Neues „Futter“ für die SX-70

Eifrige Leser wissen es ja bereits: Ich finde Sofortbild-Fotografie „hat was“. (siehe zum Beispiel hier, hier und hier.) Aus diesem Grunde halte ich immer mal wieder die Augen auf, um besondere Angebote für Impossible-Filme zu finden. Kürzlich war es so weit.
Mit etwas Verspätung kamen dann heute die drei Filme für die SX-70 auch an:

3xsx70

Jetzt freue ich mich darauf, endlich mal wieder zwischen Schule, Konferenzen, Korrekturen und Anbau etwas Zeit zu finden und die „alte Dame“ ein bisschen auszuführen.🙂

Ich mag die JCH-Boxes…

Die Box vom Japancamerahunter für 35mm-Filmdosen habe ich schon seit gut eineinhalb Jahren. Seit heute habe ich nun auch eine Box für fünf 120er Rollfilme:

jch120

Und das Tolle war, dass ich ein Angebot von Macodirect genutzt habe. In der Box kamen nämlich 5 Rollen des Rollei Retro 400S – ein Film, den ich sehr gerne mag.

Eigentlich wollte ich den Rollei Superpan 200 ausprobieren. Der war als „lieferbar“ bei Macodirect gekennzeichnet. Seltsamerweise bekam ich keinerlei Reaktion nach dem Kauf – für Macodirect sehr ungewöhnlich. Also rief ich nach 4 Tagen dort an.
In einem sehr netten Telefonat fanden wir heraus, dass da ein Fehler im System vorlag und der Superpan erst Mitte November lieferbar ist. Daraufhin (und nach vielen Entschuldigungen) wurde mir das Angebot gemacht, mir einen Alternativfilm auszusuchen. Die Preisdifferenz (die zu meinen Gunsten lag) wurde mir erlassen.
Das Telefonat führte ich am Donnerstagabend. HEUTE (Samstag!) kam das Paket! Das nenne ich mal guten und schnellen Service.
Doch nicht nur die Filme und die Box waren darin, nein, auch zwei kleine Haribo-Tütchen, eine Karte (auf der man mir namentlich für den Einkauf dankte), ein Rollei Keyband und zwei „Enjoyfilm„-Aufkleber.

maco120jch

Liebes Team von Macodirect, das hat was! So wünscht man sich das von jedem Verkäufer.

 

 

 

Es wird ja bald kälter…

… daher hat meine M8 ein kleines „Mäntelchen“ bekommen.😉

garcasem8a

Jetzt mag so mancher denken, dass braun und schwarz nicht so recht zusammen passen, doch ich stehe auf diese klassische Combo aus dunkelbraunem Leder und einer schwarzen Kamera. Das Half-case passt auch ziemlich gut zum Barton1972-Gurt, den ich seit einiger Zeit an der M8 habe.

Die Kamera steht nun ein wenig höher, da das Half-case einen zusätzlichen Boden hat, der äußerst robust wirkt. Die M8 steht damit sicher auf jeder ebenen Fläche und der Bodendeckel der Kamera wird gleichzeitig geschützt. Mit gefällt’s!🙂

Alltagsgegenstände in der Fototasche?

Wenn man durch einen Infekt ans Haus gebunden ist, surft man mehr im Internet herum als es gut für einen ist. Oft findet man dabei Angebote, die überaus verlockend für den „Klick-Finger“ sind.😉
Manchmal stolpert man auch über Seiten und Texte, die interessant zu lesen sind und einen zum Nachdenken anregen.

Neulich fand ich diesen Text: 15 Everyday Items That Belong in Your Camera Bag.
Auch, wenn jene 15 Dinge sicher nicht in meiner Tasche zu finden sind und auch, wenn es keine 15 „Everyday Items“ sind, die da beschrieben werden, sondern nur 8, so hat es mich dennoch angespornt, einmal darüber zu sinnieren, was ich denn so an „Alltagsgegenständen“ normalerweise in meiner Tasche habe. Es geht mir dabei nicht um Speicherkarten oder Ersatzbatterien, die ich immer dabei habe oder um Filter, Mikrofasertücher usw., die ich manchmal mitnehme, sondern um kleine Dinge, die sich als nützlich erwiesen haben:

  1. Ein kleines Taschenmesser. Ich kann gar nicht zählen, wie oft ich schon dankbar darüber war, solch ein kleines Messerchen in der Tasche gehabt zu haben. Das ist m.E. ein absolutes Muss.
  2. Eine kleine Taschenlampe. Das ist auch ein sehr nützliches Extra, ganz gleich, ob man auf einer Foto-Börse durch ein Objektiv schauen will oder ob man für eine spontane Makroaufnahme etwas zusätzliches Licht benötigt.
  3. Etwas Klebeband. Lomographen haben immer schwarzes Iso-Band dabei, doch auch für „normale“ Fotografen kann das mal sehr nützlich werden.
  4. Ein paar Büroklammer. Die wiegen nichts, nehmen keinen Platz weg, sind jedoch sehr vielseitig anwendbar. Ich habe schon Rucksackgurte damit geflickt.😉
  5. Ein Kugelschreiber/Bleistift und ein kleiner Notizblock. Warum das nützlich ist, versteht sich von selbst.
  6. Eine Plastiktüte. Falls es mal feuchter wird, kann man sie gut nutzen, um sich im Falle eines Falles draufzusetzen oder -knien. Zur Not taugt sie auch als Regenschutz.
  7. Papiertaschentücher und zwar nicht nur in der Schnupfenzeit.

