Tamron SP 3.5-5.6/24-135 …

Kann ein Zoom denn Sünde sein?
Als bekennender Fan von Festbrennweiten (als Leica-M-Liebhaber bleibt einem ja ohnehin kaum eine andere Wahl) greife ich dennoch hier und da gerne auf ein Zoom zurück: bei Veranstaltungen an der Schule, im Urlaub usw. ist ein ordentliches Zoom-Objektiv schon nützlich und, wie man so schön auf neu-deutsch sagt, „echt convenient“.

Kürzlich habe ich hier im Blog  ein paar Universal-Zooms vorgestellt. Eines davon war das Tamron SP 3.5-5.6/24-135 Aspherical IF AF, dass ich erst seit sehr kurzem habe (weil ich es sehr günstig finden konnte) und dass sich vor allem durch eine überaus nützliche Brennweitenspanne auszeichnet. Mehr Weitwinkel als 24mm benötigt man ja nicht so oft und mit 135mm ist man im mittleren Telebereich auch schon ganz gut bedient. Im Grunde ersetzt solch ein Zoom sieben „klassische“ Brennweiten (24, 28, 35, 50, 85, 105 und 135mm), von der Lichtstärke, die bei Festbrennweiten natürlich höher ist, mal abgesehen.

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Klar, ich höre jetzt den Einspruch, den ich völlig nachvollziehen kann, dass ein Zoom ja nie die Leistung eines Objektiv mit fester Brennweite erreichen kann. Doch es kommt ja beim Fotografieren immer darauf an, ob „gut“ auch „gut genug“ ist. Und da kann ein ordentliches Zoom-Objektiv eben eine ausreichend gute Leistung bringen, ganz je nach Erwartungshaltung.

Die Nikon Df hat – und das ist fasziniert mich an ihr – die Fähigkeit, auch aus Objektiven, die man nicht zur Top-Klasse zählen würde, eine sehr ordentliche Bildqualität herauszuholen, woran das auch immer liegen mag.
Das scheint ihr auch mit dem Tamron 24-135 zu gelingen. Oder ist das Objektiv vielleicht einfach ein sehr gutes?

Nun ja, es ist zumindest ein echter Preis-Leistungs-Sieger! Ich habe keine €100,- dafür bezahlt, für ein Exemplar in sehr gutem Zustand. Die Verarbeitung und die Haptik sind völlig in Ordnung und die Leistung? Nun, sehen Sie selbst…

Ich denke, da gibt es nicht viel zu meckern. Das Bokeh gefällt mir für ein Zoom sogar außerordentlich gut!

Das Tamron SP 24-135 kann ich wirklich empfehlen für jeden, der ein Zoom dieser Brennweitenspanne sucht und kein Vermögen ausgeben möchte.🙂

Wie der Papa, so die Tochter…

Fotografieren macht meiner Tochter (10) zunehmend mehr Spaß. Als fotobegeisterter Papa finde ich das natürlich großartig! Und noch toller finde ich, dass sie immer besser wird.

Heute haben wir einen „mamafreien“ Vormittag ausgenutzt neleautound sind mal wieder mit Kameras und Bruder in den Neuen Botanischen Garten in Marburg gefahren. Mein Sohn (8) hatte heute keine Lust, seine Kamera mitzunehmen.
Er wollte lieber sein neues ferngesteuertes Auto ausprobieren.😉

Als wir uns aber – wieder zuhause – die Fotos angeschaut haben, die Nele auf der Speicherkarte hatte, war ich doch schon ziemlich „baff“…

Sie hat inzwischen so einiges mitbekommen und sieht Farben…

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… ebenso wie Licht (was ich für eine 10jährige wirklich beeindruckend finde!).

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Selbst, was den Bildaufbau betrifft, setzt sie schon die bekannten Regeln um…

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… ist aber frei genug, um damit zu spielen. In diesem Portrait ihres Bruders hätte ich ihn auch zentral gesetzt:

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Nahaufnahmen findet sie ebenso toll …

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… wie eine Freistellung: „Papa, der Hintergund sollte so unscharf sein.“ (Wow!)

