Eine Kamera-Tasche im „Zeitungs-Design“…

Kamerataschen sind inzwischen nicht mehr nur zweckmäßig, sondern sowohl haptisch als auch optisch oft ein Genuss. Hier hatte ich ja bereits einmal eine Tasche beschrieben, auf die das zutrifft. Leider sind solche Exemplare in der Regel ziemlich teuer, was nicht nur am ausgeklügelten Entwurf, sondern auch am besonderen Material liegt – und daran, dass sie häufig in Handarbeit gefertigt werden.

Seit Ende der Woche habe ich nun eine Tasche zuhause liegen, die ein außergewöhnliches Design mit hoher Zweckmäßigkeit, angenehmer Haptik und zusätzlich noch der Gewissheit um eine Herstellung in Handarbeit verbindet und das zu einem überaus bezahlbaren Preis!

Vor etwa einem Monat hatte ich hier im Blog über meine neue Entdeckung eines Kameragurtes mit einem besonderen Aussehen berichtet, dem Kamera-Gurt im „Zeitungs-Design“ von Lieschenradieschen. PresseNun, das klingt zunächst einmal nicht nach einem Hersteller von Foto-Zubehör, ist es auch nicht – zumindest nicht hauptsächlich. Hinter dem Namen „Lieschenradieschen“ steckt Luise, eine junge Studentin aus Baden-Würtemberg, die ihr Hobby etwas „ausgeweitet“ hat. Luise ist überaus geschickt mit der Nähmaschine und stellt allerlei Produkte in Manufaktur-Qualität her. Es mag noch immer nicht ersichtlich sein, was dies nun mit einer neuen Kameratasche zu tun hat, aber ich denke, wir nähern uns gedanklich schon an.

Bei Lieschenradieschen gibt es nämlich nicht nur Kamera-Gurte, sondern auch Kamera-Taschen und zwar in recht ausgefallenen Designs. Als ich dann mit Luise in (einen überaus netten) Kontakt getreten bin, versprach sie mir, eine Kamera-Tasche passend zu meinem „Zeitungs“-Gurt zu schneidern, in schwarz und mit der Deckklappe mit Zeitungs-Motiv. Wow! Eine Einzelbestellung nach Kundenwunsch. Wo gibt es denn sowas noch?

Und nun ist sie hier, also die Tasche, nicht die Luise. 😉

TascheZeitung02

Und ich muss sagen, die Tasche ist ebenso fein und sauber genäht wie der Gurt auch. Aber der Reihe nach…

Die Tasche ist 28 x 19,5 x 15 cm groß und bietet TascheZeitung11genug Platz für eine Kamera und drei bis vier Objektive, ohne aber beim Tragen zu ausladend zu wirken. Sie ist aus robustem Möbelstoff und bunt-bedruckten Baumwollstoffen. Der Boden ist aus festem Kunstleder und somit wasserfest und abwaschbar. Abstellknöpfe sind keine vorhanden. Die Tasche ist zusätzlich mit einer Einlage verstärkt, sodass sie auch ohne die herausnehmbare, gepolsterte Innentasche in Form bleibt und anderweitig verwendet werden kann. Dieser gut schützende Kameraeinsatz verfügt über vier variable, durch Klettband haftende Unterteilungen, die ganz beliebig angeordnet werden können.TascheZeitung09 Er wird oben verschlossen und durch einen Tunnelzug zugezogen, was das innen liegende Equipment zusätzlich schützt. Man darf zwar nicht von einer echten Wetterfestigkeit ausgehen, aber im Nieselregen würde ich mir keine großen Sorgen machen.

TascheZeitung08Der Gurt ist verstellbar und lässt sich auf eine Maximallänge von 125 cm erweitern, was für einen Menschen meiner Größe („einsachtzig“) ausreicht. Ich habe mich anfangs ein wenig gefragt, ob der Gurt fest genug an der Tasche angenäht ist, denn er wird nicht – wie bei manch anderer HeavyDuty-Tasche um den Boden der Tasche herumgeführt, aber ich denke, dass die Mehrfachnaht durchaus genügend Sicherheit bietet. Man schleppt in dieser Tasche ja auch keine 10 kg an Equipment herum.

Auf der Taschenrückseite befindet sich ein Reißverschlussfach, das für flacheres Zubehör und persönliche Dinge Platz bietet. Ein 7-Zoll-Tablet passt hinein. Seitlich finden sich zusätzliche Einstecktaschen, in denen Filmrollen, Ersatzakkus, Speicherkarten-Boxen oder sogar ein kleines Objektiv mitgenommen werden können.

Die Taschenklappe wird durch zwei Metalldruckknöpfe verschlossen. TascheZeitung10Dafür gäbe es womöglich noch bessere Lösungen. Ich mag ja diese besonderen Verschlusse der Dothebag Mono sehr. Doch die sind vermutlich um einiges teurer und schwieriger zu bekommen. Die verwendeten Druckknöpfe gehören aber zu den Praktischeren ihrer Art, denn sich lassen sich mit genau dem richtigen Kraftaufwand öffnen und schließen, so dass sie einerseits einhändiges geöffnet werden können, andererseits ein versehentliches Öffnen nicht befürchtet werden muss. Gut!

Das Besondere an der Tasche ist und bleibt aber ihr außergewöhnliches Design:

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Diese Kombination aus Gurt und Tasche hat was, oder?

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Und hier wird wohl kaum jemand eine Fotoausrüstung in der Tasche vermuten – auch ein für viele wichtiger Aspekt!
Nun noch ein paar weitere Eindrücke:

Ich bin ja eh ein wenig „kamerataschenverrückt“, aber ich muss sagen: ich glaube, ich habe mich ein wenig verliebt. 😉

Wenn ich aus heutiger Sicht urteilen sollte, würde ich der Tasche ein

sehr empfehlenswert

geben. Gerade für die kompakteren Systemkameras ist sie sehr gut geeignet. Doch auch eine Nikon Df passt hinein, da die Tasche dick und hoch genug ist. Wenn ich am 09. Mai zum Leica-Hessenpark-Treffen fahre, wird die Tasche auch mal einem echten Praxis-Test unterzogen. Dann werde ich wieder berichten. 🙂

4 Gedanken zu “Eine Kamera-Tasche im „Zeitungs-Design“…

  1. Hej,
    danke für die Empfehlung, da werde ich doch gleich mal bei DaWanDa vorbei schauen. Was kannst du denn sonst so als Kameratasche für eine Systemkamera empfehlen?

    1. Kommt natürlich darauf an, wieviel reinpassen soll und was man ausgeben möchte.
      Ich finde die Dothebags Mono richtig klasse, aber die sind echt teuer.
      Die Retrospective-Serie von ThinkTank ist auch super, aber ebenfalls nicht billig.
      Mir gefällt, wenn es eine Kleine sein darf, auch die Kalahari Molopo K41i sehr gut.
      Ansonsten schau doch mal auf taschenfreak.de. Dort findest man 1000 sehr gute Tipps! 😉

  2. Pingback: Meine Kamerataschen des Jahres 2015 | RetroCamera.de

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