Ein Geschenk, das mitten ins Herz traf…

Anfang der Woche bekam ich, völlig überraschend, ein Paket von einem sehr guten Freund. Ich habe hier berichtet!

Drin war eine Kamera, eine Olympus OM10. Ich muss gestehen, diese Überraschung hat mich umgehauen. Denn die Kameras der OM-Serie gehören zu den Kameras, die sich vom Aussehen her definitiv in meiner TOP-3 der analogen SLRs befinden. Ich kann bis heute nicht sagen, ob ich die klassische Nikon F, die Asahi Spotmatic oder eben eine OM am schönsten finde.

Warum mich Jörgs Geschenk „mitten ins Herz“ getroffen hat? Zum einen, weil es völlig unerwartet von einem Freund kam und zum anderen, weil die OM10 meine TOP-3 vervollständigt! Die „Spotty“ und die „F“ habe ich ja schon. 😉

Und vor gar nicht langer Zeit habe ich zufällig in einer älteren Foto-Zeitschrift einen Artikel über ein Tokina AT-X 4-4.6/28-135 gelesen, in dem ziemlich begeistert darüber berichtet wurde. Zur damaligen Zeit war das ein Traum-Zoom. Natürlich habe ich sofort nach solch einer Linse Ausschau gehalten und nur kurz später auch ein neuwertiges Exemplar für einen sehr guten Preis bei einem Händler in Weilburg gefunden. Als ob es der Zufall geahnt hätte, hat dieses 28-135 ein OM-Bajonett! Ein Zuiko OM 1.4/50 hatte ich ohnehin noch, weil dieses 50er auch an einer EOS 5D ausgezeichnete Leistung bringt. Und nun, mit der OM10, habe ich ein tolles SLR-Set:

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Ein 28-135 und ein lichtstarkes 50er, mehr brauch man für eine Kurzreise eigentlich nicht. Der erste Film ist eingelegt. Nun freue ich mich auf die nächste Gelegenheit, dieses Set einmal auszuführen.

Danke, Jörg, das war ein Volltreffer! 🙂

 

P.S.: Hier gibt es einen sehr guten Artikel über die OM10!

Wohin mit den Filmen?

Jeder von uns, der zumindest noch hin und wieder „analog“ fotografiert, fragt sich sobald der Film vollgeknipst ist, wohin nun damit?

Ich habe zwar alles für eine S/W-Negativ-Entwicklung zu Hause, doch jedesmal das Gästebad zweckentfremden, dazu habe ich auch keine Lust. Ich nehme mir allerdings schon ewig vor, mal mit Caffenol (siehe hier und hier) zu experimentieren. Da liegen so einige S/W-Filme im Kühlschrank und warten auf ihren Einsatz.

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Meine Farbfilme habe ich bis vor etwa eineinhalb Jahren bei einem örtlichen Fotohändler abgegeben, leider mit „sub-optimalem“ Erfolg („mies“ würde es besser treffen!). In einem zweiten lokalen Fotoladen fragte man mich, ob ich denn keine Digitalkamera hätte. *grins*

Auf den Tipp eines Fotofreundes hin, probierte ich Farbglanz.de aus, die eine hervorragende Arbeit und einen exzellenten Service bieten – allerdings zu einem nicht ganz so günstigen Preis. Dennoch würde ich für wirklich wichtige Aufnahmen immer wieder auf Farbglanz zurückgreifen.

Die Rossmann-Filiale des nächsten Städchens war dann der nächste Schritt. Dort kriegt man im Laufe eine Woche die Filme sehr günstig entwickelt und noch unschlagbar günstige Abzüge dazu, doch von 4 abgegebenen Rollen, hat das Labor mir eine zerstört. Ich bekam zwar einen neuen Film als Ersatz mit einem Entschuldigungsschreiben und sicherlich liegt die Negativquote nicht bei 25%, doch für mich persönlich war das nicht direkt vertrauensfördernd.
Nun hat unmittelbar auf meinem Weg zur Arbeit eine dm-Filiale eröffnet und vor gar nicht allzulanger Zeit hat mir ein anderer Fotofreund dm ans Herz gelegt. Er sei immer sehr zufrieden gewesen.  Also habe ich das Labor von dm ausprobiert und sieh dar, innerhalb von 5 Tagen war der Film inkl. der Abzüge zurück, ich habe noch weniger bezahlt als bei Rossmann und die Qualität war wirklich gut.

