Panorama-Fotos mit der Belair 6×12

So, nachdem mein Fotokumpel Felix aus den Staaten zurück ist, hat er nun die Zeit gefunden, meine Negative, die ich mit seiner Belair 6×12 aufgenommen hatte, einzuscannen. Danke, Felix! Er ist der einzige, der einen Scanner hat, welcher diese Riesennegative auch verarbeiten kann – und der in meiner Nähe wohnt. 😉

Also, nach etwa 7 Wochen, nun die Fotos des Panorama-Walks durch Marburg.

Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich mich nicht gerade als Belair-Meister herausgestellt habe. OK, das Wetter war nicht wirklich gut, eher ziemlich trübe, doch so starke Verwackler hätte ich nicht erwartet. Zudem scheine ich mit der Belair mehr Probleme zu haben, die Entfernung korrekt einzuschätzen als mit meinen anderen „Scale-Focus“-Kameras – seltsam.

Nun gut, zunächst mal ein Bild, das recht gelungen ist:

BelairMR0Das Marburger Landgrafenschloss von unten. 😉

Hier stimmt die Schärfe und die Komposition ist auch gar nicht sooo schlecht. Im Gegensatz zu diesem hier:

BelairMR3

Da wollte ich eigentlich das Fachwerkhaus unten mit der Schloss oben auf’s Bild setzen. Leider zeigt der Sucher nicht genau das an, was aufgenommen wird, so dass man ein wenig üben muss, um den echten Ausschnitt zu erahnen. Hier ist der Turm des Schlosses oben abgeschnitten.

Besser gelungen ist mir das hier.

BelairMR4Da bin ich aber mit der Schärfe nicht ganz zufrieden.

Meine tolle Idee, die Leiter als bildbestimmende Diagonale für das nächste Bild zu verwenden, ist leider auch nicht zu 100% aufgegangen. Das Bild ist links zu sehr angeschnitten. Der Mann gehört da ganz drauf! Wenn das Foto links etwas mehr und rechts etwas weniger zeigen würde, hätte es besser geklappt.

BelairMR2Außerdem sieht man, dass die Belichtungszeit zu lange war und ich das Foto verwackelt habe. Da die Belair keinerlei Rückmeldung – außer der Länge des „Klicks“ – für die automatisch gewählte Belichtungszeit gibt, kann man das auch sehr schwer vor dem Auslösen abschätzen.

Beim letzten Bild, das ich hier zeige, ist es mir wiederum etwas besser gelungen, die Komposition aufzubauen und vor allem die Belichtungszeit abzuschätzen. Doch so richtig zufrieden bin ich damit auch nicht.

BelairMR1Vorgestellt hatte ich mir eher sowas…

BelairMR… na ja, wenigstens ungefähr. 😉

Also, die Bilder bestätigen mir meinen Eindruck und meine Meinung: die Belair 6×12 ist nicht wirklich „meine“ Kamera. Schön, wer damit glücklich wird, doch für mich ist sie vor allem durch die eingeschränkte Kontrolle und den nicht wirklich passenden Sucher viel zu „Lomo“ – und dafür dann zu teuer!

 

 

 

Creative Cloud Reloaded ;)

Ich bin ja seit etwa 9 Monaten Nutzer der Creative Cloud von Adobe. Ja, ja, tippt euch nur mit dem Finger an die Stirn. Aber bitte nicht bevor ihr weiterlest!

Als Lehrer und Dozent musste ich im ersten Jahr nur €19,90 pro Monat zahlen und zwar für die gesamte Creative Cloud. Mal im Ernst, das kann man als Adobe-Gegner hin und her rechnen wie man will, man wird es nicht schlecht rechnen können!

Allerdings hätte sich nach einem Jahr der montaliche Abo-Preis auf €29,90 erhöht. Immer noch gut, doch schon, vor allem auf’s Jahr gerechnet, deutlich mehr. Hätte ich sogar in Kauf genommen, wenn ich die vielen Programme, die in der CC mitkommen auch genutzt hätte. Meine Dokumente erstelle ich meist mit Office und für das DTP habe ich sowohl noch eine Lizenz vom alten Pagemaker als auch eine für InDesign CS. Das reicht für mich allemal. Die anderen tollen Programme habe ich in den letzten 9 Monaten nicht genutzt, vor allem auch deshalb nicht, weil ich gar nicht die Zeit hatte, mich darin einzuarbeiten.

Ich nutz nur Photoshop und Lightroom regelmäßig. Muss wohl an meinem Hobby liegen. 😉

Jetzt erfahre ich, dass Adobe ein neues Angebot bringt: Photoshop CC und Lightroom 5 für €12,29 pro Monat. Wow! Das klingt gut und passt genau auf mich. Also habe ich in einem kurzen Telefonat mein Paket umgestellt. Das hat Adobe problemlos gemacht. Ganz anders als man das von Handy-Firmen kennt, wenn man einen Vertrag „downgraden“ will. Super!