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Als ich ihr sagte, dass im Tropenhaus wahrscheinlich die Frontlinse beschlägt und man dadurch ein bisschen mit dem Licht experimentieren kann, nutzte sie auch das aus:

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Ich bin schon ganz schön stolz.🙂

NeleAlle Fotos in diesem Artikel (bis auf dieses hier) stammen von meiner Tochter. Sie hat mit ihrer Panasonic Lumix FZ20 fotografiert. Es wird wohl nicht mehr lange dauern und eine weitere DSLR kommt ins Haus.😉

 

„Studis aus Marburg“

Vor einiger Zeit habe ich ja bereits über eine Kooperation zwischen RetroCamera und Meyer-Optik geschrieben: „Der beste Kaffee in Marburg„.

Inzwischen sind auch meine „Studi-Portraits“ auf der Meyer-Optik-Website online: >>deutsch<< und >>englisch<<.

Da aber für die Website nur jeweils ein Foto pro Person ausgesucht wurde und ich auch nicht so 100% zufrieden mit der Darstellungsqualität dort im Blog bin – die Fotos wirken auf mich ein wenig unscharf – möchte ich hier mehr Fotos aus dieser Session in meinem Blog zeigen.

Aufgenommen wurde die Bider ausnahmslos mit einem Meyer-Optik Somnium 1.5/85 an meiner Nikon Df, meist bei Offenblende oder abgeblendet auf höchstens f/2.8, da die Besonderheit des Objektivs bzgl. der Bokeh-Highlights herauskommen sollte.

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Alles passiert bei natürlichem Licht, lediglich unterstützt durch einen Goldreflektor. Die Nachbearbeitung erfolgte per Lightroom CC, Photoshop CC und ein kleinwenig mit PortraitPro für die Feinheiten.

Einen lieben Dank an meine Studierenden! Es hat enorm viel Spaß gemacht mit dieser tollen Truppe!

Lichtdicht?

Das sollte eine Kamera ja sein, damit sie auch Fotos aufzeichnen kann. Jedes Licht, das nicht durch das Objektiv auf den Film fällt, belichtet den Film unkontrolliert.

Bei älteren oder gar alten Kameras kann es schnell dazu kommen, dass die Lichtdichtungen nicht mehr zu 100% in Ordnung sind. Oft bemerkt man das gar nicht, bis man in praller Sonne fotografiert.

Manchmal kommt es aber gerade durch solche „Lightleaks“ zu ganz besonderen Fotos.

Hier eine kleine Studie meiner Kinder bei uns im Garten, an unterschiedlichen Tagen aufgenommen auf 400er S/W-Film (CHM 400) und entwickelt in Rodinal 1:50…

Bei einem der Fotos hat die Sonne dann so genau irgendwo in die Kamera durchgeschienen, dass es zu einem Lichteinfall kam:

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Witziger- und zufälligerweise an sehr spannenden Stellen. Zumindest meine Tochter sitzt genau in einem Lichtkegel.🙂

Es zeigt sich einmal mehr: Analog ist für manche Überraschung gut.😉

JCH StreetPan 400…

… der Film vom JapanCameraHunter.

Vor ein paar Wochen erhielt ich das Paket aus Japan mit dem 10er-Pack des StreetPan 400, einem SW-Film, den Bellamy Hunt wieder in Kooperation mit einer Filmfabrik in Belgien hat auferstehen lassen.

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Kürzlich habe ich nun endlich die Gelegenheit genutzt, auf dem Vorstandstreffen der Leica Historica in Zwingenberg den Film in meiner M6 auszuprobieren – und vorgestern habe ich ihn in Rodinal 1:50 entwickelt.

Das Korn ist deutlich aber nicht störend, die Kontraste sind stark (was mir sehr gut gefällt, da dennoch Grauwerte schön zu sehen sind) und die Schärfe ist – sogar bei meinen vorläufigen „Quick’n’Dirty“-Scans beeindruckend.

Gefällt mir sehr, der Film. Nun freue ich mich auf die nächsten Einsätze. In Trier werde ich den Film sicher auch dabei haben…

 

Lomo … nächster Teil

Seit einiger Zeit faszinieren mich die Kameras und Objektive von Lomography oder welche, die sich an diese Art der Fotografie anlehnen, ohne dass ich das wirklich objektiv begründen kann. Aber genau das ist ja oft so, wenn einen etwas fasziniert.

Heute hat meine kleine Lomo-Sammlung Zuwachs bekommen: die Lomography Fisheye One in unschuldigem Weiß…

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Eine Kamera, die nicht wirklich viel Sinn macht. Doch darauf kommt es beim Lomographieren auch gar nicht an. Spaß soll sie machen.