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Aufgrund dieser Erfahrung und der Tatsache, dass der Laden „auf dem Weg“ liegt (was das Ganze sehr angenehm macht) habe ich mich entschieden, meinen Normalen- und meine Testfilme bei dm abzugeben. Besondere Filme schicke ich weiterhin zu Farbglanz.

Überraschung!

Als eben die Post klingelte und ich ohne etwas zu ahnen ein Paket eines sehr guten Freundes in Empfang nahm, wuchs sofort die Spannung. „Huch, was kann das denn sein?“

Nachdem ich es geöffnet und ausgepackt hatte, hielt ich eine Olympus OM10 mitsamt Ledercase in der Hand. Ich war – und das passiert nicht oft – sprachlos. Was mich mindestens ebenso freute, war eine Karte, die ebenfalls im Paket lag und auf der stand: „Danke für die schöne Freundschaft! Jörg

Ich bitte, das Instagram-Foto zu verzeihen. ;)
Ich bitte, das Instagram-Foto zu verzeihen. 😉

Jörg und ich hatten uns in letzter Zeit erst über die tollen Olympus-Kameras unterhalten, weil er sich eine OM-D und stilecht dazu eine analoge OM gekauft hatte. Dass ich auch so schnell in den Besitz einer OM kommen würde, hätte ich nie gedacht!

Vielen, vielen Dank, mein Freund!

Jetzt haben mein Zuiko 1.4/50 und mein Tokina AT-X 28-135 (OM) wieder ihren „richtigen“ Partner. Muss gleich mal einen Film laden …

„Lederjäckchen“ für die alte Kamera?

Wer alte Kameras besitzt, kennt das: irgendwann löst sich die Belederung. Das ist nicht wichtig für die Funktion, sieht aber nicht schön aus. Zum Glück gibt es Seiten wie „CameraLeather„, wo man vielleicht genau die richtige Lederjacke für das gute, alte Stück (ich meine die Kamera!) findet. 😉

Und irgendwann beziehe ich eine meiner alten Kameras nochmal mit einem Leder in „British Racing Green„!

Wie „unbrauchbar“ ist das Voigtländer Super Wide Heliar 4.5/15…

… an der Fuji X-E1 wirklich?

Man muss nicht lange in Foren suchen und schon trifft man auf „Experten“, die das Voigtländer Super Wide Heliar 4.5/15 als „absolut unbrauchbar“ für die Fuji X-E1 aburteilen. Ich frage mich manchmal, ob alle diese Leute wirklich einmal mit dieser Kombination fotografiert haben oder nur nachplappern, was einige wenige irgendwann einmal geschrieben haben.

Ja, das 15er Heliar hat an der Sony NEX-7 lila Ecken produziert, genau so wie viele andere Messsucher-Weitwinkel-Objektive auch. Es wird nun für die X-E1 behauptet, dass keine Farbverschiebungen aufträten (Ist das der richtige Konjunktiv? ;)), dafür die Ecken aber völlig unscharf seien und jegliche Struktur vermissen ließen. Das wollte ich doch einmal überprüfen…

OK, hier nun das erste Foto, die Burg Staufenberg in Hessen:

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Davon ein 100%-Crop aus der Mitte des Bildes:

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Und ein 100% Crop aus einer „völlig unbrauchbaren“ Ecke:

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Beispiel 2, nach gleichem Muster:

cv15_2Mitte:

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Ecke:

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Und, weil’s so schön ist, noch ein drittes Beispiel:

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Mitte:

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Ecke:

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Wie man sieht, sind die Bildergebnisse [Sarkasmus an] „absolut unbrauchbar“ [Sarkasmus aus].

Dazu einmal eine kleine Rechenaufgabe:

Wenn man ein Bild aus einer Fuji X-E1 bei 100% anschaut entspricht das, bei einem Ausdruck mit 300dpi, einer Bildgröße von etwa 42 x 28 cm, also ziemlich genau DIN A3. Jetzt überlegen Sie einmal, wie nahe Sie an einem DIN A3 großen Foto stehen, um es anzusehen. Na? Klingelts?

Ich will damit sagen, dass die 100% Ansicht eigentlich völlig unsinnig ist.

Das ist ein extremes Weitwinkel, da sind die äußersten Bildecken nunmal nicht so gut wie die Bildmitte. Früher, mit Fotoabzügen, hat da niemand drüber gemeckert. Aber heute mit der „Pixel-Peeperitis“ beschwert man sich, wenn die Schärfe in den Ecken ein wenig nachlässt. (Zumal das häufig sogar daran liegt, dass das, was in den Ecken abgebildet wird, nicht mehr innerhalb der Schärfentiefe liegt.)

