„Foto-Fuzzy-Futter-Klön-Treffen“

Wie meinen? Na, ein „Foto-Fuzzy-Futter-Klön-Treffen“.
Ähm… wie bitte?

Ach einfach weiterlesen…

Nachdem es hier im Blog jobbedingt eine Weile etwas ruhiger war und bevor es kommende Woche ebenfalls berufsbedingt wieder ruhig sein wird (danach wird es aber wieder besser!), kommt heute ein kleiner Bericht über ein Treffen, das am vergangenen Freitag stattfand –  ein „Foto-Fuzzy-Futter-Klön-Treffen„.
Wenn wir diesen Namen einmal analysieren kommen da also – über Social Media organisiert – ein paar „Foto-Fuzzys“ (= Fans von Foto, Kameras und allem, was damit zusammenhängt) zusammen, um zu „futtern“ (= gepflegt zu speisen) und zu „klönen“ (= angeregt Konversation zu treiben). Doch diesmal war es weit mehr als das!

Ort des Geschegens war diesmal das Brauhaus Bad Homburg.

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Eine tolle Location für unser vierteljähriges Treffen, das meist – so auch diesmal – vom Taschenfreak  Jörg organisiert wird.

Angefangen, zumindest für mich, hat es bereits gegen kurz nach drei am Nachmittag, hatte ich mir doch tatsächlich einmal einen Nachmittag freinehmen können und endlich mal dem Vorurteil entsprochen, das Lehrern nur allzugerne entgegengeschleudert wird. Hach, tat das gut!

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Zunächst war auch das Wetter noch wunderbar:

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Kurze Zeit später dann nicht mehr:

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Dennoch blieb vor dem Regenschutt ein wenig Zeit für Impressionen, mit einem 21er Elmarit an meiner M8 aufgenommen.

Als dann nach und nach alle „Foto-Fuzzy“ eintrudelten, machten schon die ersten Objektive und Kameras die Runde. Das ist nämlich einer der schönsten Gründe zu solch einem Treffen zu kommen. Jede(r) bringt etwas mit, das die anderen dann mal „begrabbeln“ dürfen.

Recht schnell weckte das Leica Apo-Telyt-R 2.8/280 Interesse und wurde natürlich auch an eine Sony Alpha 7R II geflanscht.

Doch dann war erst einmal Zeit für’s Essen („futtern“). Dies ist immer die ruhigste Zeit solch eines Abends. Man hört nur noch ein gelegentliches Klappern von Messer und Gabel und hier und da ein zärtliches Schmatzen. 😉

Danach ging’s dann aber „rund“!

Es ist für Außenstehende beinahe unfassbar, was da alles so zum Vorschein kommt, wenn sich ein paar Fotofreaks treffen. „Alles Bekloppte“, meint man manchmal auf den Lippen der anderen Gäste oder der Bedienung lesen zu können. Doch ganz ehrlich, solche „Verrückten“ sind mir die Liebsten: trocken-humorvoll, begeisterungsfähig, liebenswert wahnsinnig. 😉

Christian, der gleich mehrere Stunden (!) Anfahrt hinter sich gebracht hat, brachte einen absoluten Top-Monitor von EIZO mit, auf dem später dann auch Fotos, die mit Spitzenobjektiven an Megapixel-Boliden gemacht wurden, begutachtet und verglichen wurden.

An anderer Stelle betrachtete man Drucke und versuchte, Unterschiede in der Qualität zu entdecken oder man spielte ein wenig mit analogen „Klassikern“ herum, denn auch, wenn heute die meisten digital fotografieren, so kann man sich der Faszination dieser alten mechanischen Meisterwerke einfach nicht entziehen.

Nicht nur die mitgebrachte Ausrüstung ist es aber, die begeistert, es sind die Gespräche, die am meisten Spaß bereiten. Es kommen überaus interessante Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen zusammen, die alle das eine Hobby teilen. Solche Unterhaltungen werden einfach nie langweilig.

Natürlich fangen Foto-Fuzzy irgendwann auch an albern zu werden und so muss sich eine Olympus schon mal gegen fünf Leicas wehren. 😉

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Als der Regen zwischenzeitlich aufhörte, gingen einige nach draußen, um etwas Luft zu schnappen…

… oder, um die wunderbare Atmosphäre nach einem Regenguss aufzunehmen:

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Dass ich zudem noch die Gelegenheit hatte, ein Voigtländer Ultron 1.8/21 (!) an meiner M8 auszuprobieren, war ein weiteres „i-Tüpfelchen“ an diesem Abend. (Danke, Peter!) Dieses Objektiv hat mich echt begeistert. Einige der Fotos oben sind mit diesem Set entstanden.

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Freunde, es war mal wieder ein echt gelungener Abend. Ich habe gelacht, gestaunt, geschlemmt und die Zeit durch und durch genossen. Danke!

Ich freue mich schon auf das nächste Mal…

(Die Fotos auf dieser Seite sind meist mit einer Leica M8, einer Fuji X-E2 oder einem Sony Xperia Z3 entstanden. 😉 Die Fotos, auf denen ich zu sehen bin, wurden von anderen Anwesenden der Gruppe zur Verfügung gestellt. Danke!)

 

 

Chapeau!

