Zurück zum Film, aber mit AF?

Bisher habe ich es – zumindest in den letzten Jahren – stets so gehalten: digital hat AF, analog ist manuell. OK, so ganz diszipliniert habe ich das durch meine Vorliebe für manuelle Objektiv an DSLRs und Systemkameras nicht durchgehalten. Aber vom Grundsatz her war mir diese Aufteilung schon sympathisch.

Bis, ja bis ich aufgrund der unfassbar günstigen Preise für Film-Spiegelreflexen mit Autofokus nicht mehr widerstehen konnte. So kamen im Laufe der Zeit zu meinen zahlreichen klassischen Kameras, ein paar AF-SLRs von Pentax (MZ-50), Sigma (SA300) Nikon (F65, F601), Minolta (7xi) und Canon (EOS 300, 500, 500N, 650, 50e und 5). Die meisten davon habe ich wieder verkauft nachdem ich ein paar Filme damit belichtet habe, lediglich die Nikon F601 sowie zwei der EOSse (500N und 5) sind noch hier „in use“. In erste Linie, weil ich dafür auch die passenden AF-Objektive von meinen DSLRs habe. (Jetzt, wo ich die Pentax-Ausrüstung meines Vaters geerbt habe, könnte es sein, dass irgendwann auch wieder eine Pentax-SLR hier eintrudelt. Mal sehen.)

Nachdem ich kürzlich meine treue EOS 5D verkauft habe, besitze ich kein digitales „Vollformat“ mehr. Mich stört das überhaupt nicht, obwohl das so einige nicht nachvollziehen können. Es liegt vielleicht auch an meiner Eigenart, azyklisch zu entscheiden. Jetzt, wo alle Welt nach „Vollformat“ schreibt, trenne ich mich davon. Mainstream war noch nie so mein Ding. Womöglich kommt daher auch meine ausgeprägte Sympathie für die Marken Leica, Fuji und Pentax. 😉

Und dennoch hat sich im Laufe der Zeit eine recht ansehnliche Sammlung an analogen EOS-Sachen hier angesammelt. Hmmm… das ist wohl so ähnlich wie damals als ich nach dem ersten Anfängerauto (VW Derby) mein erstes richtiges Auto kaufen wollte. Mein Herz wollte einen Lancia Delta (1. Generation!), doch gekauft habe ich mir vernunftgesteuert einen VW Golf (II). So waren mir auch bei DSLRs Pentax und Fuji überaus sympathisch – so ein wenig die „Underdogs“ gegen die großen beiden damals – doch gekauft habe ich mir – erneut vernunftgesteuert – eine Canon EOS 350D. Nicht, dass mir die 350 nicht gefallen hätte – das war eine tolle Kamera mit der ich viel Spaß hatte – so richtig warm wurde ich aber mit den, rein objektiv betrachtet, ausgesprochen guten EOS-Kameras danach, 40D und 5D, nicht. Begeistert von deren Leistung war ich, doch mein Herz konnten sie nie so ganz berühren, übrigens ebenso wenig wie die NEXen von Sony. Das konnten aber die Leica M8 (trotz, oder vielleicht gerade aufgrund ihrer „Eigenarten“) und später dann die Fuji X-E1 – sowie, und das hat mich schon ein bisschen überrascht, die Pentax K100D!

Nun, wie auch immer. Film ist sowieso eher was für’s Herz. 😉 Und hier möchte ich meine inzwischen recht ansehnliche EOS-Sammlung vorstellen:

eossetfilm

(hinten v.l.n.r.: Tamron 80-210, Sigma 15-30, Sigma 1.8/24; vorne v.l.n.r.: EOS 500N mit Tamron 28-80, Sigma 7.2/500, EOS 5 mit EF 1.8/50 II)

Das 50er habe ich vor einige Jahren einmal ganz spontan in Hamburg von meiner Frau geschenkt bekommen. Das 24er habe ich mir als „35er“ für meine damalige 40D gekauft und das 15-30 als Superweit-Lösung für die 5D. Die EOS 5 habe ich mir für einen sehr guten Preis gekauft, als die 5D weg war. Die restlichen Teile habe ich, weil ich sehr, sehr wenig dafür bezahlt habe. So kam es zu diesem Set. 🙂

Und wahrlich, die EOS 5 ist eine tolle Kamera. Mit dem Set aus 15-30mm, 24mm, 50mm, 28-80mm, 80-210mm und 500mm ist die Brennweiten-Ausstattung für Amateurzwecke wirklich komplett. Ich dachte zwar immer, die EOS 5 sei so ziemlich die hässlichste Kamera, die ich je hatte, doch mit den Objektiven sieht sie gar nicht so schlecht aus und das Handling ist exzellent.