Die Bilder, die man mit dem Heliar 4.5/15 an der X-E1 machen kann, sind in Wahrheit absolut brauchbar! Ich habe übrigens mit Blendenwerten f/5.6 und f/8 fotografiert.

Natürlich gibt es Objektive, die das besser können, aber die kosten auch mindestens das Vierfache des Heliars (Fujinon und Zeiss), manchmal auch das Achtfache (Leica) oder sind als 14mm-SLR-Linsen derart groß, dass sie eine kompakte Kamera wie die X-E1 aussehen lassen wie Frankenstein’s Monster.

Also, meine ehrlich gemeinte Bitte an die 100%-Kucker: Hört auf damit!
Macht euch Gedanken über die Komposition eures Bildes und habt Spaß am Fotografieren und nicht am Pixelschauen in Photoshop.

Nur mal so…

Ein „Leica-Wochenende“!

Letztes Wochenende, vom 12. auf den 13. Oktober, war es endlich so weit: ich fuhr zum langersehnten „Leica-Wochenende“.

Wie es der Zufall wollte, fand an diesem Wochenende nicht nur das atmosphärisch sehr schöne Herbsttreffen von Leica Historica e.V. auf der Burg in Staufenberg statt, sondern zudem noch – am Samstag in Wetzlar – die Leica One Challenge des internationalen Leica-Forums. Da Staufenberg und Wetzlar nur etwa 15 Autominuten auseinander liegen, konnte ich beide Termine hervorragend miteinander verbinden und ein echtes „Leica-Wochenende“ daraus machen.

Am Samstag, gegen 12 Uhr mittags, trafen sich an die 40 Teilnehmer der diesjährigen Leica One Challenge, einem foreninternen Fotowettbewerb, zu dem nur Leica-Fotografen zugelassen sind. Jeder muss eine Kamera und ein Objektiv (eine Brennweite) sowie einen Film bzw. – falls digital fotografiert wird – eine ISO-Einstellung wählen und hat dann zwei Stunden Zeit, maximal 36 Fotos zu machen – nicht mehr!
Der Begriff „Challenge“ ist nicht grundlos gewählt, denn es ist schon eine Herausforderung, nicht mal eben die fotografischen Parameter ändern zu können und dennoch ein gutes Foto hinzukriegen.

So trafen also die Leica-Fans auf dem Domplatz zu Wetzlar zusammen…

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… und tauschten die ersten Geschichten über die Anfahrt aus.

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Der Autor dieses Blogs ist mit schwarzer Jacke und Jeanshemd links auf dem Foto zu sehen. Der Dank für das Bild geht an Olaf Nattenberg.

Ich habe es ja als Quasi-Marburger nicht weit bis Wetzlar, doch den anderen erging es da ganz anders. Es kamen Teilnehmer aus dem Ruhrgebiet, aus Belgien, Holland, England, Norwegen, Schweden, Dänemark, sogar aus Südafrika und Australien !! Wir hatten – eigentlich unfassbar -sogar einen gebürtigen Bayer dabei!! Der musste allerdings nur aus dem Rhein-Main-Gebiet anreisen. 😉

Eine großartige Sache und echte Völkerverständigung wie sie sein sollte.

Man ging in ein Café, um die erste Tasse jenes vorzüglichen Heißgetränkes zu kosten, nach dem viele von uns regelrecht süchtig sind und um jedem nochmals die Regeln des Wettbewerbs in Erinnerung zu rufen sowie die letzten Vorbereitungen abzuschließen.

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Nachdem man eine Weile zusammengesessen und seine Kamera-Objektiv-Kombination angegeben hatte (ich entschloss mich, mit meiner Leica M8 und dem Leitz Summitar 2/5cm bei ISO 320 zu fotografieren), brach man auf, um Wetzlar fotografisch unsicher zu machen.

Ein Bild muss man sich aussuchen, dass man dann der Jury (also allen Teilnehmern) zur Abstimmung stellt. Einige der bei mir „durchgefallenen“ Bilder kann ich hier aber vorstellen:

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Natürlich blieb zwischendurch auch die Zeit für ein Schwätzchen mit der Wetzlarer indigenen Bevölkerung. 😉

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Was wiederum Möglichkeiten für weitere Motive eröffnete:

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Schließlich, so gegen 16 Uhr, als sich die Gruppe wieder zusammenfand, machte ich mich auf den Weg ins Burg-Hotel nach Staufenberg, denn ich hatte ja noch etwas für den Abend vor!