Lomogaphy versucht, das schon beim Auspacken beginnen zu lassen. Die Verpackung ist ganz typisch gestaltet und deutet schon auf die Ausrichtung hin.

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Innen geht es spannend weiter. Die Kamera ruht unter einer durchsichtigen Platik-Halbkugel, die sofort an den Fisheye-Effekt erinnert. Auf der Innenseite des Deckels sieht man ein erstes Fisheye-Foto.

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Lomography, das hat was!

Außerdem liegt der Kamera neben der Beschreibung ein kleines Fotobüchlein bei, in dem man sieht, was andere Nutzer mit der Kamera so angestellt haben. Eine äußerst kreative Idee!

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Treue Blog-Follower wissen ja, dass ich bei meinen Käufen immer knausrig bin. Daher habe ich diese Kamera auch erst gekauft, als mir ein tolles Angebot über den Weg lief. Aus dem gleichen Grund habe ich auch die „Fisheye One“ und nicht die „Fisheye No.2„, welche einen externen Fisheye-Sucher hat und Schluss macht mit der eigentümlichen Sucherlösung der „One“, bei der etwa ein Drittel des Suchers durch das fest eingebaute Objektiv verdeckt wird. Ist aber auch egal, denn durch den Sucher wird man ohnehin kaum und wenn, dann nur sehr kurz schauen.😉

Die „Fisheye One“ hat einen eingebauten Blitz, was bei fester Blende f/8 keine schlechte Idee ist und belichtet immer mit etwa 1/100s (oder per Bulb, also Langzeiteinstellung). Für den Fokusabstand gibt Lomography an: „get as close as possible„. Genau DAS ist es, was ich so an denen mag. Sie nehmen sich nicht so Ernst. Halbwegs scharf ist sowieso alles, von vorne bis hinten. Das liegt am Objektiv.

Denn der wichtigste Teil dieser Kamera ist das 10mm-Fisheye-Objektiv, das Fotos mit einem Bidwinkel von 170° aufnimmt. Da muss man echt aufpassen, die eigenen Füße nicht mit auf dem Bild zu haben. Andererseits… ist auch nicht schlimm. Wir reden ja über Lomography und wenn da eben gerade Füße waren, dann gehören sie auch auf’s Foto.
Hier << gibt es ein paar Foto-Beispiele, was man mit dem kleinen Fischauge so anstellen kann…
Ich freue mich darauf, die kleinen Kamera öfters mal einzupacken und ein wenig mit ihr zu spielen.🙂

Universal-Zooms für Nikon

Heute mal wieder ein Equipment-Artikel, ganz ohne Bilder. (Der nächste zeigt wieder Fotos, versprochen!)

Im Laufe der letzten Jahre hatte ich Gelegenheit, mit mehreren „Universal-Zooms“ an einer Nikon zu fotografieren. Solche Zooms sind Objektive, die vom Weitwinkel bis zum leichten Tele alles abdecken. Eigentlich wollte ich die sogenannten „Superzooms“, also Objektive, die bis 200mm oder darüber hinaus reichen, aus dieser Liste heraushalten, doch zwei Modelle nehme ich mit hinein, aus Gründen, auf die ich noch kommen werde.

Preisstufen (gebraucht):

  • A = unter €50,-
  • B = €50-100,-
  • C = €100-150,-
  • D = über €150,-

Bewertung:

  • * = schwach
  • ** = mittelmäßig
  • *** = gut
  • **** = sehr gut
  • ***** = exzellent

Die meisten habe ich wieder verkauft, nur die mit °°° gekennzeichneten sind noch in meinem Besitz.

 

Sigma 3.5-5.6/24-70mm ASP HF

Das 24-70er Sigma war eines der ersten Zoom-Objektive, die ich für Nikon hatte. Es ist angenehm kompakt und leicht und dass es bei 24mm „anfängt“, ist überaus nützlich. Leider reicht es aber auch „nur“ bis 70mm, daher würde ich es „universal“ eher an einer APS-DSLR nennen. Wer eine hohe Lichtstärke nicht braucht und ein Zoom nutzen möchte, dass nicht viel größer ist als ein 50er, der findet hier eine überaus preisgünstige Lösung.