Ich schimpfe ja gerne und oft auf Hersteller – vor allem, wenn sie mal wieder eine mir unverständliche und mich verärgernde Entscheidung getroffen haben. Kürzlich habe ich mich auch über Fujifilm geärgert, weil sie die Produktion des fantastischen Packfilms für die Sofortbildkameras eingestellt haben. Sehr ärgerlich, wirklich!

Doch, was die digitale Sparte betrifft, so muss ich vor Fuji meinen Hut ziehen. Denn mit ihrer „Kaizen“-Philosophie, der konstanten Verbesserung, machen sie es anderen Herstellern vor, wie gute Modellpflege aussieht und wie man Besitzer von „älteren“ Kameras nicht im Regen stehen lässt.

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So sind vor ein paar Tagen erneut verbesserte Firmware-Versionen für zahlreiche Kameras und Objektive veröffentlicht worden. Das Update meiner X-T1, meiner X-E2 und meines 18-55 liefen gewohnt problemlos. Weiter so, Fuji! (Aber das „film“ lasse ich weiterhin am besten aus eurem Namen weg. 😉 )

Ein VIP-Besuch bei Leica…

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So hat es sich echt angefühlt! Eine kleine Gruppe aus Fotografen aus den USA, Italien, RaidSchottland und Deutschland, organisiert über ein engagiertes Mitglied des Rangefinderforums, Raid (Foto links), seines Zeichens Mathe-Professor in Florida, wurde am Dienstag von Silke Bernhardt, Global Director Corporate Communications bei Leica, sehr sympathisch in Empfang genommen. Einer dieser Gruppe war ich. Nachdem wir zunächst zum Mittagessen in die Leica-Kantine eingeladen wurden (eine sehr nette Geste!),daniel führte uns Stefan Daniel, Director Product Management Photo, eine gute Stunde lang durch die Produktion, wobei er uns äußerst interessante Einblicke in die Geschichte sowie den Kamera- und Objektivbau bei Leica gab. Ein überaus sympathischer Mensch ist er obendrein!

Beinahe nicht glauben konnte ich, dass sich dann tatsächlich die Tür des kleinen Konferenzraumes, in den uns Frau Bernhardt geführt hatte und wo wir mit Getränken versorgt wurden, öffnete und Oliver Kaltner, CEO von Leica (!), herein kam. Herr Kaltner, der einen wirklich offenen und ebenso sympatischen Eindruck machte, stellte uns gut 45 Minuten seines eng verplanten Tages zur Verfügung und erläuterte seine Philosophie, die uns als Fotografen – ganz direkt gesagt – absolut überzeugte: Es ginge nicht um Kameras oder Objektive, sagte er, im Grunde ginge es immer um die „Fotografie“. Ein beeindruckendes Statement, wie ich finde. Ganz ehrlich, wo gibt es denn sowas, dass ein CEO so viel Zeit aufbringt, mit einer kleinen Gruppe solch ein Gespräch zu führen? Zudem scheint auch er, wie Stefan Daniel zuvor, ein Mensch zu sein, mit dem ich gerne mal bei einem guten Glas Wein einen Abend mit Reden und Fachsimpeln verbringen würde.

Gewissermaßen den Abschluss machte Peter Karbe, karbeHead of the Optical Development Department, indem er uns in einer Präsentation zum Thema „Innovation vs. Tradition“ in die Geschichte der Entwicklung der Leica Objektive einführte. Herr Karbe begab sich dabei netterweise völlig auf unser Niveau als er versuchte, uns komplexe Sachverhalte zu erläutern. 😉

Irgendwie waren das „the head, the heart(s) and the brain(s)“ von Leica, die uns da durch den Tag begleiteten. 😉

Als wir dann schließlich im Leitz Café zusammen saßen und Kaffee tranken, war jeder aus unserer Gruppe noch immer völlig beeindruckt (neudeutsch würde man vermutlich „geflasht“ schreiben) darüber, wie nett und smypathisch (ich wiederhole mich, ich weiß) uns jeder bei Leica entgegengetreten war und vor allem wie, ja geradezu wichtig wir uns dabei fühlen durfen. Die Mitarbeiter – und die Chefs – von Leica ließen uns tatsächlich wie VIPs fühlen. Für niemanden in unserer Runde, in der sich ein Techniker, ein Professor, ein Kirchenmusiker, ein Lehrer u.ä. fanden, ist dies wohl ein wirklich bekanntes Gefühl. Als ob man ein Economy-Ticket im Flieger bucht und überraschend auf „First Class“ upgegradet wird.
OK, über Leica Historica hatte ich ja schon öfters mit den Herren Daniel und Karbe zu tun und wusste zumindest, dass die beiden durch und durch nette Menschen und, trotz ihrer hohen Kompetenz, auf dem Boden geblieben sind. Doch dies scheint bei Leica eine Art Grundhaltung zu sein, die sich durch alle Bereiche zieht, bis in die obersten hinein.

Ja, ich weiß, das klingt jetzt ein wenig wie die „ultimative Lobhudelei“, doch das haben sich die Menschen bei Leica, mit denen wir an diesem Dienstag zu tun hatten, absolut verdient – ausnahmslos.

Welch ein schöner und besonderer Tag das war! Danke, Leica.

(Weitere Fotos werden ergänzt, sobald sie von den anderen der Gruppe zur Verfügung gestellt werden…)