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Das Zimmer, das ich reserviert hatte, stellte sich als stilvoll und sehr angenehm heraus.

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An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank an das Team vom Burg-Hotel, die mir bei meinen Vorbereitungen für den Abend hilfsbereit zur Seite standen!

Um 18 Uhr war es dann soweit: das Herbsttreffen von Leica Historica begann.

Auch dies ist jedes Mal ein faszinierender Moment. Man trifft Menschen, die die eigene Leidenschaft teilen und sich seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten mit diesem wunderbaren Hobby auseinandersetzen. Für mich, als relativer Neuling, ist das lehrreich und unterhaltsam zugleich.

Zumal mir die Ehre zuteil wurde, an diesem Abend den Vortrag halten zu dürfen. In der Regel kommen ausgewiesene Leica-Experten zu Wort und halten während der Treffen einen Vortrag. Ich erinnere mich überaus gerne und mit Begeisterung an Vorträge von Peter Karbe oder Ottmar Michaely. Daher versuchte ich schon, das bisherige Niveau zu halten.

Meine Präsentation beschäftigte sich mit dem Thema „Die Leica im Film“ und sollte darlegen, wie oft und warum eine Leica als Requisite in Spielfilmen verwendet wurde und noch wird.

3vortragAuch hier geht der Dank für das Foto an meinen Fotofreund Olaf Nattenberg!

Ich denke, es mir ganz gut gelungen und wenn ich mich an die Vielzahl an lobenden Rückmeldungen erinnere, ist mein Vortrag auch ziemlich gut angekommen. Doch davon nun genug.

Solch ein Abend ist gut gefüllt mit interessanter Konversation und guter Laune. Das ist einer der Gründe, warum ich immer wieder gerne zu den Leica-Historica-Treffen fahre, auch wenn ich mit meinen 42 erst zur „LH Krabbelgruppe“ gehöre ;). Die Menschen sind sehr angenehm und die Themen mitreißend – vor allem für jemanden so kameraverrückten wie mich. Meist wird es dann auch spät.

Am nächsten Tag, also am Sonntagmorgen, findet traditionellerweise die interne Versteigerung statt, bei der von unserem Ehrenvorsitzenden und Leitz-Urgestein Georg Mann einige Gegenstände verteigert werden, die von Mitgliedern gespendet wurden und deren Erlös dem Verein zu gute kommt. Eine tolle Sache. Es ist schon umwerfend, welche wertvollen Ausrüstungsteile von Mitgliedern dafür gespendet werden. Unter anderem ist eine Leica I für €800,- versteigert worden. Das freut nicht nur den Käufer sondern auch die Vereinskasse!

Nach der Versteigerung wird dann ausgiebig über die Neuerwerbe diskutiert…

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… und die eine oder andere Mitteilung nach Hause geschickt:

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Ja, auch Leica-Fans wissen mit moderner Kommunikationstechnologie umzugehen.

Zum Nachmittagskaffee trifft man sich dann auf der Oberburg, wo auch ein interner Fotowettbewerb stattfindet, dessen Sieger den LH-Wanderpokal für ein Jahr behalten darf.

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Am späten Nachmittag dann trennt man sich wieder, stets mit den besten Wünschen und in Vorfreude auf das kommende Frühjahrstreffen. Ein Teil der Gruppe geht aber direkt anschließend auf die immer nach dem Herbsttreffen stattfindende LH-Fahrt, die die Mitreisenden dieses Jahr nach Mailand führte. Irgendwann bin ich da sicher auch einmal dabei. Aus beruflichen Gründen war es mir in diesem Jahr leider nicht möglich. Am Montag hat das Semester an der Uni begonnen und damit die Seminare, die ich dort leite.

Was ich mir aber auch dieses Jahr nicht nehmen ließ, war es, noch einmal zur malerischen Ruine der Oberburg zu gehen, um das gute Wetter (das schon eine Tradition zu den Herbsttreffen hat!) auszunutzen. (Außerdem wollte ich gerne das Voigtländer Heliar 4.5/15 an der Fuji X-E1 ausprobieren.)

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Es war wieder einmal ein überaus gelungenes, entspannendes und angenehmes Wochenende – eigentlich wie immer, wenn die Leica Historica sich trifft!

Den „offiziellen“ Bericht finden Sie hier…

(Für die Gearfreaks: Die Fotos, die hier zu sehen sind, wurden gemacht mit einer Leica M8, einer Fuji X-E1, einer Panasonic Lumix GF3 oder einem Sony Ericson Xperia Arc. ;))