Diese Dinge habe ich nicht immer und in jeder Tasche, doch ich sollte mir das angewöhnen.

Mich würde jetzt wirklich interessieren, was Sie so an alltäglichen Dingen in der Kamera-Tasche haben. Ich freue mich auf Ihre Kommentare…

Die kleine Nikon

Kürzlich habe ich darüber berichtet, dass eine Nikon Coolpix S7000 meine Sony HX20V als „Immer-dabei“-Reisekamera abgelöst hat. Nicht etwa, weil ich mit der Sony nicht mehr zufrieden gewesen wäre, nein, viel eher, weil meine Tochter die kleine Sony gewissermaßen annektiert hat.😉  Wenn man den direkten Vergleich anhand der Ausstattungsparameter zieht, dann schneidet die Sony sogar in vielen Bereichen „besser“ ab. Bei SnapSort hingegen hat die Nikon leicht die Nase vorne. Was man auch immer von solchen Vergleichen halten soll, im Grund muss man schauen, was einem selbst am wichtigsten ist. Mir war vor allem wichtig, dass meine Tochter so viel Spaß mit der Sony hat.🙂
Nun denn, jetzt ist es also eine Nikon, die mit auf Reisen geht, die nur ein sehr, sehr kleines Fotogepäck erlauben.

s7000a

s7000aMir gefiel das Aussehen der Sony sehr, doch auch die Nikon hat was. Sie ist nochmals kompakter als die HX20V, allerdings macht sie, wenn man sie in der Hand hält, keinen ganz so robusten Eindruck.

Was die Ausstattung betrifft, so geben und nehmen sich die beiden kaum etwas. Es sind absolut vergleichbare Kameras, die auch die gleiche Zielgruppe bedienen: Leute, die eine sehr kleine Kamera haben wollen, bei der sie nicht viel überlegen müssen, die alles so ziemlich von alleine kann und die eine recht große Brennweitenspanne bietet.

Die technischen Details erfahren sie hier:

Nikon S7000 | Sony HX20V

Diese beiden Kameras sind sich wirklich sehr ähnlich. Die Sony ist ein bisschen besser ausgestattet, während die Nikon noch etwas kleiner ist, dafür aber WLAN an Bord hat – und das finde ich schon gut, falls man mal ein Foto schnell über’s Handy teilen will. App und Kommunikation funktionieren gut und zuverlässig.

Ende Juli hatte ich mich ja ziemlich begeistert über die kleine Sony „Hexe“ gezeigt. Jetzt musste die kleine Nikon in England zeigen, was sie kann. Was soll ich sagen? Mit den Kompaktkameras von heute kann man fotografieren!

Nikon hatte ja nach der Zeit um die Jahrtausendwende, in der sie sehr gute Kompaktkameras bauten, für ein paar Jahre im Kompaktbereich nicht mehr wirklich begeistern können. Doch inzwischen sind offenbar alle Marken-Kompaktkameras (Canon, Nikon, Sony etc.) derart gut, dass man an den Foto kaum etwas auszusetzen hat. Und die Brennweitenspanne (hier von KBäquiv 25 bis 500mm) unterscheidet sie deutlich vom Foto-Smartphone.

Diese Fotos habe ich letzte Woche mit der S7000 in Südost-England gemacht. Für solche Reisen, die keinen fotografischen Schwerpunkt haben, braucht man nicht mehr.

Merry Old England…

… OK, ganz so alt ist sie nun doch nicht, die schnuckelige Kodak Brownie 127, die ich heute in einem kleinen Fotogeschäft in den „Pantiles“ gefunden habe.

brownie127

Was macht man mit solch einer Kamera denn?„, fragen Sie? Nun, man kann ja immer noch versuchen, damit zu fotografieren. Der Verschluss läuft noch einwandfrei, etwa mit einer 1/60 Sekunde. Den Film (Format 127) wird man wohl kaum mehr finden, aber ich habe da schon eine Idee, wie ich einen Kleinbildfilm da hinein bekomme. Das wird wohl mein nächstes lomographisches Projekt. Außerdem konnte ich an diesem Bakelit-Schmuckstück einfach nicht vorbei gehen. Es handelt sich um die erste Version der wohl am weitesten in Großbritannien verbreitetn 127er Kamera. Für einen Englandfan wie mich, ist das beinahe ein „must-have“.😉