Während ich diese Zeilen hier tippe, deinstalliere ich parallel die ganzen Applikationen der Cloud, die mir künftig nicht mehr zur Verfügung stehen. Der gewonnene Speicherplatz tut meinem System sicher auch gut. 😉

So, ab sehr bald bin ich sozusagen „Creative Cloud Light“ Kunde.

LEICA Akademie Erlebnistage 2013

Eigentlich hatte ich mich schon ein ganzes Jahr, nämlich seit dem Ende der Erlebnistage 2012, auf die diesjährigen Leica Erlebnistage in Wetzlar gefreut, richtig groß wurde die Vorfreude aber als ich die Eintrittskarte für Samstag und Sonntag von Leica zugeschickt bekam. Ab da lief der „Countdown“.

Gestern also war es so weit: die Leica Akademie Erlebnistage 2013 begannen.

Nachdem die Leica-Fans angereist waren und wir alle uns über das kostenfreie Parken im Wetzlarer Stadthallenparkhaus freuten, traf ich auf die ersten bekannten Gesichter. Es sind ja doch immer wieder die gleichen Fotografen, die man bei Leica-Veranstaltungen sieht. Manchmal wird – etwas verächtlich – der Begriff „Leica-Jünger“ in diesem Zusammenhang gebraucht und ein wenig stimmt das sogar, doch ich bin offen gesagt froh, zu diesen Leica-Jüngern zu gehören, denn es ist schon ein wenig wie ein Familientreffen. Diese spezielle Atmosphäre findet man unter den Nutzern anderen Kameramarken kaum.

Um 10 Uhr begrüßte der Vorstand der Leica Camera AG, Alfred Schopf, die Anwesenden, erzählte ein wenig vom großen Neubau …

sa_schopf

und übergab dann das Wort an Udo Zell, den Leiter der Leica Akademie, der in den kommenden beiden Tagen durch das Programm führen sollte.

Was folgte, war ein beeindruckender Vortrag über den Tauernhöhenweg von Herbert Raffalt, der als Bergführer weiß wovon er erzählt und der in einer sehr charmanten Art von einem seiner Träume berichtete.

sa_raffaltDiesen langen Wanderweg kann man in 40 bis 60 Tagen erlaufen – eine Aktion, die mir schon rein zeitlich wohl nie möglich sein wird. Aber Lust auf einen kurzen Abschnitt des Gesamtweges habe ich sofort bekommen, bei den beeindruckenden Motiven, die uns gezeigt wurden.

Vom anschließenden Vortrag von Nanni Scheffl-Dailer habe ich kein Foto. Ihre Arbeit mit an Tuberkolose erkrankten Kindern in Indien oder Geschwister von sterbenskranken Kindern hat mich zu tief bewegt. Nanni Scheffl-Dailer führt Fotoprojekte mit solch traumatisierten Kindern und Jugendlichen durch. Dafür – und das konnte ich ihr auch selbst sagen – mein Hochachtung!

Nach der Mittagspause, die sehr gut gesetzt war, denn man musste von diesem traurig-ernsten Thema erst auch wieder herunterfinden, folgte ein einstündiger Vortrag über das rauhe Patagonien von Peter Gebhard, der es verstand gleichermaßen informativ wie unterhaltsam zu sein.

sa_patagonien
Das Foto zeigt das Startbild des Patagonien-Vortrags aber die Anmoderation von Udo Zell.

Robert Mertens forderte uns im Anschluss in seinem Vortrag „Querbelichtet“ auf, die gewohnten Perspektiven zu verlassen, um zu kreativeren Bildkonzepten zu gelangen. Seine Ideen klingen verführerisch. Man muss sich aber bewusst sein, dass man sich mit Doppelbelichtungen und der intensiven Nachbearbeitung am PC schon recht deutlich von der eigentlichen Fotografie entfernt.

Den Abschluss des Samstages bildete Dirk Bleyer mit seiner Multimedia-Show über Island. Beeindruckende Fotos von Landschaften die wie nicht von dieser Welt wirkten und zahlreiche Videoclips brachten den Zuschauern die Insel im Nordatlantik näher. Es mag daran gelegen haben, dass ich schon vier Vortrage gesehen hatte, aber mir persönlich war diese letzte Präsentation ein wenig zu lang. Müde und völlig ausgelaugt aber auch mit unzähligen Eindrücken fuhr ich nach Hause und freute mich auf den folgenden Tag.

