Photokina 2014

Jawohl, RetroCamera.de war auf der Photokina 2014.

pk14

Ich hatte es kaum noch für möglich gehalten, doch ich konnte es tatsächlich einrichten. Und welch ein fantastischer Tag ist es geworden!

Gerne würde ich einmal von meinen Kollegen im Fachbereich Mathematik berechnen lassen, wie wahrscheinlich es ist, auf einer riesigen Messe wie der Photokina sogar drei (!) Freunde völlig zufällig zu treffen. Ich denke die Stochastik käme da auf eine enorm kleine Zahl. Aber genau dies ist geschehen. Kaum, dass ich drin war, führte mich mein Weg zum Stand von Fuji, wo ich ein paar wunderbare Objektive an meiner X-E2 ausprobieren konnte – doch davon später mehr. Dort am Stand rief mein Fotofreund Felix plötzlich meinen Namen. Wir beide wussten nicht voneinander, ob und wann wir zur Photokina fahren. Und schwupps, trafen wir im Gewühl der Tausenden aufeinander. Verrückt. Aber das wird noch besser.

Etwas später stand ich bei Zeiss und hantierte (beinahe sabbernd ob der unfassbar guten Verarbeitung der Objektive) mit ZM-Linsen herum, als ein Leicafreund, Friedhelm, mich von hinten antippte. Zufall Nummer 2.

Die Krönung aber war, dass mich ein sehr guter Freund auf dem Weg zum Ausgang von hinten “anrief”, warum ich eigentlich nicht mitkriegen würde, wenn ich an ihm vorbeilaufe. Drei Freunden per Zufall über den Weg zu laufen auf einer Messe, zu der sich mehrere Tausend Menschen versammeln und auf enorm großer Fläche verteilen – unfassbar!

Dass sich auf der Photokina auch noch die Gelegenheit ergab, mit einem Forums-Kollegen, den ich seit etwa 10 Jahren “online” kenne, aber nie persönlich traf, nun doch einen Kaffee trinken konnte, muss natürlich auch noch Erwähnung finden. Michael und Yvonne, wir sollten unbedingt versuchen, den Kontakt zu halten! Marburg ist immer einen Besuch wert.

Doch mein Besuch auf der PK14 bestand natürlich nicht nur aus “zufällig-einen-Freund-treffen” oder “sich-endlich-mal-auf-einen-Kaffee-verabreden”, nein, eigentlich war ich ja wegen den Kameras, den Objektiven und dem vielen netten Zubehör dort. Und darüber möchte ich ich heute hier ein wenig berichten.

Vorweg aber eines: ein Tag ist viel zu wenig! 2016 werde ich zwei Tage dort sein. Mehr werden Familie und Beruf vermutlich nicht hergeben, aber zwei Tage sollten es schon sein, um nicht nur mit halbvollen Eindrücken zurückzufahren.

So, nun aber zu den einzelnen Ständen, die ich besucht habe…

Sony

Natürlich war ich, wie vermutlich viele, an der neuen A7s interessiert. Aber, liebes Team von Sony, was nützt es mir, eine Kamera, die mit einer überragenden Bildqualität bei extrem hohen ISOs beworben wird, nur in der Hand halten zu dürfen? Ich möchte da bitte schön eine eigene SD-Karte einlegen, um mir die Bilder zuhause in Ruhe anschauen zu können. Ich frage mich wirklich, wer da bei Sony auf die – mit Verlaub – dämliche Idee kam, dies den Besuchern zu untersagen. Sorry, Sony, ein dickes “fail” in Kundenfreundlichkeit. Ich habe dann auch recht schnell den riesigen Sony-Bereich wieder verlassen.

Ganz anders war das bei…

Fuji

Nachdem ich zunächst erschrocken zur Kenntnis nehmen musste, welch ein riesiger Klotz das Fujinon XF 2/90 ist, auf das ich mich so sehr gefreut hatte und das damit sofort von meiner Wunschliste gestrichen wurde, ging ich zum eigentlichen Stand und wurde dort, obwohl es recht voll war, sehr freundlich begrüßt.