Ach ja, im gleichen Geschäft fand ich noch einen kleine Kamera für einen unfassbar günstigen Preis – das Pfund steht im Moment für Euro-Zahler sehr gut. Meine kleine „Hexe„, die Sony HX20V, welche ich als Hosentaschenreisekamera gekauft habe und die mir hier bereits sehr gute Dienste geleistet hat, wird nun an meine Tochter weitergeben, die in London damit liebend gerne fotografiert und sie geradezu sehnsüchtig immer wieder in die Hand genommen hat. Die HX20V hat ihren Nachfolgerin in meiner Hosentasche gefunden:

Ab jetzt muss die noch kompaktere Nikon Coolpix S7000 als „Immerdabeireisekamera“ ran. Ich hoffe, dass sie sich ebenso gut bewährt wie die kleine Sony. Nur ‚mal drei aktuelle Beispiele (mit der „Hexe“ fotografiert“:


Nun muss ich nur noch einen Kosenamen für die S7000 finden. Hmmm…. „Nicky“ vielleicht.😉

(Ich bitte die Qualität der Kamera-Fotos zu entschuldigen, die ich bei extremem „Lowlight“ – eine kleine Nachttischlampe –  in unserer Cottage mit dem Handy gemacht habe.)

 

Herbsttreffen von Leica Historica e.V.

Wie in jedem Jahr trafen sich die Mitglieder von Leica Historica auch diesen Oktober in Staufenberg zum Herbsttreffen, und wie in jeden Jahr war auch dieses Treffen ein überaus angenehmes mit vielen interessanten Gesprächen.
Nachdem ich im Burghotel angereist war, empfing mich zunächst eine freundliche Dame an der Rezeption und dann mein sehr nettes Zimmer mit tollem Ausblick:

Da das Wetter am Samstag nicht ganz so mitspielte, traf man sich auf einen ersten Kaffee im Burgkeller, bevor das offizielle Treffen im Rittersaal begann.

Die Sonne bemühte sich aber redlich, durch die Wolken zu dringen und produzierte ein faszinierendes Lichterspiel am Himmel:

 

face
Wer entdeckt das Gesicht in den Wolken?

 

Einem leckeren Abendessen folgte ein interessanter Vortrag von Ralf Niggemann über den „Neubau“, das 1957er Verwaltungsgebäude der Firma Leitz in Wetzlar, und schließlich ein sehr netter Abend, an dem viel gefachsimpelt, geschwärmt und noch mehr miteinander gelacht wurde. Besonders erfreut waren wir über das Kommen von Stan und Dan Tamarkin, zwei unserer US-amerikanischen Mitglieder.

Am Sonntagmorgen, noch was es neblig draußen, leitete unser Ehrenpräsident Georg Mann in gewohnt unterhaltsamer Weise die Vereinsauktion, in der von Mitgliedern gespendete Dinge intern versteigert werden.
Diesmal habe ich sogar „zugegriffen“ und war beim Bieten erfolgreich. Neben einigen spannenden alten Leica-Firmenzeitschriften, einem 105er Hektor-Projektionsobjektiv und einem M-Fokussiertubus wohnt nun eine Überraschung bei mir zu Hause, über die ich demnächt schreiben werde, sobald ich sie mal ausprobieren konnte.😉

Pünktlich zum Nachmittagskaffee in der Oberburg mit vereinsinterner Kamerabörse – wo ich ein witziges kleines Teil erstehen konnte, das aus einem M39-Schraubgewindeobjektiv ein Mini-Fernrohr macht, war der Nebel verschunden und die Sonne schien am blauen Himmel:

sonne

 

Ein weiteres echtes Highlight war diesmal ein weiterer kurzer Vormittags-Vortrag von unserem Mitglied Harmut Slomka, der über seine selbstgebaute Lochkamera berichtete. Selbstverständlich hatte er die wunderschöne Kamera (und auch ein paar Bilder, die er damit auf 6×9 Rollfilm gemacht hat) dabei:

Beim Bau dieser Kamera bediente er sich nicht nur edlem Holz und Messing, sondern auch einiger Teile der besten deutschen Objektivmarken:

 

loch
… und der Deckel war von Schneider-Kreuznach.😉

Auf diese Treffen von Leica Historica freue ich mich immer schon lange vorher – und das schreibe ich nicht nur, weil ich im Vorstand bin.😉

 

Wer Interesse an Kamerageschichte und Spaß an spannenden Gesprächen mit freundlichen Menschen in angenehmer Atmosphäre hat, der kann sehr gerne als Gast dazu kommen. Termine sind auf der Website der Leica Historica zu sehen…