Die kleine Nikon

Kürzlich habe ich darüber berichtet, dass eine Nikon Coolpix S7000 meine Sony HX20V als „Immer-dabei“-Reisekamera abgelöst hat. Nicht etwa, weil ich mit der Sony nicht mehr zufrieden gewesen wäre, nein, viel eher, weil meine Tochter die kleine Sony gewissermaßen annektiert hat. 😉  Wenn man den direkten Vergleich anhand der Ausstattungsparameter zieht, dann schneidet die Sony sogar in vielen Bereichen „besser“ ab. Bei SnapSort hingegen hat die Nikon leicht die Nase vorne. Was man auch immer von solchen Vergleichen halten soll, im Grund muss man schauen, was einem selbst am wichtigsten ist. Mir war vor allem wichtig, dass meine Tochter so viel Spaß mit der Sony hat. 🙂
Nun denn, jetzt ist es also eine Nikon, die mit auf Reisen geht, die nur ein sehr, sehr kleines Fotogepäck erlauben.

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s7000aMir gefiel das Aussehen der Sony sehr, doch auch die Nikon hat was. Sie ist nochmals kompakter als die HX20V, allerdings macht sie, wenn man sie in der Hand hält, keinen ganz so robusten Eindruck.

Was die Ausstattung betrifft, so geben und nehmen sich die beiden kaum etwas. Es sind absolut vergleichbare Kameras, die auch die gleiche Zielgruppe bedienen: Leute, die eine sehr kleine Kamera haben wollen, bei der sie nicht viel überlegen müssen, die alles so ziemlich von alleine kann und die eine recht große Brennweitenspanne bietet.

Die technischen Details erfahren sie hier:

Nikon S7000 | Sony HX20V

Diese beiden Kameras sind sich wirklich sehr ähnlich. Die Sony ist ein bisschen besser ausgestattet, während die Nikon noch etwas kleiner ist, dafür aber WLAN an Bord hat – und das finde ich schon gut, falls man mal ein Foto schnell über’s Handy teilen will. App und Kommunikation funktionieren gut und zuverlässig.

Ende Juli hatte ich mich ja ziemlich begeistert über die kleine Sony „Hexe“ gezeigt. Jetzt musste die kleine Nikon in England zeigen, was sie kann. Was soll ich sagen? Mit den Kompaktkameras von heute kann man fotografieren!

Nikon hatte ja nach der Zeit um die Jahrtausendwende, in der sie sehr gute Kompaktkameras bauten, für ein paar Jahre im Kompaktbereich nicht mehr wirklich begeistern können. Doch inzwischen sind offenbar alle Marken-Kompaktkameras (Canon, Nikon, Sony etc.) derart gut, dass man an den Foto kaum etwas auszusetzen hat. Und die Brennweitenspanne (hier von KBäquiv 25 bis 500mm) unterscheidet sie deutlich vom Foto-Smartphone.

Diese Fotos habe ich letzte Woche mit der S7000 in Südost-England gemacht. Für solche Reisen, die keinen fotografischen Schwerpunkt haben, braucht man nicht mehr.

Merry Old England…

… OK, ganz so alt ist sie nun doch nicht, die schnuckelige Kodak Brownie 127, die ich heute in einem kleinen Fotogeschäft in den „Pantiles“ gefunden habe.

brownie127

Was macht man mit solch einer Kamera denn?„, fragen Sie? Nun, man kann ja immer noch versuchen, damit zu fotografieren. Der Verschluss läuft noch einwandfrei, etwa mit einer 1/60 Sekunde. Den Film (Format 127) wird man wohl kaum mehr finden, aber ich habe da schon eine Idee, wie ich einen Kleinbildfilm da hinein bekomme. Das wird wohl mein nächstes lomographisches Projekt. Außerdem konnte ich an diesem Bakelit-Schmuckstück einfach nicht vorbei gehen. Es handelt sich um die erste Version der wohl am weitesten in Großbritannien verbreitetn 127er Kamera. Für einen Englandfan wie mich, ist das beinahe ein „must-have“. 😉

Ach ja, im gleichen Geschäft fand ich noch einen kleine Kamera für einen unfassbar günstigen Preis – das Pfund steht im Moment für Euro-Zahler sehr gut. Meine kleine „Hexe„, die Sony HX20V, welche ich als Hosentaschenreisekamera gekauft habe und die mir hier bereits sehr gute Dienste geleistet hat, wird nun an meine Tochter weitergeben, die in London damit liebend gerne fotografiert und sie geradezu sehnsüchtig immer wieder in die Hand genommen hat. Die HX20V hat ihren Nachfolgerin in meiner Hosentasche gefunden:

Ab jetzt muss die noch kompaktere Nikon Coolpix S7000 als „Immerdabeireisekamera“ ran. Ich hoffe, dass sie sich ebenso gut bewährt wie die kleine Sony. Nur ‚mal drei aktuelle Beispiele (mit der „Hexe“ fotografiert“:


Nun muss ich nur noch einen Kosenamen für die S7000 finden. Hmmm…. „Nicky“ vielleicht. 😉

(Ich bitte die Qualität der Kamera-Fotos zu entschuldigen, die ich bei extremem „Lowlight“ – eine kleine Nachttischlampe –  in unserer Cottage mit dem Handy gemacht habe.)