Verarbeitung / Haptik: **
Zoombereich: **
Lichtstärke: **
Abbildungsleistung: **/***
Preisstufe (gebraucht): A/B

Nikkor AF-D 2.8-4.0/24-85

Dieses Objektiv hat mich, muss ich gestehen, ein wenig enttäuscht. Als ich es gekauft habe, dachte ich mir, dass es mit einer BW-Spanne von 24 bis 85mm und einer relativ guten Lichtstärke mein Universal-Zoom für die Nikon Df würde – die ja auch aus Objektiven, welche in keinem so guten Ruf stehen, einiges „herausholt“. Doch leider zeigt das 2.8-4.0er Nikkor bei Offenblende deutliche Schwächen in der Abbildungsleistung; vor allem die Schärfe was für mich unzureichend. Seltsamerweise sieht das an einer APS-DSLR, an der es inzwischen genutzt wird, anders aus. Dort macht es eine gute Figur.

Verarbeitung / Haptik: ***
Zoombereich: ***
Lichtstärke: ***
Abbildungsleistung: **
Preisstufe (gebraucht): C

Nikkor AF-D 3.5-5.6/24-120 °°°

Dieses ältere 24-120 ist heute eines der günstigsten Nikon-Zooms, die man finden kann. Das überrascht mich, denn es ist sehr gut verarbeitet und ich bin mit der Abbildungsleistung überaus zufrieden! Vermutlich ist es deshalb so günstig zu haben, weil es weder eine besonders herausragende Lichtstärke noch einen Stabilisator hat. Dennoch ist es für mich so eine Art „Geheimtipp“.

Verarbeitung / Haptik: ****
Zoombereich: ****
Lichtstärke: **
Abbildungsleistung: ****
Preisstufe (gebraucht): B

Nikkor AF-S 3.5-5.6/24-120 VR

Im Grunde ist das die stabilisierte Version des obigen älteren 24-120, zumindest was die Parameter betrifft. Soweit ich weiß, hat sich etwas an der Rechnung geändert – und das meine ich auch bemerkt zu haben, denn das VR-Objektiv ist offenblendig deutlich weicher als das ältere Modell. Von der Abbildugsleistung war ich ein wenig enttäuscht, ebenso wie vom AF, der doch – zumindest an meiner Df, die sonst keine Probleme hat – hin und wieder daneben lag.

Verarbeitung / Haptik: ***
Zoombereich: ****
Lichtstärke: **
Abbildungsleistung: **
Preisstufe (gebraucht): C/D

Tamron AF 3.5-5.6/24-135 Aspherical IF AF  °°°

Dieses Objektiv ist das neueste in meiner kleinen Zoom-Sammlung.😉 Einen ersten Eindruck kann ich aber schon kurz beschreiben. Es ist ziemlich gut verarbeitet und liegt sehr gut in der Hand. Bzgl. Haptik ist nicht viel zu bemängeln.
Der Zoombereich (von 24mm bis 135mm) ist überaus nützlich und deckt den wohl wichtigsten Bereich ab. Ergänzt um ein 18er und ein 200er – und man kann einen ganzen Urlaub wunderbar damit fotografieren. Die Lichtstärke ist, na ja, sagen wir „guter Durchschnitt“ – eben so, wie man es von Universal-Zooms kennt: nichts Besonderes aber auch nicht wirklich schlecht. Was die Abbildungsleistung betrifft, so war ich zunächst ein wenig erschrocken, wie unscharf das Objektiv bei Offenblende wirkte. Als ich es aber per AF-Feinabstimmung in meiner Df „justierte“, sah das ganz anders aus.  Natürlich kann es nicht mit guten Festbrennweiten mithalten, zumindest nicht bei offener Blende, doch es ist absolut brauchbar und muss sich vor dem Nikkor 24-120 oder dem Sigma 28-135 nicht verstecken. Dabei vereinigt es gewissermaßen, als 24-135, diese beiden Zooms.
Ich bin im Moment sehr zufrieden. Es wird sicher in der nächsten Zeit des öfteren mitkommen und sich bewähren müssen…

Verarbeitung / Haptik: ****
Zoombereich: ****
Lichtstärke: **
Abbildungsleistung: ****
Preisstufe (gebraucht): B/C

Tokina AT-X 3.5-5.6/24-200 Asph.