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Ich hätte mir jedes Objektiv aussuchen können und es an meine Fuji schrauben dürfen. Das Fotografieren auf einer eigenen Speicherkarte war lediglich mit der noch unfertigen grausilbernen X-T1 untersagt, was ich völlig verstehen kann. Fotos eines Vorserienmodells sollten nicht in die Hände von Endusern gelangen.

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Völlig begeistert war ich vom 1.2/56 und noch mehr vom 1.4/23! Was sind das für wunderbare Objektive. Das 23er ist definitiv an die erste Stelle meiner Objektiv-Wunschliste gerutscht. (Ja, Jörg, ich weiß, das hast du mir schon immer gesagt. Und weißt du was, du hattest vollkommen recht! Wie eigentlich immer, wenn es um Fotokram geht. ;))

Das traumhafte 1.4/23.

Das traumhafte 1.4/23.

Es wurde zu meiner Freude auch bestätigt, dass die neue im Dezember erscheinende Firmware für die schwarze X-T1 sämtliche neuen Funktionen der grauen X-T1 1:1 beinhaltet (Ja, ich weiß, dieses Wort gibt es eigentlich gar nicht; es passt aber hier so gut.)

Fuji – freundlich, kompetent und kundenorientiert. Weiter so!

 

Olympus

Ein ebenso positive, vielleicht nochmals mehr begeisternde Erfahrung war der Besuch bei Olympus. Nicht nur, dass uns am Stand auch auf die detailliertesten Fragen freundlich geantwortet wurde, nein, uns wurde der Weg zu anderen Olympus-Experten nicht nur beschrieben, wir wurden persönlich hingeleitet. Da fühlt man sich als Kunde ernst genommen und respektiert. Alle Achtung!

Ich hatte im Mai ja schon mit der sympathischen Frau Gfrörer, der “Blogger-Betreuerin” von Olympus (ich hoffe, ich darf das so schreiben) Kontakt (siehe hier) und glücklicherweise konnte ich Frau Gfrörer spontan auf der Photokina treffen. Im folgenden überaus angenehmen und netten Gespräch konnten wir im “Businessbereich” (oder wie auch immer das genannt wird) bei einer leckeren Tasse Espresso Ideen für eine künftige Zusammenarbeit entwickeln. Olympus hat offensichtlich ein offenes Ohr für “Blogger” – eine wunderbare Sache, an der sich so manch anderer Hersteller gerne orientieren darf.

Auch mit Kameras und Objektiven zeigte sich Olympus sehr gut aufgestellt. Die OM-D E-M10 gibt es derzeit in Sondereditionen, unter anderem in schwarz mit einer Belederung und passendem Kameragurt in “racing green”, meiner absoluten Lieblingsfarbe. Als ich das sah, dachte ich, ich würde schwach werden und mir noch eine weitere Kamera kaufen müssen! (Zum Glück hat die “Vernunft” dann doch gesiegt. ;))

Diese Kamera sieht in echt 1000x besser aus als auf diesem Foto!

Diese Kamera sieht in echt 1000x besser aus als auf diesem Foto!

Und diese extrem kompakten und dennoch leistungsfähigen Festbrennweiten sind einfach umwerfend.

Bei Olympus durfte man übrigens nicht nur seine eigene Karte in den Kameras nutzen, nein, es bestand auch die Möglichkeit, sich eine Kamera-Objektiv-Kombination für eine Stunde auszuleihen. Eine SD-Karte wurde einem von Olympus zudem geschenkt, damit man seine Fotos auch mit nach Hause nehmen kann. Das ist ausgezeichnet, liebes Olympus-Team! So geht Kundenorientierung!

 

Zeiss

Eine weitere wirklich angenehme Erfahrung war der Besuch eines echten “RetroCamera” -Standes: Zeiss.
Warum? Weil man als Kunde dort freundlich und kompetent empfangen wurde und fantastische Objektive an seiner mitgebrachten Kamera ausprobieren durfte.

Ich adaptierte das Biogon 2.8/25 ZM und das C-Sonnar 1.5/50 ZM an die Fuji, weil ich gerade in diesen Brennweitenbereichen noch nicht optimal (= kompakt UND leistungsstark) aufgestellt bin.

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Diese Zeiss-Objektive sind nicht nur wunderschön, sondern auch haptisch ein echter Genuss!