Hier nun die Einzelportraits:

Sigma 15-30
Sigma 15-30
Sigma 1.8/24
Sigma 1.8/24
Tamron 28-80
Tamron 28-80
Canon EF 1.8/50 II
Canon EF 1.8/50 II
Tamron 80-210
Tamron 80-210
Sigma 7.2/500
Sigma 7.2/500

Kurzum, man kann sich für relativ kleines Geld eine ordentliche Ausrüstung zusammen kaufen, wenn man etwas Geduld mitbringt.
Die EOS 5 macht auf jeden Fall Spaß und die ersten beiden Filme werden gerade entwickelt. Bin sehr gespannt!

Spürsinn…

Jeder, der sich in letzter Zeit mit analoger Fotografie auch praktisch beschäftigt hat, wird den Namen „Spürsinn“ kennen. Ein überaus sympathischer kleiner Laden, dessen Betreiber mit großem Engagement die Fotografie auf Film weiterleben lassen. Gott sei Dank!

Ich habe damals, nach meiner allerersten Bestellung dort, mit dem Chef ein langes Telefonat geführt, in dem ich viele Tipps bekommen habe – und dies als völlig kostenfreie „Serviceleistung“. Man merkt, dort ist jemand mit Herzblut bei der Sache.

Also, wer Filme, Entwickler, Fixierer oder anderes Laborzubehör sucht, sollte bitte mal auf die Website von Spürsinn schauen. Dort findet man wirklich alles, was dazu gehört zu fairen Preisen, mit tollem Service und der Chance auf persönlichen Kontakt. Das ist „Retro“ im besten Sinne des Wortes!!

 

Ach ja, und zahlreiche Infos und Geschichten findet man dort auch, z.B.:

Für den Durchblick bei Entwicklern…

Stolpersteine in der Schwarzweiß-Negativentwicklung

Kamera-Geschichten

Alte Männer und lange Bärte

 

 

Schöne Neue Weitwinkelwelt…

Hach! Was habe ich mir schon Gedanken gemacht über ein passendes Superweitwinkel-Objektiv für meine X-E1!
Das Fujinon 2.8/14 wäre klasse, das Zeiss Touit 2.8/12 erst recht. Doch leider sind diese beiden Linsen unverschämt teuer. OK, für meinen Geschmack wenigstens.
„Was tun?“, sprach Zeus. Das 16-50 ist zwar etwas weiter als das 18-55. Die Überschneidung im Brennweitenbereich ist aber so groß, dass ich nicht beide Linsen halten will und vom 18-55 bin ich so überzeugt, dass ich es nicht wieder hergebe. Also habe ich mich bei Fremdherstellern umgesehen. Nun ja, „Fremdhersteller“ gibt es für das Fuji X-System ja nicht wirklich viele. Also blieben nur adaptierte, manuelle Objektive.
Mein erster Versuch war das Naheliegendste: ein Objektiv, das ich ohnehin schon in der Sammlung habe, das Voigtländer Super-Wide Heliar 4.5/15. Das funktioniert weitaus besser an der Fuji als es weithin behauptet wird.

Doch mit 15mm wirkt es wie ein 23mm am Kleinbild. Ich wollte es „weitwinkliger“. Also besorgte ich mir das Samyang 2.8/14, das mir den Bildwinkel eines 21mm-Objektivs am KB bot und zudem über eine Blende lichtstärker ist. Das 14er ist wirklich brauchbar, wenn auch recht groß und schwer für die Fuji. Außerdem wollte ich es noch „weitwinkliger“. 😉

Der nächste logische Schritt, da das lange angekündigte Fujinon 10-24 noch immer nicht verfügbar war, war mir einen „LensTurbo“ zu besorgen, der mit einem für’s Kleinbild gerechneten Objektiv durch ein Sammellinsensystem beinahe den ursprünlichen Bildwinkel auch auf APS herstellt. Ein 14er wirkt dadurch nicht mehr wie ein 21er, sondern in etwa wie ein 15er.
DAS war schon ziemlich weitwinklig. Allerdings war die Leistung in den Ecken erst ab f/11 zufriedenstellend.