Dieses Objektiv hatte ich vor mehreren Jahren schonmal für die Canon EOS 5D, weil ich die Brennweitenspanne so nützlich fand. Daher habe ich es mir auch wieder für die Nikon gekauft. Es ist ausgezeichnete verarbeitet und auch die Bildqualität ist überraschend gut, lediglich das Bokeh ist gruselig. Ich habe es in diese Liste aufgenommen, weil der Brennweitenberech für ein Kleinbild-Objektiv schon beeindruckend ist.

Verarbeitung / Haptik: ****
Zoombereich: *****
Lichtstärke: **
Abbildungsleistung: **/***
Preisstufe (gebraucht): B/C

Sigma 2.8/28-70mm EX ASP DF

Dieses ältere Modell eines 2.8ers war mein erster – und bisher einziger – Vorst0ß in den Bereich der „Profi-Zooms“, weil es als etwas in die Jahre gekommenes 28-70 (heute sind 24-70 üblich) ziemlich günstig zu finden ist. Es gibt noch ein älteres Modell, dass ich aber nicht empfehlen würde, da es oft an dem für alte Sigmas typischen „klebrigen Gummi“ leidet. Dieses Modell hingegen hat schon die Hammerschlag-Verarbeitung und ist ein empfehlenswertes Objektiv – sofern einem die 70mm am „langen Ende“ reichen. Mir war das ein bisschen zu knapp, daher habe ich mich wieder davon getrennt. Auch, wenn ich sehr schöne Foto damit gemacht habe.

Verarbeitung / Haptik: ****
Zoombereich: **
Lichtstärke: *****
Abbildungsleistung: ****/*****
Preisstufe (gebraucht): D

Sigma 3.5-5.6/28-80mm ASP II

Das 28-80 Sigma habe ich mal als sogenannten „Beifang“ bekommen, als ich eine analoge Nikon SLR gekauft habe. Es ist ganz OK, aber in keiner Weise besonders gut oder besonders lichtstark oder besonders stabil. Dafür ist es gebraucht extrem günstig und es macht „seinen“ Job.

Verarbeitung / Haptik: **
Zoombereich: **
Lichtstärke: **
Abbildungsleistung: ***
Preisstufe (gebraucht): A

Nikkor AF 3.5-4.5/28-85

Meiner Meinung nach einer der Preis-Leistungs-Favoriten unter allen Zooms für Nikon. Mit 28 bis 85 mm bietet es einen recht nützlichen Zoom-Bereich, es ist für die meisten Fälle lichtstark genug und über die Abbildungsleistung lässt sich wahrhaft nicht klagen. Ich frage mich wirklich, warum ich das Objektiv kürzlich überhaupt wieder verkauft habe, vermutlich, weil es doch zu wenig genutzt wurde, da das 24-120 einen noch weiteren Brennweitenbereich bietet.

Verarbeitung / Haptik: ***
Zoombereich: **/***
Lichtstärke: **/***
Abbildungsleistung: ****
Preisstufe (gebraucht): A/B

Soligor AF 2.8-3.8/28-105

Dieses Objektiv, das es baugleich auch als Cosina und „Voigtländer“ sowie in einer manuellen Version gibt, wollte ich einmal ausprobieren, weil es für ein 28-105er Zoom ziemlich lichtstark ist. Es ist wahrhaft nicht schlecht, doch ich bin nie so ganz warm damit geworden. Als preisgünstiges Universalzoom kann ich es aber durchaus empfehlen.

Verarbeitung / Haptik: ***
Zoombereich: ***
Lichtstärke: ****
Abbildungsleistung: **/***
Preisstufe (gebraucht): B

Sigma AF 2.8-4.0/28-105 D Asph. °°°

Das ist eines der Zooms, das ich noch immer habe. Es ist vergleichbar mit dem oben erwähnten Soligor, allerdings einen Ticken besser. Daher habe ich mich für das Sigma und gegen das Soligor entschieden. Meist nutze ich es an meiner Nikon F90x, denn daran ist es echt Spitze!

Verarbeitung / Haptik: ***
Zoombereich: ***
Lichtstärke: ****
Abbildungsleistung: ***/****
Preisstufe (gebraucht): B/C

Sigma 3.8-5.6/28-105mm UC-III ASP IF

Ein wenig beachtets Zoom – zu unrecht! Es hat zwar keine wirklich beeindruckende Haptik und nur die typische Lichtstärke für solche „Nicht-Profi-Zooms“, doch die Abbildungsqualität ist überraschend gut. Wer auf eine weit öffnende Blende verzichten kann, der findet in diesem Sigma ein universell nutzbares Objektiv.