Wer eine passende Kamera (oder einen geeigneten Adapter) mit hatte, der durfte sogar die Objektive der Otus-Reihe anschrauben, das 55er ebenso wie das brandneue 85er! Hut ab, liebes Zeiss-Team.

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Sigma

Zu Tamron oder Tokina habe ich es nicht geschafft, doch zu Sigma bin ich gegangen. (Immerhin hatte ich die Eintrittskarte von ihnen bekommen.) Am Sigma-Stand ist es gute Tradition, dass so ziemlich alle Objektive an die eigene Kamera geflanscht werden können. Leider baut Sigma – und das bedaure ich wirklich – keine Objektiv für Fuji und so hat in erster Linie mein Kollege und sehr guter Freund Markus, der mit mir auf der Photokina unterwegs war, einige Sigma-Objektive an seiner Canon ausprobiert.

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Ich finde es sehr gut von Sigma, so viele Objektive bereit zu stellen. Enttäuscht war ich allerdings, dass die neue “DP quattro” Reihe nur hinter Glas zu bewundern war. Damit hätte ich gerne einmal ein Foto gemacht.

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Ganz ehrlich, so richtig schön finde ich diese Kameras ja wirklich nicht.

 

Nikon

Der Stand von Nikon war, wie man so schön sagt, “gerammelt voll”. Ich bin sogar zweimal hin und konnte kaum etwas ausprobieren. Dafür, dass so viele an Nikon interessiert sind, kann Nikon ja nichts (oder irgendwie ja doch), aber dass sie bisweilen dort auf mich beinahe gleichgültig wirkten und wenig interessiert, dass hätte nicht sein müssen. Aber vielleicht bin ich auch nur an die falschen Nikon-Menschen geraten – oder ihnen hat mein Leica-T-Shirt missfallen. ;)
Interessiert hat mich vor allem die neue D750, doch auch die konnte ich kaum ausprobieren. Daher kann ich auch nicht viel über den Stand berichten. Zur D750 möchte ich auf den Blog meines Blogger-Freundes Christian verweisen. Der hat außerdem mehr Ahnung von Nikon.

 

Canon

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Bei Canon war es auch recht voll. Dort aber machten die Mitarbeiter einen bemühten Eindruck und versuchten, die Interessierten mit den Objektiven zu versorgen, die sie sich zum Antesten wünschten.

Sehr angenehm kam mir das Gespräch über die neuen G7x und G1x vor. Das sind spannende Kameras und gerade die G1x, die ich in der Hand hatte, legte sich beim Autofokus überraschenderweise richtig ins Zeug. Aber nun, da ich mich ja immer mehr von meinen Canon-Sachen trenne, verbrachte ich nicht gar zu viel Zeit auf diesem riesigen Stand.

Auch, wenn der Canon-Stand sehr groß war, den Vogel, was die Standgröße betrifft, schoss mal wieder Leica ab.

 

Leica hatte sich eine eigene Halle reserviert. Und dennoch schaffen sie es, stilvoll aufzutreten. Ich finde es super, dass in der Leica-Halle im hinteren, abgedunkelten Bereich, Fotos ausgestellt werden. So werden wir “Technik-Freaks” mal wieder daran erinnert, dass es die Fotos sind, um die es im Endeffekt doch geht. Eine wunderbare Sache. Schön auch, dass Kurzvorträge aus dem Programm der Leica Akademie präsentiert werden.

Was gab es bei Leica Neues zu sehen? Ich hätte, ehrlich gesagt, zwei Stunden alleine dort verbringen können, zumal man als Leica-Interessierter so ziemlich alles ausprobieren durfte. Sogar mit der “S” hätte ich herumspielen dürfen. (Womöglich gefiel den Mitarbeitern dort mein T-Shirt viel besser. ;))

Interessiert war ich aber vor allem an der neuen “X” mit dem Summilux 1.7/23 Objektiv, an der digitalen M-P (eine umwerfend schöne Kamera!) und an der neuen, analogen M-A. Ich finde es fabelhaft, dass Leica die Analogfotografen nicht vergisst und auch den Film-Fans neue Modelle anbietet.

Links die M-A und rechts die M-P, die leider durch den Griff und den Sucher in meinen Augen an Ästhetik verliert.