Meine Suche war also noch immer nicht zu Ende. Und das 10-24 von Fuji noch immer nicht verfügbar. Allerdings wurde der Preis veröffentlicht und der ist mit knapp €1000,- auch wieder in Sphären, die mit meinem Geschmack nicht kompatibel sind. Mal im Ernst, vergleichbare Zooms gibt es von Tamron, Sigma oder Tokina für die Hälfte! Leider aber nicht für das Fuji X System.

Per Zufall entdeckte ich ein Objektiv in der „Bucht“, das sehr spannend klang: das Sigma 12-24 in einer Version mit Blendenring.
Dieses Zoom ist das weitwinkligste Zoom, das für Kleinbild zu finden ist. Echte 12mm als Startbrennweite. Wow!

Und bevor ich mir es doch anders überlegte, griff ich zu:

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Ohne LensTurbo, an einem normalen Adapter und damit ohne jede Beeinflussung der Abbildungsleistung wirkt es wie ein 18-36mm Zoom. Schon das ist beeindruckend.
Mit dem LensTurbo wirkt es in etwa wie ein 13-26mm Zoom und ist ab f/8 brauchbar, ab f/11 und auf unendlich fokussiert sogar richtig gut. 13mm KB-Äquivalent – das ist irgendwie surreal! 😉

Hier mal ein paar Beispiele:

1224a

Die Wolken waren horizontal völlig „gerade“.

Die Perspektive ist schon außergewöhnlich:

1224b

Und bei Naheinstellung, etwas aufgeblendet wird es regelrecht zu einer Effektlinse:

1224c

Liebes Team von Fuji, der Kauf eures teuren 10-24 liegt bei mir jetzt erst einmal „auf Eis“. 😉

Die Kunst, wirklich alte Objektive digital zu nutzen…

Dass man ältere, manuelle Objektive an modernen, digitalen Systemkameras (DSLR, EVIL etc.) nutzen kann, hat sich durch diverse Foren (wie z.B. den DCC) wohl auch bis in die letzte Ecke des Landes herumgesprochen. Dass dies auch Spaß machen kann, glaubt man oft erst, wenn man es selbst ausprobiert hat.

Meritar 2.9/50

Die „normale“ Art, ein solches manuelles Objektiv an eine moderne Kamera zu bringen, ist ein passender Adapter, der das eine in das andere Anschluss-Bajonett ändert.
Dieses Foto zeigt ein 50er Meritar mit M42-Gewinde, das an eine EOS adaptiert wurde.

Sowas geht mal leicht, mal weniger leicht. Das Auflagemaß des Objektivs und der Kamera bestimmt, ob eine Adaptierung überhaupt möglich ist.

NEX-3 & Jupiter-8 2.0/50

Die kleinen spiegellosen Systemkameras haben durchweg ein viel kürzeres Auflagemaß und können auch solche Objektivtypen aufnehmen, die man nicht oder nur mit erheblichem Aufwand an eine DSLR gebracht hätte.

Wenn es aber darum geht, wirklich alte Objektive an eine digitale Kamera zu nutzen, muss man sich schon andere Sachen einfallen lassen. Ich meine hier die Objektive, die zum Beispiel in alte Mittelformat-Klappkameras eingebaut sind. Diese Objektive müssen „chirurgisch“ entfernt werden und es muss ein Weg gefunden werden, solch ein Objektiv im richtigen Abstand und mit einer Fokussiermöglichkeit an einer Digitalkamera anzubringen. 

Dafür eignen sich mehrere Wege. Zwei habe ich einmal ausprobiert.

1. Das Nutzen einer leeren Objektivfassung

Manchmal hat man Glück und eine altes ausgeschlachtetes Objektiv bietet eine Fokusschnecke mit passender Bauweite, um ein altes Objektiv zu tragen.

