Durch ein „Prisma“…

Ich gehöre ja zu denen, die liebend gerne neue Foto-Apps auf dem Handy ausprobieren. Jetzt, wo die Handys auch schnell genug sind, machen die eine Menge Spaß.
Es gibt ein paar richtig gute Apps, die Fotografen helfen (DoF-Rechner usw.); welche, die einfach nur die eigentliche Kamera-App ersetzen und erweitern; weitere, die eine Art Handy-EBV ermöglichen (Snapseed etc.) und andere, die Filter über Bilder legen – Instagram ist weitreichend bekannt.

Neulich jedoch entdeckte ich eine neue Art von App. Ein kleines Programm, dass keine „Fotofilter“ über die Bilder legt, sondern Fotos in Kunstwerke verwandelt – nein, nicht aus schlimmern Fotos tolle Bilder macht, aber Fotos so bearbeitet, dass sie aussehen als seien sie in diversen Kunst- bzw. Mal-Stilen erstellt. „Bearbeitet“ ist eigentlich das falsche Wort, denn die Fotos werden komplett nach KI-Algorithmen neu aufgebaut. Die Ergebnisse sind ziemlich beeindruckend. Ich rede hier von der App „Prisma„.

>> Weiter unten werde ich die Empfehlung allerdings etwas einschränken! <<

Diese Foto aus Eckernförde …

hx20_5

… habe ich einmal durch die verschiedenen Stile von Prisma laufen lassen:

Wer also einmal etwas „spielen“ will und seine Handy-Fotos in Malerei verwandeln möchte, der sollte Prisma einmal ausprobieren.

ABER: An dieser Stelle muss ich meine Empfehlung ein wenig einschränken, und zwar aus zweierlei Gründen…

  1. Prisma verarbeitet die Fotos nicht direkt auf dem Handy, sondern auf einem Server, auf den die Bilder zunächst (automatisch) hochgeladen werden. Das bedeutet zum einen Traffic, der bei mobilen Verbindungen ins Geld gehen kann und zum anderen, dass man sein Fotos auf einen „fremden“ Server spielt. Dies führt uns zu Punkt 2…
  2. In den AGBs von Prisma steht…
    • …dass „Informationen […] gespeichert und weiterverarbeitet werden“ (klar, sonst würde das System ja nicht funktionieren).
    • …dass „Nutzer-Informationen, wie Geodaten, Logfiles und weitere Informationen“ genutzt und mit Drittanbietern geteilt werden. Das sollte schon die Alarmglocken klingeln lassen!
    • …dass der User der App „nicht-exklusive, weltweite, weiter veräußerbare“ Nutzungsrechte überträgt. Mit anderen Worten, die Leute von Prisma dürfen die Fotos „weltweit“ weitergeben und verkaufen!!

Im Grunde erinnert das sehr an die AGB von Facebook und WhatsApp. Und genauso sollte man Prisma nutzen: Keine Fotos bearbeiten lassen, die man normalerweise nicht weitergeben würde!

Die SZ dazu: „[Ein Vertreter von Prisma]… sagte dem Tech-Portal Techcrunch, dass die Original-Fotos nicht gespeichert würden; die Dateien lägen in einem Format vor, dass nicht ausgelesen werden könne – und selbst diese Dateien würden nach „einiger Zeit“ wieder gelöscht und nur vorsichtshalber zwischengespeichert, falls die Datenübertragung aufgrund schlechter Verbindungsqualität scheitere. Überprüfen lassen sich diese Informationen allerdings nicht.“ (Süddeutsche Zeitung, online, 11. Juli 2016)

Es existieren zudem weitere Apps mit dem Namen „Prisma“ in den Stores, die nichs mit dieser App zu tun haben. Also bitte auch hier Vorsicht!

Ich finde, dass dies eine spannende App ist, die man allerdings sehr bewusst und überlegt nutzen sollte – eigentlich wie alles online. 😉

Ein Art von Prisma gibt es jetzt wohl auch für Video: Artisto (Klick und Klick). Diese App habe ich aber nicht ausprobiert.

3 Gedanken zu “Durch ein „Prisma“…

Hinterlassen Sie einen Kommentar (bitte höflich bleiben)...

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s