Urlaubs-Set

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Nikkormat FT2, Nikkor-N.C 2.8/24, Nikkor-O.C 2.0/35, Nikkor-S.C 1.2/55, Nikkor-H 1.8/85

Was nehmen Sie mit in den Urlaub? Nein, ich meine nicht „Zahnbürste, Unterwäsche, Reisepass…“. Das ist ja hier ein Foto-Blog. Also, wie sieht Ihr Urlaubs-Set aus?

Für mich gehört das das Überlegen, Planen und Packen des Urlaubs-Equipments schon zur Vorfreude auf den wohlverdienten Jahresurlaub dazu.
Sicher, es gab auch Zeiten, in denen ich mit einer Kamera und einem, höchstens zwei Objektiven in den Urlaub gefahren bin. Damals war meine Foto-Begeisterung aber bei weitem noch nicht so stark ausgeprägt wie heute. In der prä-digitalen Zeit hatte ich meist meine treue Ricoh KR-10x mit einem Rikenon 35-70 Zoom und einigen Dia-Filmen mit. Damit konnte ich auch Fotos machen, doch ich muss zugeben, manchmal hat mir dann doch etwas Weitwinkel und auch mal etwas Tele gefehlt. Ja, man wird es kaum glauben, aber in Ermangelung finanzieller Stärke als Student bin ich mit dieser Kamera – und diesem Objektiv! – auf Safari in Kenia gewesen. Safari! Mit 70mm-Tele!! Da wird ein Dia schnell zu einem Suchbild.

Als die Digital-Ära anbrach waren die ersten Digiknipsen noch unverschämt teuer. Also musste mir auf Urlaubsreisen zunächst eine Kodak DC240i reichen. Immerhin hatte die schon etwas mehr Tele. 😉 Lange hat mir, dem das Hobby immer wichtiger wurde, das nicht ausgereicht. Die nachfolgende Minolta Dimage 7 war mit einem lichtstarken 28-200-Zoom ausgestattet und bot, was die Brennweiten betraf, eigentlich alles, was man so auf einer Reise braucht. Wenn da nur nicht der langsame AF und vor allem der unersättliche Akku-Hunger, der „7“ gewesen wäre! Mindestens 2 Sets á 4 vollgeladener Akkus als Ersatz und eine gutes Ladegerät waren Pflicht.
Erst als die digitalen SLR-Kameras erschwinglich wurden und mir meine damals heiß geliebte EOS 350D die neue Welt der wechselbaren Objektive an einer digitalen Kamera eröffnete, brachen die Dämme. Von dem Moment an wurden die Kamerataschen auf Urlaubsreisen immer größer. Nur bei Flügen musste ich mich ein wenig einschränken; für St. Petersburg musste eine Tasche für’s Handgepäck reichen. Wir fahren aber meist mit dem Auto in den Urlaub und so ist Platz in der Regel kein Problem.

Warum nehme ich auf einen Familienurlaub soviel Zeug mit? Weil es nicht nur ein Familienurlaub ist, sondern auch unser wichtigster Jahresurlaub und damit die einzige Zeit, in der ich auch mal ausgedehnt meinem Hobby nachgehen kann, also immer auch ein Fotourlaub! Wobei ich strikt trenne: Familienzeit ist Familienzeit, da ist normalerweise nur das Handy als „Kamera“ dabei, und Fotozeit ist Fotozeit – dann möchte ich einfach auch vieles ausprobieren können. Und das geht eben nur, wenn man die Sachen mitgenommen hat. Meine Familie kennt das schon: „Heute nimmt sich der Papa mal zwei Stunden und geht fotografieren“.
Aus diesem Grund nehme ich immer zu viel mit, viel mehr als ich wirklich dann auch nutze. Ich würde mich aber in der Allerwertesten beißen, wenn ich merkte, dass ich endlich mal genau die Dinge hätte ausprobieren können, die ich dann eben nicht dabei habe! Also packe ich ein und nehme ich mit. Stört ja nicht.
Zumal ich die Sachen im „Hauptquartier“ lasse und dann immer nur ein „kleines Besteck“ (eine Kamera, zwei bis drei Objektive) auf solch eine Zweistundentour mitnehme.

Schwerpunkt in diesem Jahr ist „analog“. Meine „Ausprobierliste“ liest sich wie folgt:

  • der Impossible Schwarz-Weiß Sofortbildfilm in meiner alten Polaroid
  • der Redbird und der Nightbird von Rollei
  • die Nikkormat FT2, die endlich mal echte Verwendung finden soll
  • und die wunderschöne Kodak Retina IIIc soll auch mal wieder ausgelöst werden
  • außerdem habe ich noch einen abgelaufenen Kodak-Mittelformatfilm, mit dem ich in der Lubitel 166 ein wenig „Lomo“ spielen will.

Und schon sieht alleine das „Analog-Set“ so aus:

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Daran, dass diese klassischen Kameras ja das richtige „Futter“ brauchen, habe ich natürlich auch gedacht:

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Wofür habe ich denn sonst die coole Box vom Japancamerahunter?

Doch da ich ja nicht nur „analog“ fotografieren will, habe ich ein „kleines“ Set für die Nikon Df mit (12-24, 1.8/20, 2.8/28-70, 2.8/90 Macro, 80-210) und eines für die Fuji X-T1 (2.0/12, 18-55, 1.4/35, 50-230). Das alles passt in eine relativ große und eine mittelgroße Fototasche. Dann noch eine (echt) kleine Tasche mit dem ganzen Zubehör (Reinigung, Filter usw.) und der kleinen Infrarot-Kamera Canon G3, die ja auch nur im Sommer so richtig gut kommt:

(Fotos von heute.)

Feddich! Mal ehrlich, sooo viel ist das doch gar nicht. (Muss jetzt an dieser Stelle der „Rotwerde-Smiley“ stehen?“)

Ja ja, ich weiß. Manch einer erklärt mich jetzt für verrückt! Ich weiß auch, dass eigentlich eine gute Kompaktkamera oder eine DSLR oder Systemkamera mit vielleicht drei Objektiven absolut ausreichen würde. Doch ich komme eben „unter’m Jahr“ kaum zum Fotografieren und zum Ausprobieren. Das muss ich im Urlaub nachholen. Deshalb!

P.S.: Immerhin habe ich sowohl mein Pentax 645-Set als auch meine Leica M zu Hause gelassen. Beide warten, sicher im Safe weggesperrt, geduldig auf mich. 😉

3 Gedanken zu “Urlaubs-Set

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