 

Herbsttreffen von Leica Historica e.V.

Wie in jedem Jahr trafen sich die Mitglieder von Leica Historica auch diesen Oktober in Staufenberg zum Herbsttreffen, und wie in jeden Jahr war auch dieses Treffen ein überaus angenehmes mit vielen interessanten Gesprächen.
Nachdem ich im Burghotel angereist war, empfing mich zunächst eine freundliche Dame an der Rezeption und dann mein sehr nettes Zimmer mit tollem Ausblick:

Da das Wetter am Samstag nicht ganz so mitspielte, traf man sich auf einen ersten Kaffee im Burgkeller, bevor das offizielle Treffen im Rittersaal begann.

Die Sonne bemühte sich aber redlich, durch die Wolken zu dringen und produzierte ein faszinierendes Lichterspiel am Himmel:

 

face
Wer entdeckt das Gesicht in den Wolken?

 

Einem leckeren Abendessen folgte ein interessanter Vortrag von Ralf Niggemann über den „Neubau“, das 1957er Verwaltungsgebäude der Firma Leitz in Wetzlar, und schließlich ein sehr netter Abend, an dem viel gefachsimpelt, geschwärmt und noch mehr miteinander gelacht wurde. Besonders erfreut waren wir über das Kommen von Stan und Dan Tamarkin, zwei unserer US-amerikanischen Mitglieder.

Am Sonntagmorgen, noch was es neblig draußen, leitete unser Ehrenpräsident Georg Mann in gewohnt unterhaltsamer Weise die Vereinsauktion, in der von Mitgliedern gespendete Dinge intern versteigert werden.
Diesmal habe ich sogar „zugegriffen“ und war beim Bieten erfolgreich. Neben einigen spannenden alten Leica-Firmenzeitschriften, einem 105er Hektor-Projektionsobjektiv und einem M-Fokussiertubus wohnt nun eine Überraschung bei mir zu Hause, über die ich demnächt schreiben werde, sobald ich sie mal ausprobieren konnte. 😉

Pünktlich zum Nachmittagskaffee in der Oberburg mit vereinsinterner Kamerabörse – wo ich ein witziges kleines Teil erstehen konnte, das aus einem M39-Schraubgewindeobjektiv ein Mini-Fernrohr macht, war der Nebel verschunden und die Sonne schien am blauen Himmel:

sonne

 

Ein weiteres echtes Highlight war diesmal ein weiterer kurzer Vormittags-Vortrag von unserem Mitglied Harmut Slomka, der über seine selbstgebaute Lochkamera berichtete. Selbstverständlich hatte er die wunderschöne Kamera (und auch ein paar Bilder, die er damit auf 6×9 Rollfilm gemacht hat) dabei:

Beim Bau dieser Kamera bediente er sich nicht nur edlem Holz und Messing, sondern auch einiger Teile der besten deutschen Objektivmarken:

 

loch
… und der Deckel war von Schneider-Kreuznach. 😉

Auf diese Treffen von Leica Historica freue ich mich immer schon lange vorher – und das schreibe ich nicht nur, weil ich im Vorstand bin. 😉

 

Wer Interesse an Kamerageschichte und Spaß an spannenden Gesprächen mit freundlichen Menschen in angenehmer Atmosphäre hat, der kann sehr gerne als Gast dazu kommen. Termine sind auf der Website der Leica Historica zu sehen…

Kit für Kent

Es ist nicht mehr lange hin bis zur Kent-Reise. Darauf freue ich mich schon seit Wochen, wenn nicht Monaten.

Die Fotografie wird nur eine untergeordnete Rolle diesmal spielen, daher kommt auch nur ein „kleines Besteck“ mit:

kentkit

Sony Cyber-shot HX20V und Voigtländer Vito CS (mit drei Filmen: JCH StreetPan 400, Kodak TMax 400 und Foma Retropan 320). Das sollte reichen. 😉

Ruhepause?

Nur hier im Blog, leider.
Seit zwei Wochen kein Posting. Tut mir aufrichtig leid, aber im Moment ist um mich herum „madness“! Derart viel zu tun. Ich muss auf mehreren Hochzeiten gleichzeitig tanzen, ob ich will oder nicht. Aber so langsam, Schritt für Schritt, wird eine Aufgabe nach der anderen abgeschlossen. Es laufen aber noch ein paar große Projekte parallel. Ich kann es kaum erwarten, wenn irgendwann im Advent die Zeiten wieder ruhiger werden.

Sobald mir die Tage wieder etwas Zeit übrig lassen, schreibe ich hier auch wieder. Versprochen!