Links die M-A und rechts die M-P, die leider durch den Griff und den Sucher in meinen Augen an Ästhetik verliert.

 

Sehr spannend fand ich die in der Tat die neue “X”. (Die bisherige “X2″ bleibt als “X-E” weiterhin im Angebot.)

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“Endlich”, möchte ich ausrufen, endlich hat sich Leica durchgerungen, der “X” ein lichtstarkes Objektiv zu spendieren (obgleich Leica mit der Tradition bricht, nur f/1,4-Objektive als “Summilux” zu bezeichnen). Die Kamera, obwohl viel leichter als ich es erwartet habe, machte einen durchdachten und bedienerfreundlichen Eindruck. Nur schade, dass sie keinen integrierten Sucher hat. Aber dies würde sie wohl zu nahe an eine “M” bringen. Der Preis ist für Leica-Verhältnisse sogar beinahe noch “günstig” zu nennen.

Leider rannte die Zeit und ich musste so langsam an den Heimweg denken. Daher habe ich auch mit keiner Leica selbst Fotos gemacht. Aber wie ich meine Leica-Freunde kenne, dauert es ohnehin nicht lange und ich kann diese Kameras bei einem der nächsten Treffen in aller Ruhe ausprobieren. ;)

Keine Zeit mehr hatte ich für Panasonic, Pentax oder Samsung. Sehr schade, eigentlich.

Dieser Tag war wunderbar: zahllose begeisternde Kameras und Objektive, interessant gestaltete Stände und die Möglichkeit, Freunde zu treffen und neue, sehr spannende Kontakte zu knüpfen.  Ich freue mich schon jetzt auf die Photokina 2016 – dann werde ich aber mit Sicherheit für zwei Tage dort sein.

 

Ausdruck(svermögen)

Dies wird, man möge mir verzeihen, ein “Mini-Rant” (wie es so unschön im Internetjargon heißt).

Ich fotografiere auch, weil ich die Fotografie als Ausdrucksmöglichkeit sehe. Das ist mir wichtig. Eben aus diesem Grund lege ich, zum Beispiel bei meinen Kindern (die können so manches Lied davon singen) Wert darauf, dass auch Sprache nicht verunglimpft und misshandelt wird. Solche Fälle kenne ich von meinem Beruf als Lehrer zur Genüge.

Wenn ich aber lesen muss, dass auch von Institutionen, die eigentlich zum Erhalt einer Sprachqualität beitragen sollten, Sprache mutwillig zerstört wird, dann kann mir schon einmal der weithin bekannte Kragen platzen.

Vorweg muss ich sagen, dass mir “Gender-Awareness” nicht nur wichtig ist, sondern, dass ich auch zu diesem Thema Kurse in der Lehrerausbildung leite. Ich darf mir also zugestehen, mehrfach über die sprachlichen Bezüge und Auswirkungen von Geschlechterrollen reflektiert und diskutiert zu haben. Kürzlich aber las ich, dass es in der Tat Bücher gibt, in denen die Begriffe “Mama” und “Papa” durch gender-neutrale Begriffe wie “MaPa” oder “PaMa” ersetzt wurden. Nein, ich lasse mich jetzt nicht zu einem Kommentar hinreißen, sondern überlasse dies dem geneigten Leser – oder der Leserin – selbst.

Nur soviel: Wenn man Worten die Kanten nimmt, dann wird deren Bedeutung unscharf. (Das darf zitiert werden: Schouler 2014. ;))

Und sobald eine Sprache diffus wird, wird effektive Kommunikation schwierig – und zunehmend unästhetisch.

Danke.

 

Ein ersTer Eindruck

Es hat eine Weile gedauert, doch nun hatte ich sie auch einmal in den Händen: die Leica T.

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Lange konnte ich nicht damit fotografieren, aber mir ging es ja auch in erster Linie um einen “ersten Eindruck”.

