Eine „Legende“?

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Seit kurzen es bei mir im Nikon-Regel: das Nikkor AI 4.5/80-200. Der erfolgreiche Verkauf einiger Objektive, die ich aus mehreren Gründen nicht mehr benötigt habe, hatte ein wenig Geld in das Hobbybudget gespült und dies ist eines der Teile, die davon angeschafft wurden.

Warum? Weil ich schon sehr viel darüber gelesen habe und nun selbst ausprobieren wollte, ob dieses Tele-Zoom aus den 70ern wirklich so „legendär“ ist. Es gab in der Tat schon in den 1970ern und 1980ern das eine oder anderes sehr gute Tele-Zoom. Meist stehen dort Namen wie „Zeiss“ oder „Leica“ drauf und sie sind auch heute noch recht kostspielig. Hin und wieder findet man sehr gute Zooms aus dieser Ära, die mittelpreisig (Tamron Adaptall-2) oder gar preisgünstig (Kiron) sind. Das Nikkor liegt irgendwo dazwischen. Deutlich günstiger als Zeiss-Modell aber etwas teurer als die oft nur Insidern bekannten Exemplare von Kiron.

Nico van Dijk schreibt auf seiner Website:

Introduced in late 1969 this lens became a legend. In its 12 years of production many thousands were sold. The last version has an AI-mount, nearly all older models can be converted. This push-pull zoom lens is razor sharp, takes the well-known 52 mm filters and is easily hand-held. It can be used wide open at all focal lengths without problems.

Auch Bjørn Rørslett, einer DER Nikon-Kenner im Web, schreibt nur (fast) Gutes über dieses Zoom:

This is the zoom that changed many people’s attitude towards zoom lens quality. A beautifully crafted one-ring zoom, it was the dream lens of all Nikon users in the early 70’s. […] The final version presented in 1977 used only 12 elements to give still better optical quality. Flare and ghosting performance was improved as well, but high-contrast scenes still are tough to handle for multi-element zooms. The 80-200/4.5 performs great with close-up lenses, such as the 4T, and I have used it extensively this way for flower and insect photography.“

Und, man mag es kaum glauben, sogar der berühmt-berüchtigte Ken Rockwell, mag dieses Telezoom: 80-200 mm f/4.5. It was similar to the previous lens, but with only 12 elements in 9 groups gave even better performance.
(Auch, wenn er den Nachfolger, das 4/80-200 – im Gegensatz zu den anderen – noch besser findet.)

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Das Tolle an dem 4.5/80-200 ist, dass es trotz seines „legendären“ Status, noch immer recht preisgünstig zu finden ist.
Ich habe mein Exemplar Ende der Woche erhalten und bin gespannt, wie es sich gegen das gebraucht in etwa gleich teure, dafür aber deutlich kleinere und leichtere sowie neuere Plastik-AF-Telezoom Nikkor AF 4.5-5.6/80-200 D („Optically, quite decent results are obtained if you are not nitpicking too much. There are traces of chromatic aberration across the entire frame which the targeted users likely won’t notice at all, and sharpness should cater adequately for their needs as well.BR) schlägt:

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Man muss zugeben, das 4.5/80-200 ist schon ein Brocken – auch, weil sich bei solch einem Schiebezoom die Baulänge beim Zoomen nicht ändert, es also schon von Anfang an lang ist. Beim Fokussieren dreht sich die Frontlinse aber mit. Na ja, an einem Tele-Zoom nutze ich nicht wirklich oft einen Polfilter – und nur da ist das eigentlich von Bedeutung.

An der wunderschönen Nikkormat FT-2 sieht es richtig gut aus:

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Man darf gespannt sein…

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