„Retro“ Belichtungsmesser… Teil 1

Bisher habe ich, wenn ich mit meiner Leica IIIa syn fotografiert habe, entweder nach „Sunny 16“ geschätzt (meist nicht sooo schwierig, manchmal aber doch) oder den Gossen Lunasix 3 genutzt, der mich nie im Stich gelassen hat. Doch er ist schon ein ziemlicher Klotz, der eine Hosentasche ganz gut ausbeult.

Per Zufall habe ich vor einiger Zeit einen dieser klassischen Durchsichts-Belichtungsmesser entdeckt, der trotz des ausgezeichneten Zustands zu einem kleinen Preis angeboten wurde. Er harmoniert einfach wunderbar mit der kleinen IIIer: kompakt und ausgezeichnet verarbeitet.

Und er wird, solange kein Auto drüber rollt, noch für eine ganze Zeit funktionieren, gerade weil er keine Batterie braucht und auch keine Selen-Zelle hat.
beliklassik
Ein sehr schönes Teil!

In aller Kürze eine Funktionsbeschreibung:

1. Einstellen der richtigen DIN-Zahl am Ring vorne.
2. Man schaut durch das Okular (mit Augenmuschel).
3. Stellt scharf durch vor- oder zurückschieben des Tubus.
4. Um das Bild herum sind Zahlen zu sehen, die letzte gerade noch sichtbare Zahl liest man ab.
5. Diese Zahl überträgt durch Drehen eines Rings auf die verschiebbare Tabelle und
6. schon kriegt man in einem Sichtfenster die richtige Blenden/Zeitkombination angezeigt.

Klingt kompliziert und langwierig, geht aber echt flott.

(Man versuche mal zu beschreiben, wie man sich einen Schuh mit einem Schnürsenkel zubindest und dann macht man es. Man wird verstehen, was ich meine.)

Hier noch die wunderbaren Beschriftungen auf dem Belichtungsmesser selbst:

Beli1 Beli2 Beli3 Beli4

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