Überall wird, auch durch das Leica-Marketing beschleunigt, vom handgeschliffenen Aluminium-Gehäuse gesprochen und wie fantastisch sich das anfühlt. Die Leica T ist in der Tat ein “Handschmeichler”, man hat sie gerne in der Hand und ihr im Vergleich zu anderen Kameras dieser Art relativ hohes Gewicht mag ich sehr. Doch ehrlich gesagt liegt sie nicht so gut in der Hand wie ich gehofft hatte. Ich kann mir vorstellen, dass es angenehmer ist, sie in der Hand zu halten als lange mit ihr zu fotografieren. OK, das ist natürlich ein sehr persönlicher Eindruck.

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Nicht nur das Gewicht, sondern auch die Größe der “T” finde ich sehr angenehm. Und das Summicron-T 2/23 hat nicht nur eine günstige Brennweite (KB-Aquiv. 35mm), sondern auch mit f/2.0 eine praktische Lichtstärke. Mit f/2.8 wäre es für meinen Geschmack (so wie bei der “X”) ein wenig zu unflexibel und mit f/1.4 wäre es vermutlich wieder zu groß und zu schwer. Ein Objektiv mit diesen Parametern und dieser Größe wünschte ich mir für meine Fujis.

Der Visoflex-EVF ist, wenn man durchschaut, sehr gut: hochauflösend und schnell. Allerdings finde ich dass er, wenn man “drauf schaut”, nicht wirklich gut aussieht. Ich bin einfach kein Freund von solchen Aufstecksuchern. Aber auch dies ist eine sehr persönliche Meinung.

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Das Bedienkonzept per Touchmenü ist eingängig und leicht nachvollziehbar. Doch zum Glück gibt es wenigstens zwei Bedienräder oben rechts, mit denen man die für sich wichtigsten Einstellungen direkt vornehmen kann. Auch hier ist mir eine klassische Bedienung, wie sie z.B. die Fuji X-T1 bietet, lieber. Erneut “my 2c”.

Was mir wirklich gar nicht zugesagt hat, ist der Kameragurt aus Gummi. Mag er und seine Befestigung auch noch innovativ sein, ich möchte keinen Gurt aus Gummi. Aber man sieht, wieder sehr persönlich.

Doch eine Kamera muss ja nicht in erster Linie gut aussehen oder sich gut anfassen, sie muss gute Fotos machen – und das können inzwischen ja in dieser Klasse eigentlich alle. Kann es auch die Leica T?

Ja, das kann sie.

Für 90% der Fotos die 90% der Fotografen machen bringt sie alles mit. Der Sensor hat eine vernünftige Auflösung, sie ist schnell genug und die Objektive sind leistungsstark. Auch “Freisteller” sind möglich.

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Wunder darf man aber auch von einer “T” nicht erwarten – auch nicht, wenn sie den Namen “Leica” trägt.

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So gut wie solch ein Foto auch aussieht, es ist nicht “fehlerfrei”. Der 100%-Crop zeigt deutliche chromatische Aberrationen an den Fenstern:

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Man muss zwar beachten, dass das Foto mit Blende f/2.5 aufgenommen wurde, also einer Einstellung, die man für solch ein Motiv eigentlich nicht nutzen würde. Doch ich wollte einmal schauen, wie sich das Objektiv so schlägt.

Kommen wir nun zu einem weiteren Bereich, in dem die “T” nur durchschnittlich gut abschneidet: Fotos bei hohen ISO-Einstellungen.

Hier eine kleine Reihe. Die Ausschnitte sind mittig aus diesem Motiv entnommen:

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In der Galerie kann man erkennen, dass Fotos bis ISO 800 gut verwendbar sind. ISO 1600 zeigt für mich überraschend starkes Rauschen, dennoch ist es noch akzeptabel. Bei ISO 3200 wäre mir das Rauschen zu deutlich und ISO 6400 sollte man nur noch im absoluten Notfall nutzen. ISO 12500 ist wohl nur eine “Pro-Forma-Einstellung”.

Das ist OK. Aber andere können das besser. Sorry.