Dallmeyer Dalmac 3.5/75 adapted to EOSHier habe ich ein Dallmeyer Dalmac 3.5/75 über die Fassung eines alten Canon-Objektivs an eine EOS gebracht.

2. Die Balgen-Lösung

Der zweite Weg, den ich einmal ausprobiert habe, ist einen Balgen zu nutzen, mit dem man eben auch die Entfernung des Objektivs zur Aufnahmeebene variieren kann.

Zeiss Novar Anastigmat f4.5 105mm @ EOS 350D

Hier sieht man ein Zeiss Novar Anastigmat f4.5 105mm über einen Balgen an eine EOS adaptiert.

Die Ergebnisse, die man mit solch einer „Vintage-Linse“ erzielen kann, sind manchmal überraschend gut:

Zeiss Novar Anastigmat f4.5 105mm

Zeiss Novar Anastigmat f4.5 105mm

Die Möglichkeiten sind weitreichend und mit ein wenig handwerklichem Geschick eröffnet man sich eine völlig neue Welt der Fotografie.

Wie man sowas beinahe professionell macht, zeigt uns Dirk Spennemann auf seiner Website:

>> Antique Camera Simulator

Viel Spaß!

Dogmatismus – und warum er mir zuwider ist

Ein Chat-Gespräch eben mit einem sehr, sehr guten Freund hat mich, mal wieder, auf den Gedanken gebracht: Ich finde jegliche Art von Dogmatismus unerträglich. Gott sei Dank sind meine Freunde keine Dogmatiker. Wahrscheinlich sind sie daher auch meine Freunde. 😉
Dogmatismus, so wie ich ihn meine, gehört in die Gruppe „Extremismus“, „Fanatismus“ und „Besessenheit“. Es wird von einem in dieser Lesart dogmatischen Menschen keinerlei Toleranz gegenüber Andersdenkenden, gegenüber anderen Meinung ausgeübt – ganz gleich, wie gut die Argumente auch sein mögen, mit denen man diese Meinung unterstützt.

Solch ein Dogmatismus findet sich auch im Bereich der Fotografie und vor allem in Foto-Foren im Internet. Als Beispiel möchte ich hier die leidige Diskussion um das sogenannte „Vollformat“ anführen. Nicht nur, dass ich den Begriff schon unpassend finde – was ist denn an diesem Format „voll“? – meines Erachtens sollte man von „digitalem Kleinbild“ reden, um den Bezug zum analogen 36x24mm Film deutlich zu machen – nein, die Hitzigkeit, mit der um das Vollformat in Foren gestritten wird, lässt mich oft kopfschüttelnd und an der Vernunft einzelner zweifelnd vor dem Rechner sitzen.

Zum Glück gibt es viele Hobby- und Profi-Fotografen, die – tolerant gegenüber anderen – Argumente für und gegen Kleinbild- bzw. APS- oder gar µ4/3-Sensoren gelten lassen. Wie schrieb mein Freund in unserem Chat?

Dass man gute – sehr gute – Bilder machen kann ohne Vollformat, das wissen wir beide!

Recht hat er. Natürlich, mag jetzt der geneigte Leser an dieser Stelle denken.
Und dennoch ist es erstaunlich, wie häufig man auf Foren-User trifft, die mit Vehemenz für ein, für „ihr“ Bildformat streiten.

Lassen Sie uns doch einmal die Vor- und Nachteile des „Vollformates“ (ich mag diesen Begriff echt nicht) auflisten, zumindest die meistgenannten…

Pro 1: Objektive behalten ihre eigentliche Bildwirkung. Ein 50mm-Objektiv wirkt wie ein 50mm-Objektiv an einer analogen Kleinbild-Kamera.

Pro 2: Es sind sehr gute Weitwinkel-Objektive erhältlich. (Aufgrund von Pro 1.)

Pro 3: Der PixelPitch, also der Abstand von Pixelmitte zu Pixelmitte, ist bei Kleinbildsensoren größer. Das ist einer der Gründe, warum sie weniger Bildrauschen zeigen.