Am Sonntag trafen dann alle ab 9 Uhr wieder in der Stadthalle Wetzlar ein und genossen, nach einer kurzen Begrüßung durch Udo Zell, …

so_zell

…den überaus unterhaltsamen Vortrag der Weltenbummler Axel Brümmer und Peter Glöckner, die 90 Minuten über diverse Rad- und Jeep- sowie Boot(!)-Fahrten kreuz und quer durch Australien berichteten. In einer lockeren und witzigen Art konnten die beiden ihre Entertainer-Qualitäten unter Beweis stellen.

so_australien

Auf den darauf folgenden Vortrag von Herbert Piel hatte ich mich besonders gefreut, durfte ich mich doch schon vergangenes Jahr vom Vortragsstil des bekannten Reportage-Fotografen und Leica Historica Mitgliedes begeistern lassen.

so_piel

Und meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht! Wenn Herbert Piel referiert vergeht die Zeit wie im Fluge. Hier hätten es statt 40 ruhig 90 Minuten sein dürfen. Große Klasse!

so_piel1

Den anschließenden Vortrag von Nomi Baumgartl und Sven Nieder lies ich, obwohl ich mich für die Polarregionen sehr interessiere – aus, denn irgendwann ist man visuell einfach gesättigt und sitzen konnte ich auch kaum noch. 😉

Zumal ich schon sehr gerne dem folgenden Vortrag von Heinz Teufel „Masterfotos oder die Kunst Bilder zu gestalten“ beiwohnen wollte.

so_teufelDie Art und Weise wie Heinz Teufel komponiert kommt der Art der Fotografie, die ich in meinen Bildern zu finden suche sehr nahe. Eine Komposition aus Punkt, Linie und Fläche, organisiert über Horizonte und Diagonalen, die zusammen eine Gesamtstruktur bilden – so sehe ich „meine“ Fotografie auch. Spannend für mich war die ebenfalls vorgestellte „gestische Fotografie“, als deren Erfinder Teufel bezeichnet werden kann. In seiner angenehmen Art voller norddeutschem Humor war auch dieser Vortrag ein Genuss.

Obwohl zum Abschluss nochmals ein echtes Highlight geboten wurde – Norbert Rosing und seine Naturfotografie – lies ich es für mich um 16.30 Uhr enden, denn zum einen war ich nun wirklich gesättigt und zum anderen ist die Natur- und Tierfotografie nun wirklich nicht mein Metier.

Fazit

Es waren zwei großartige Tage mit faszinierenden Vorträgen, exzellenten Fotos und vielen netten Menschen, so zum Beispiel auch das Team von Leica HISTORICA e.V.

lhSelbstverständlich sind „wir“ (ich bin ja auch dort Mitglied) bei den Erlebnistagen vor Ort!

Und schon heute freue ich mich auf die Erlebnistage 2014, aber zunächst einmal auf die Solmser Fotobörse am 30.11. 😉

[Die Fotos wurden gemacht mit einem Sony Xperia Arc Handy – ja, ich weiß, eigentlich ein Sakrileg. ;)]

„Beifang“

Es ist schon unfassbar, was man heutzutage alles so als „Beifang“ in EBAY-Auktionen erhält!
So trudelten mir in letzter Zeit Kameras ins Haus, die noch zu Zeiten, an die ich mich wie gestern erinnern kann, recht teure Geräte waren. Wenn dann solche Kameras auch noch funktionieren – umso besser!

Nun schaut mal, was ich dazu bekam, als ich nach AF-Nikkoren für meine Nikon D1 suchte (und nicht viel Geld dafür ausgeben wollte):

nikon65601Auf dem Bild sieht man eine Nikon F65 und eine Nikon F601.

Die F65 war ein Einsteigermodell von Nikon um die Jahrtausendwende und die Nachfolgerin der F60. Diese Kamera war eine Art abgespeckte Version der teureren F80, die schon im „semi-professionellen“ Bereich angesiedelt war.

Hier ein paar Links zur F65:

Die zweite Kamera auf dem Foto ist eine „F-601 Quartz Date“. Diese Kamera ist in etwa 10 Jahre älter dafür aber eine Klasse höher einzustufen. Sie wirkt daher auch robuster als die F65, was sich unter anderem durch das höhere Gewicht bemerkbar macht.

Auch zur F-601 hier ein paar externe Links:

Solche SLRs lassen sich auch heute noch mit Freude nutzen und sie bieten „Vollformat“. 😉

Weisheiten von meisterhaften Fotografen: Henri Cartier-Bresson

„HCB“ gilt für viele, gerade für Anhänger der „Street-Fotografie“ und oft auch gerade für diejenigen, die auch „klassische“ oder klassisch aussehende Kameras mögen, als einer der besten Fotografen des 20. Jahrhunderts.

Die Website „Lomography“ (auf der ich in letzter Zeit immer öfters herumklicke) hat einmal einige seiner Zitate zusammengefasst:

Weisheiten von meisterhaften Fotografen: Henri Cartier-Bresson