Mein Fazit? Die Leica T ist eine gute Kamera, die einige neue Ideen mitbringt und hervorragend verarbeitet ist. Mir persönlich “passt” sie aber nicht. Leider. Oder zum Glück! ;)

“Korea-Connection”

Das hätte ich noch vor ein, zwei Jahren nicht gedacht. Inzwischen hat sich bei mir eine ganze Garde an Samyang (Walimex) Objektiven angesammelt: Walimex 3.5/8 CS Fisheye, Samyang 2.0/12 (NCS) CS, Samyang 2.8/14 ED AS IF UMC und Samyang 2.0/16 ED AS UMC CS. (Das gute 1.4/85 brauche ich nicht, da ich ein besseres Nikkor-H 1.8/85 habe und die ebenfalls spannenden 2.8/10 und 1.4/24 habe ich “noch” nicht.)

So sehen die Objektive, für Fuji X (original oder adaptiert) einsatzbereit aus:

samyanggarde1

Und so zum fertig zum Transport:

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Man sieht, dass aufgrund der abnehmbaren Streulichtblende das 16er im Transport nicht größer ist als das 14er (welches allerdings Kleinbildtauglichkeit hat). Und ein 14er ist dann, wenn man ein 12er und ein 16er hat, kaum mehr sinnvoll, weshalb es wohl demnächst verkauft wird. Das Fisheye bleibt erst einmal. Oft nutze ich es nicht, aber für den Fall der Fälle…

Neue Perspektiven…

Im März dieses Jahres schrieb ich, dass ein “Vollformat”-Sensor vor allem dann Sinn macht, wenn man einen weiten Bildwinkel mit einer stärkeren Freistellung kombinieren möchte und dass ich, um an einer Fuji X die Wirkung meines ehemaliges Sigma 1.8/24 an der EOS 5D zu erreichen, ein 1.2/16 bräuchte. Nun, solch ein Objektiv gibt es noch immer nicht. Fuji hat zwar ein hochinteressantes 1.4/16 angekündigt, doch leider lässt sich Fuji nach solch einer Ankündigung immer ziemlich viel Zeit und wenn es zunächst heißt, ein Objektiv käme im Frühling 2015, so kann es leicht bis in den Herbst dauern, bis es tatsächlich auf dem Markt ist.
Immerhin gibt es aber durch Samyang Alternativen. Sowohl zum Fuji 4/10-24 als nun auch zum angekündigten 1.4/16: das neue Samyang 2.0/16 CS. OK, es ist kein echtes Äquivalent zu einem 1.8/24 am Kleinbild, kommt aber als (umgerechnet) 2.8/24 recht ordentlich nahe ran.

Da ich schon gerne die Möglichkeit haben wollte, einen Weitwinkel-Eindruck mit einem Freistellungspotential zu verknüpfen, konnte ich nicht anders. Seit zwei Tagen ist es in meiner Sammlung!

s16a

Samyang 2.0/16 ED AS UMC CS an der Fuji X-T1

Es ist schon ein ganz schön großer Brocken und geradeso noch handlich an der kleinen Fuji. Gekauft habe ich es mir mit Nikon-Bajonett, um es auch an meinen anderen Systemkameras nutzen zu können.

s16b

… und an der Nikon D7000

s16c

 

Die Haptik ist angenehm und entspricht der des Samyang 2.0/12, ist also etwas besser als beim 2.8/14 oder beim 3.5/8 Fisheye. Lediglich die mitgelieferte Streulichtblende ist sehr dünn und fühlt sich daher etwas “lapprig” an, doch das ist “Jammern auf hohem Niveau”.

Und die Leistung?

Nun, noch kann ich nicht allzuviel schreiben, doch die ersten Eindrücke sind absolut beachtlich!

Yes! Weitwinkelfreisteller!!

Yes! Weitwinkelfreisteller!!

Und auch sonst scheint es sich ziemlich gut darstellen zu wollen:

s16e

Bitte klicken Sie auf das Bild, um es größer zu sehen…

 

Ein 100%-Crop daraus:

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Man muss beachten, dass ich dieses Stadtbild ganz bewusst bei Offenblende (= f/2.0!) (und auch noch durch eine Fensterscheibe hindurch) aufgenommen habe. Sowas ist eigentlich Unsinn, doch ich wollte mal sehen, was die Linse bei widrigen Umständen so bringt. Das ist ein Kompromiss, den ich gerne bereit bin einzugehen. ;)

Und es macht wirklich Lust auf mehr!!

(Jetzt brauche ich noch einen Novoflex-Adapter und gut ist. ;))

Cullmann Amsterdam Maxima 335

“”Die Arzttasche für den Fotografen.”

