Ein kleiner Versuch…

Man hört ja dieses und jenes, wenn man sich mit Kamerafreaks unterhält. Die einen meinen, ein Sensor könnte gar nicht hochauflösend genug sein. Die anderen glauben, dass 16 Megapixel in jedem Fall ausreichen, wahrscheinlich sogar nur 12, vermutlich sogar 10 oder 8.

Natürlich hängt es davon ab, für was man denn ein Foto macht. Dabei kommt es nicht einmal auf die Größe des Ausdrucks an (je größer ein Ausdruck, desto weiter steht man davon weg, was wiederum die notwendige Auflösung verringert). Wir haben in unserem Wohnzimmer einen 90×60 Print hängen, mit einem Foto, das ich in London mit einer Sony HX20 Kompaktkamera gemacht habe. Da stören keine Pixel oder sowas!

Ein bisschen Theorie dazu von mir finden Sie hier…

Wer Crop-Reserve braucht, weil er aus einem Normalbrennweitenbild ein Telefoto machen möchte oder muss, der ist über jedes zusätzlichen Megapixel dankbar. Wer doppelseitige Magazinfotos aufnehmen muss, der kann gar nicht genug Auflösung haben – die ArtDirectoren schreiben einem ja bisweilen heftige Zahlen ins Weißbuch.

Doch wer Ausdruck bis max. 13×18 macht, muss der wirklich eine hochauflösende Kamera haben?

Ich möchte das hier einmal übertreiben und Ihnen drei Fotos des gleichen Motivs auf dieser Website zeigen. Eines wurde mit einer Sony Alpha 7 II mit Voigtländer Ultron 2/28 bei Blende f/5.6 gemacht, eines mit einer Leica M8 und Leica Elmarit-M 2.8/21 bei Blende f/4.5 und eines mit einer Sigma DP1s mit einem Sigma 4.0/16. Damit wurde jedes der Bilder mit einer kleinbildäquivalenten Brennweite von 28mm und einer kleinbildäquivalenten Blende von etwa f/5.6 aufgenommen, jeweils mit ISO 100 (Leica 160). Der Unterschied allerdings liegt in der Sensorauflösung: die Sony liefert 24,3 MPix (auf „Vollformat“-CMOS), die Leica 10,3 MPix (auf „APS-H“-CCD) und die Sigma (sage und schreibe) 4,7 MPix (auf „APS-C“, allerdings mit Foveon-Sensor). Im Grunde jeweils etwas mehr als das Doppelte im Vergleich zum nächst „kleineren“ Sensor. Jedes Foto wurde auf 1200×800 Pixel verkleinert. Farblich sind die Fotos nicht gleich. Man sieht vor allem noch Unterschiede im Blau, aber darauf kommt es hier ja gar nicht an.

Ich werde nicht dazu schreiben, welches Bild mit welcher Kamera aufgenommen wurde und möchte Sie bitten, selbst einmal zu raten, um zu sehen, ob man bei solche kleinen Formaten wirklich einen Unterschied erkennen kann.

8_100
Bild 1
7_100
Bild 2
2_100
Bild 3

Können Sie die Fotos den Kameras zuordnen?

Ich würde mich über Ihre Vermutungen in den Kommentaren sehr freuen. 🙂

(Ich habe übrigens auch noch Fotos bei ISO 320/400 gemacht. Da sieht es schon ganz anders aus und bei ISO 800 und höher wäre es sehr leicht.)

Auf Facebook in der Gruppe „Systemkamerafreak“ findet die Abstimmung auch statt:
>>  https://www.facebook.com/Systemkamerafreak/

3 Gedanken zu “Ein kleiner Versuch…

  1. Hallo Carsten,

    bei dieser Auflösung, die für Webseiten oft ausreicht, ist eine Zuordnung kaum möglich und wäre wohl Glückssache. Aber genau darauf willst Du wahrscheinlich hinaus. Die „Extrapixel“ der A7 werden auf einem 10×15 Druck oder der Ansicht auf einem HD-Monitor bei 1920×1080 kaum auffallen. Vielleicht sorgen die 5-Foveon-MP der Sigma bei der von Dir gewählten Auflösung sogar für das beste Ergebnis.

    Um nicht ganz ohne Tipp hier den Kommentar zu beenden:

    Das erste Bild gefällt mir am besten. Um „meiner Theorie“ treu zu bleiben, ist es wahrscheinlich aus der Sigma DP. 😉

    Mario

  2. Pingback: Auflösung des „Versuchs“ – RetroCamera.de

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