Verarbeitung / Haptik: **/***
Zoombereich: ***
Lichtstärke: **
Abbildungsleistung: ****
Preisstufe (gebraucht): B

Sigma 3.8-5.6/28-135mm DL Aspherical IF Macro

Auch über dieses Zoom hört und liest man wenig – ebenfalls zu unrecht! Es ist bzgl. Haptik, Lichtstärke und Abbildungsqualität absolut mit dem 28-105 UC-III vergleichbar. Ein mehr als ordentliches Objektiv. Ich habe einmal gelesen, dass es als „durch und durch gutes Schönwetter-Objektiv“ bezeichnet wurde. Das trifft es m.E. recht gut. Denn auch hier gilt: Wer auf eine weit öffnende Blende verzichten kann und für wen es nicht auf Verzeichnungsfreiheit ankommt, der findet in diesem Sigma ein sehr universell nutzbares Objektiv.

Verarbeitung / Haptik: **/***
Zoombereich: ***/****
Lichtstärke: **
Abbildungsleistung: ****
Preisstufe (gebraucht): B

 

Was würde ich mir wünschen? Das ist schnell beantwortet: ein KB-taugliches 2.8-4.0/24-90 mit schnellem AF, gutem Stabilisator und sehr guter Bildqualität auch bei Offenblende, das zudem nicht allzu groß ist und bezahlbar bleibt. Das wird dann wohl ein Traum bleiben.
Es gibt zwar ein paar Objektive, die da heran kommen (von Nikon, Fuji oder Leica), doch immer wird mindestens eine der Forderungen nicht erfüllt (weniger Lichtstärke, nur APS, zu groß, zu teuer…). Hin und wieder schaue ich mal nach Angeboten für ein Tamron 2.8/28-75. Wenn da mal ein richtig günstiges dabei ist, werde ich das auch noch mal ausprobieren.

Ich bin übrigens deshalb nicht bereit, viel Geld für ein Zoom auszugeben, da ich – wenn es mir um den fotografischen „Genuss“ geht – viel lieber Festbrennweiten nutze.

Außer Konkurrenz folgen drei der vielen non-Nikon Zooms, mit denen ich fotografiert habe und die ich hier erwähnen möchte.

Tamron 3.8-6.3/28-300 Makro AF Aspherical XR IF DI

Das zweite „Superzoom“, das ich in dieser Liste vorstelle, ist ein Zoom, welches ich mir damals für meine Canon EOS 350D gekauft habe, als weit in den Telebereich hineinreichende Ergänzung des Kit-Objektivs 18-55. Später war ich oft nur mit einem Tokina 12-24, einem 1.8/50 und diesem 28-300 unterwegs. An der 350D war es ohne Tadel und auch an der „klassischen“ EOS 5D performte es ziemlich gut. Besser als sein Ruf.

Verarbeitung / Haptik: ***
Zoombereich: *****
Lichtstärke: **
Abbildungsleistung: **/***
Preisstufe (gebraucht): C/D

Canon EF 3.5-4.5/24-85 USM

Dieses Objektiv wurde auf den Markt gebracht als ein Zoom für APS-SLR Kameras, doch es lässt sich nicht nur an APS-DSLRs, sondern auch an KB-DSLRs nutzen. Es ist mir bis heute eines der liebsten Zooms für eine EOS. Auch hier möchte ich schreiben, dass es deutlich besser als sein bescheidener Ruf ist! Sowas und für DEN Gebrauchtpreis wünschte ich mir von/für Nikon.

Verarbeitung / Haptik: ***
Zoombereich: ***
Lichtstärke: ***
Abbildungsleistung: ***
Preisstufe (gebraucht): B/C

Pentax SMC FA 3.5-5.6/28-90 °°°

Eine weitere Preis-Leistungs-Empfehlung, diesmal aber für Pentax. Gut und vor allem günstig! Wer – wie ich – nur selten mit Pentax fotografiert und/oder ein preisgünstiges Zoom für eine Pentax (D)SLR sucht, der sollte hier zugreifen.

Verarbeitung / Haptik: **/***
Zoombereich: ***
Lichtstärke: **
Abbildungsleistung: ***
Preisstufe (gebraucht): A/B