„Altglas“ an der Sony NEX-6

Wie ich im letzten Artikel bereits angedeutet habe, macht eine Sony NEX-6 auch mit „manuellen Objektiven“ (= „Altglas„) Spaß.
Systemkamera bieten durch ihr kurzes Auflagemaß per se schon vielseitige Möglichkeiten, ältere Objektive zu adaptieren. Allerdings führt die Nähe der Hinterlinse zum Sensor vor allem bei Messsucher-Weitwinkel-Objektiven zu sehr schräg einfallenden Randstrahlen, was sich oft durch Unschärfe oder Farbverfälschungen zeigt. Mit diesem Problem hat sogar die digitale Leica M zu kämpfen, für die die Leica-Objektive ja eigentlich gedacht sind. Die NEX-7 konnte problemlos mit manuellen Objektiven ab 35mm Brennweite verwendet werden (mit Spiegelreflex-Objektiven ohnehin), Messsucher-Objektive mit kürzerer Brennweite als 28mm waren meist problematisch. Bei 28mm-Linsen war es von Fall zu Fall verschieden.

Warum denn überhaupt Messsucher-Objektive und keine, die für Spiegelreflex-Kameras gedacht waren? Weil SLR-Objektive deutlich größer sind und daher oft nicht mehr so richtig von Gewicht und Größe her  an eine NEX „passen“. Sicher gibt es eine Reihe von kompakteren SLR-Objektiven, die sehr ausgewogen an einer NEX sind, doch gerade starke SLR-Weitwinkel sind relativ groß. Also hat man bei der NEX-7 entweder das Problem, dass das Objektiv „gefühlt“ zu groß ist oder eben die Ecken unschön werden. Die NEX-5N hatte, vermutlich aufgrund des anderes Sensors, keine so großen Schwierigkeiten damit. Also hoffte ich, dass auch die NEX-6, die ja den von mir so geliebten Sucher bietet, ähnlich gut mit Messsusucher-Weitwinkeln umgeht wie die 5N.

Ich habe, um das einmal auszuprobieren, ein paar Voigtländer-Objektive mit M-Bajonett oder M39-Gewinde an die NEX-6 adaptiert. Schön sehen sich auf jeden Fall an der kleinen Kamera aus:

mNEX6

Die Frage ist nun, wie sich die NEX-6 damit schlägt…

Das 15er Voigtländer Super-Wide Heliar, das an der NEX-7 in den Ecken wirklich problematisch war, harmoniert mit der NEX-6 deutlich besser:

cv15

Es ist ganz leicht auch hier das „lila Ecken“ Phänomen zu erahnen, doch die Bilder sind auch „out of cam“ absolut brauchbar.

Das Voigtländer Ultron 2/28 (mein Lieblingsobjektiv an der Leica M8) wirkt an der NEX-6 wie ein 42mm-Objektiv:

cv28

Durch die relativ große Blende von f/2.0 sind auch Freisteller möglich.

Das letzte Objektiv, das ich an der NEX-6 getestet habe, war das Voigtländer Color-Heliar 2.5/75 – ein kurzes Tele, dass ich sehr mag, schon an der NEX-7 mochte und das auch an der Leica M8 oder an der Fuji X-E1 ausgezeichnete Ergebnisse bringt.

cv75a

cv75b

Alle Fotos sind JPGs „out-of-cam“ (es erfolgte lediglich eine kleine Tonwertkorektur). Um das hervorragende Zusammenspiel von NEX-6 und Heliar 75 zu zeigen, hier noch ein 100% Crop aus dem Bild oben, ungeschärft:

cv75c

Nachdem ich nun im letzten Artikel festgestellt habe, dass sich die NEX-6 als Weitwinkelkamera eignet, kann ich hier auch ihre Eignung als Kamera für manuelle Objektive (SLR und RF) unterstreichen!

3 Gedanken zu “„Altglas“ an der Sony NEX-6

  1. Tino

    Guten Tag,

    wie lösen Sie das Problem des Auslösens?
    Bei meiner Nex6 erkennt die Kamera das manuelle Objektiv nicht.
    (SAMYANG 12mm/F2.0)
    Herzlichen Dank

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