Man kann machen, was man will, die perfekte Fototasche wird man nicht finden. Es kann sein, dass man eine Tasche gefunden hat, die für eine Weile richtig gut passt: sie sieht gut aus, lässt sich bequem tragen und es passt alles, was man so mitnehmen möchte, hinein.

Doch spätestens, wenn man ein oder zwei neue Sachen dazu kauft, ist die Tasche schon wieder zu klein – oder man trennt sich von einigen Dingen und fragt sich, wozu man noch eine so große Tasche benötigt.

So bin auch ich ständig auf der Suche nach der optimalen Fototasche. Was habe ich nicht alles schon ausprobiert; von kleinen, mittelgroßen und extrem großen Rücksäcken, über diverse Fotokoffer bis hin zu kleinen, mittelgroßen und extrem großen Fototaschen. Und immer wieder war eine Tasche nur zeitweilig optimal. Dummerweise kommt so eben auch eine beachtliche Anzahl an Taschen zusammen, die dann meist herumstehen und nur hin und wieder Verwendung finden. OK, in letzter Zeit habe ich mich auf zwei Kalahari-Taschen (K41i und K12), eine schicke kleine Ledertasche (aus Asien), einen Kata-Rucksack (3N1-30) sowie meine neueste Errungenschaft, der Cullmann Amsterdam 335 konzentriert – alles anderen LowePro, Kalahari, Samsonite usw. – Taschen liegen in den Archiv-Regalen.

Hier möchte ich nun die Amsterdam 335 vorstellen.

Amsterdam335a

 

Sie wird gerne als „Arzttasche für Fotografen“ bezeichnet, weil sie sich wie eine der typischen Arzttaschen öffnet. Zwei Spangengelenke klappen weit auseinander und ermöglichen einen sehr leichten Zugriff auf das gesamte Equipment. Man muss also nicht erst hin und her räumen oder zwei Teile herausnehmen, bevor man an ein bestimmtes Objektiv kommt. Das ist äußerst praktisch. Die Tasche steht stabil und auf einem breiten Boden wodurch ein Umkippen eigentlich unmöglich wird. Der Reisverschluss ist durch eine Lippe abgedeckt, was eine hohe Abdichtung z.B. gegen Regen verspricht. Außen sind auf der einen Seite zwei Klapptaschen, in die man flaches Zubehör stecken kann und auf der anderen Seite eine breite Lasche angebracht, durch die man die Zugschiene eines Trolleys schieben, auf dass die Amsterdam 335 auf ebendiesem befestigt werden kann.

Innen bietet die Maxima 335 ziemlich viel Platz, so dass auch eine Ausrüstung hineinpasst, die aus zwei Kameras, Blitz und 6 Objektiven besteht. Kleine Seitentaschen innen nahmen Speicherkarten, Filter und ähnliches auf. Die Klettverbindungen der Unterteilungen sind OK. Ich habe schon fester greifende gesehen, aber sie bereiten keine Probleme.

Die 335 hat einen recht breiten Gurt mit einem Schulterpolster und ist, wenn nur wenig gefüllt ist, sehr gut zu tragen. Der Tragekomfort verschlechtert sich aber, wenn sie voll ist. Dann verwringt sie sich bedingt durch den diagonal laufenden Gurt. Dies erschwert wiederum das Öffnen. Ohnehin ist der Reisverschluss ein wenig hakelig, so dass ein einhändiges Öffnen nur selten gelingt. Dies kann unter Umständen schon für manchen Fotografen zum Ausschlusskriterium werden.

Wie sieht mein Fazit aus? Ich finde die Amsterdam ist eine exzellente „Lagertasche“. Man packt alles hinein, was man z.B. im Urlaub mitnehmen möchte und packt vor dort, passend für den jeweiligen Tag in eine kleine Tasche um. Sie ist auch perfekt als Auto-Fototasche, die auf dem Beifahrersitz steht und durch die große Öffnung exzellenten Zugriff ermöglicht. Ich würde sie allerdings nicht so gerne den ganzen Tag herumtragen und für die schnelle Reaktion bei umgehängter Tasche gibt es auch bessere Modelle.