lassen. Der AF ist „ok“ aber wahrlich nicht flott. Sicher, die Hasselblad wird vermutlich auch nicht für Sportfotografie eingesetzt, sondern eher da, wo überlegt fotografiert wird, dennoch – und gerade im Vergleich zu anderen modernen Kameras – fällt die leichte Behäbigkeit auf.

Als ganz das Gegenteil davon hat sich die brandneue Sony Alpha erwiesen.

a9

Selbst mit dem eigentlich nicht wirklich berauschend schnellen (aber umwerfend guten) Sony FE 1.4/85 GM „flutschte“ der AF nur so von Ziel zu Ziel, wohl gemerkt in einem Innenraum bei mäßigem Licht! Als ich aber dann da neue FE 4.5-5.6/100-400 GM an der A9 hatte, war ich wirklich „baff“. Der AF war mit dieser Kombi so schnell, dass man beinahe keine Verzögerung mehr bemerkt hatt. Es war als fotografiere man mit hyperfokaler Einstellung. Wow!

Die dritte richtig teure Kamera im Bunde war dann die Fujifilm GFX 50S und als (schon ein bisschen) Fuji-Fan habe ich mich entschieden, damit dann draußen ein wenig zu fotografieren.

Es standen zahlreichen Objektive für die Fuji zur Verfügung. Da ich das bestmögliche Schärfe-Ergebnis herausholen wollte, um zu sehen, was in dem Sensor steckt, habe ich mich für das Fujinon GF 4/120 Macro OIS WR entschieden, dass – laut Fuji – ja Sensoren bis zu 100 MPix bedienen soll.

Die Ergebnisse haben mich wahrhaft „umgehauen“. Hier entstand dann auch der Titel für diesen Artikel: „Auflösung statt Tele“. Die Bildqualität schlägt alles, was ich bisher gesehen habe – und ich habe mit eigenen Kameras wie der Nikon Df oder der Sony A7II sowie mit fremden Kameras wie einer Sony A7RII oder einer Leica SL fotografiert!

Kommen wir nun zu den Bildern…

Motiv 1: City

Dieses Bild…

fujiffm

… ist ein Crop aus diesem Foto:

fujiffmfull

OK, das lässt sich so mit mehreren Kameras machen.

Motiv 2: Taube

Dieses Bild…

fujidove

… ist ein Crop aus diesem Foto:

fujidovefull

So langsam sehen Sie, was ich meine. Nicht wahr?

Motiv 3: Mond

Dieses Bild…

fujimond

… ist ein Crop aus diesem Foto:

fujimondvoll

Unglaublich, oder? Nochmals zur Klarstellung: die Fotos wurden mit einem 120mm-Objektiv aufgenommen, also mit einem Kleinbildäquivalent von ca. 90mm! Gewissermaßen ein kurzes Portraittele.

Motiv 4: Büros

Dieses Bild…

fujioffice

… stammt aus diesem Foto:

fujiofficefull

So langsam scheint mir, ist man nirgendwo mehr sicher vor Fotografen. 😉

Motiv 5: Brunnen

Aus diesem Foto:

fujimacrofull

… lässt sich diese „Nahaufnahme“ croppen:

fujimacro

Auch die Dynamik des Sensors ist mehr als beeindruckend.

Motiv 6: Stein

In diesem Foto scheint die linke obere Ecke völlig „ausgebrannt“:

fujiplate

Nach ein paar Klicks, sind dort wieder Wolken zu sehen:

fujiplaterecov

Ich habe zwei weitere Fotos auf eine Dropbox hochgeladen und freigegeben.
> Hier < und > hier < können sie in voller Auflösung heruntergeladen werden.

Viel Spaß!

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