Pro 4: Ein größeres Aufnahmeformat ermöglich in der Praxis eine stärkere Freistellung. (Das ist ein hochkomplexes Thema. Belassen wir es bei dieser vereinfachten aber korrekten Aussage.)

Contra 1: KB-Sensoren sind größer und in der Produktion teurer, daher ist auch eine Kamera mit einem solchen Sensor deutlich teurer als eine mit APS-Sensor.

Contra 2: KB-Sensoren nutzen den Bildkreis eines KB-Objektivs bis an die Grenzen aus, so dass Schwächen in den Ecken (Unschärfe, Vignettierung usw.) deutlicher hervortreten als bei kleineren Sensoren.

Contra 3: Objektive, die für Kleinbildformate gerechnet wurden, sind größer, schwerer und teurer als APS-Objektive.

Contra 4: KB-Kameras sind in der Regel größer und schwerer.

Nun möchte ich auf die einzelnen Argumente kontern…

Ad Pro 1: Korrekt. Doch warum ist das überhaupt wichtig? Man sieht doch im Sucher, was man aufnimmt und hat sich sehr schnell umgewöhnt. Außerdem gibt es reichlich Objektive, die klassische Bildwinkel auch auf APS-Sensoren abbilden. Dieses Pro-Argument hat demnach eher nostalgische Bedeutung.

Ad Pro 2: Stimmt. Allerdings gibt es auch sehr gute, sogar extreme Weitwinkel-Objektive für kleinere Sensoren. Bis zu 8-16 (12-24 KB) für APS oder 7-14 (14-28 KB) für µ4/3.

Ad Pro 3: Prinzipiell auch richtig. Die Weiterentwicklung von kleineren Sensoren ist in den letzten Jahren allerdings derart fortgeschritten, dass man auch mit APS-Sensoren (vgl. Fuji) oder µ4/3 (vgl. Olympus) exzellente Ergebnisse bei hohen ISO-Werten liefern. Muss man wirklich mit ISO 25600 oder mehr fotografieren?

Ad Pro 4: Ja, es lässt sich aber in der Praxis eine Freistellung auch verstärken, indem man eine stärker geöffnete Blende benutzt und wenn man in Extrembereiche (f/1.2) vordringt, dann muss man sich die Frage stellen, ob eine derart starke Freistellung überhaupt sinnvoll ist. Ich selbst finde es nicht so überzeugend, wenn das linke Auge scharf und das rechte Auge schon unscharf ist.

Ad Contra 1: Der Preis ist nicht primär von Bedeutung für die Qualität der Bildergebnisse. Will heißen, ob ein Bild gut oder schlecht ist, hängt nicht nur vom Preis des Equipments ab. Es ist demnach eine rein persönliche Entscheidung, wie viel Geld man für eine Kamera ausgeben kann oder mag. Von daher darf dies nicht als Gegenargument verwendet werden.

Ad Contra 2: Dies gilt vor allem für leistungsschwächere Objektive. Sehr gute Objektive zeigen auch in den Bildecken eines Vollformat-Bildes keine gravierenden Schwächen.

Ad Contra 3: Das ist in der Regel korrekt, ist aber ebenso eine persönliche Vorliebe wie der Preis. Jeder sollte für sich entscheiden, wie groß und wie schwer seine Ausrüstung sein darf. Es gibt keine objektiv festlegbaren Grenzwerte.

Ad Contra 4: Die neue Sony A7 hat dieses Argument so ziemlich ad absurdum geführt.

Solche eine Debatte ließe sich beinahe endlos fortführen.

Und nun? Was soll das Ganze? Na ja, ich wollte aufzeigen, dass es für jedes Format Pro- und Contra-Argumente gibt und dass jedes dieser Argumente leicht gekontert werden kann. Welchen Sinn macht es also, sich dogmatisch für das eine oder andere Sensorformat einzusetzen und diejenigen, die anders denken, für weniger reflektiert (einmal nett formuliert) zu halten? Nur die eigenen Argumente zählen zu lassen, zeugt lediglich von Intoleranz und Engstirnigkeit. Und dies ist in einer Gemeinschaft immer unangenehm.

In diesem Sinne. Habt Spaß an eurer Ausrüstung und respektiert die Überzeugung der anderen.

 

Dazu auch:

So You Want A Full Frame DSLR?